Projekt 52 (4)

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch Gertrud TrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847 und Wili machen mit – zum Großteil auch viel länger als ich.

Wow, ich bin schon seit einem Monat im Projekt. Es ist verrückt, wie schnell die Zeit vergeht.

Das heutige Selfie ist ehrlich gesagt von gestern, aber heute ist die Stimmung ähnlich. Die letzte Woche lief komplett unter dem Thema Arbeit und Umzug(-svorbereitung). Das war unheimlich anstrengend und ich möchte nur noch schlafen. Und bitte eine Massage!

Hier in der Wohnung herrscht großes Chaos. Und ich weiß nicht mal wo ich anfangen soll. Dazu funktionieren die Heizungen nicht, in meiner alten Wohnung stehen noch Möbel, die entsorgt werden müssen und eigentlich müsste ich meinen Nachmieter zurückrufen, deren Anruf ich gestern verpasst habe. Es ist also noch einiges zu tun. Aber heute ist erstmal eine kleine Pause angesagt. Ich muss nur die Kiste finden, in der meine Schuhe sind, denn mit den mega ausgelatschten Chucks muss ich morgen nicht unbedingt ins Büro. 😀

Die Katzen haben den Umzug relativ gut verkraftet. Darüber bin ich wirklich erleichtert. Die erste Nacht von Donnerstag auf Freitag war natürlich schrecklich. Und am Freitag hat Felix sich den ganzen Tag in meinem Nachttisch versteckt – hinter den Schubladen! Die untere Etage ist den beiden noch nicht ganz geheuer, aber das kommt schon noch. Und hier herrscht ja auch definitiv noch die größere Unordnung.

Aber wie sollte es anders sein: Keine neue Woche ohne neue Erkenntnis. Nach meinem letzen Beitrag und den interessanten Kommentaren von Gertrud Trenkelbach, habe ich viel nachgedacht.Warum setzt ich mich ständig Themen und Personen aus, von denen ich weiß, dass sie mir nicht gut tun bzw. dass sie mich ärgern werden. Ich stöbere in Foren, Blogs und bleibe da hängen, wo Ärger vorprogrammiert ist. Warum tue ich mir das an? Ich glaube, ich hab so lange Meinungen von anderen Menschen übernommen, um akzeptiert zu werden und dazuzugehören, dass ich lange Zeit in den Gegenmodus gesprungen bin. Und deswegen suche ich meine Aufregerthemen. Curvy Supermodels, Sophia Thomalla, Sexisten, Oberflächlichkeiten, Unverschämtheiten und Ungerechtigkeiten. Und ich gebe nie nach! Bloß keinen Schritt zurück weichen.  Und jetzt denke ich, dass es gut sein muss. Ich kann meine Meinung haben und dazu stehen, ganz ohne zu kämpfen und vor allem, ohne meine Zeit und Energie an Menschen zu verschwenden, die gar keine andere Meinung hören wollen – sich vielleicht sogar eher freuen, dass sie mich treffen. Diese negative Energie will ich gar nicht! Und ich sollte mir selbst dafür zu schade sein.

Ich bin jetzt schon ganz begeistert von dem Projekt, denn ich weiß nicht, ob ich darauf alleine gekommen wäre. Irgendwann vielleicht, aber vermutlich durch einen viel schmerzhafteren Weg.

Und eine andere Erkenntnis, die eigentlich schon lange in mir brütet, aber jetzt richtig ausbricht: Ich bin selbst Schuld, dass ich so lange Single bin. Ich gebe Männern kaum eine wahre Chance aus Angst verletzt zu werden. Alleine sein ist nicht immer schön, aber schlimmer als Alleinsein ist Liebe zu finden, glücklich zu sein und dann verlassen zu werden. Bei Grey’s Anatomy hat Meredith mal gesagt, dass sich dieses Verlassen werden anfühlt wie sterben; nur dass der Tod das Ende ist, der Schmerz aber immer so weiter gehen kann. Das klingt ziemlich dramatisch (deswegen mag ich die Serie aber auch so sehr!), aber im Grunde steckt die richtige Idee dahinter. Vielleicht suche ich mir deswegen immer die Falschen aus. Weil die, die die Richtigen sein könnten, mir Angst machen. Im Moment ist diese Erkenntnis noch schmerzhaft und ich weiß nicht, wie ich das überwinden kann. Aber ich habe es endlich im Bewusstsein und kann es angehen.

Aber jetzt nutze ich den schönen Sonnenschein und fahre in den Kleingarten meiner Eltern. Meine Schuhe kann ich auch heute Abend noch suchen!

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

 

Kleine Nachtrag von Sonntag Abend: Meine Schuhe (also ein Teil davon) liegen in einer Kiste, die mit „Küche“ beschriftet ist. Das zeigt wir nötig ich meinen Urlaub habe! 😀 Zum Glück ist es nur noch ein Tag.

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3 Kommentare zu „Projekt 52 (4)

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