Meine Ziele und Wünsche für 2017 [Blogparade]

Phinabelle ruft zur Blogparade auf. Und da ich mich gerne mit Zielen und Wünschen beschäftige, nehme ich gerne teil.

Allerdings habe ich in diesem Jahr gelernt, dass es noch lange nicht damit getan ist, ein Ziel zu erreichen. Manchmal glaube ich ja ganz naiv, dass man nur ankommen muss und ab dann für alle Ewigkeit auf dem Weg der Glückseligkeit wandelt. Leider ist dem nicht so. Außerdem sollen meine Ziele keine To-Do-Liste sein. Nicht nur, dass das unnötig Druck aufbaut, meistens kommt es sowieso ganz anders als geplant – und das muss nicht unbedingt schlecht sein.

Also los:

ICH:

  • „Ich ging diesen Weg, ich ging jenen Weg, jetzt gehe ich meinen Weg!“ Und das möchte ich noch viel mehr machen, d.h. ein besseres Gespür für mich entwickeln und einfach das machen, was ich brauche. Ganz egal, was andere sagen.
  • Ich möchte wieder ein wenig abnehmen, weil ich mich damit einfach besser gefühlt habe als jetzt. Oder besser gesagt, ich möchte einfach wieder bewusster und gesünder Leben. Dann passiert das Abnehmen wieder fast von alleine, so wie es schon mal war. Mehr Bewegung, vernünftige Ernährung und auch hier wieder, auf den Körper und die Seele hören. Und dazu gehört wieder regelmäßig zum Yoga zu gehen. Dass mein geliebtes Yogastudio im nächsten Jahr schließen wird, macht mir so riesige Angst, dass ich mich nicht zu sehr daran hängen will. Dabei sage ich immer noch, dass Yoga mein Leben gerettet hat und ich möchte den Yogaweg auf jeden Fall weiter gehen und irgendwann auch nur ein bisschen davon weitergeben. Aber wie soll das gehen ohne meine liebe Yogaherzmenschen? Also ist mein Ziel, dass ich dafür irgendwie eine Lösung finde.  Vielleicht ist auch Reiki was für mich. Auch die Reikis haben mir so eine Wärme und Geborgenheit vermittelt, obwohl ich wirklich skeptisch war.
  • Ich würde gerne einmal in meinem Leben alleine in den Urlaub fahren. Bis jetzt habe ich mich das nie getraut, dabei mache ich doch sonst auch alles mögliche alleine.
  • Im Grunde bin ich auf einem guten Weg. Ich habe viel an mir gearbeitet, vieles hat sich geändert und ich möchte den Weg einfach weiter gehen. Und dieser Weg kennt kein Ziel und kein Ende! Ich bin einfach gespannt, was ich noch lerne und erfahre und mich weiter entwickle.
  • Meine Depressionen werde ich wohl nie komplett los werden, aber ich kann immer besser damit umgehen. Ich schäme mich nicht mehr dafür. Und ich nutze sie weder als Entschuldigung noch als Ausrede. So wie ich mich von meinem Blutdruck nicht einschränken lassen will, so wenig will ich das von der Depri-Uschi. Okay, an manchen Tagen geht es nicht. Aber auch das ist in Ordnung. Denn ich halte nichts davon, sich zusammenzureißen, Gefühle zu unterdrücken oder zu verleugnen und so zu tun als würde mir tagein-tagaus die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen. Was meine Standards angeht, mache ich es ziemlich gut. Und auf meine Bewertungen sollte ich zuallererst hören!

Familie & Freunde:

  • Mein Umgang mit anderen Menschen soll ein bisschen einfacher werden. Ich weiß, dass das zum Großteil an mir selbst liegt, aber mir fällt das unheimlich schwer und ich werde zu schnell unsicher. Ich bin ein ruhiger Mensch und habe entweder ein kleines Bedürfnis nach Gesellschaft, oder ich bin da mittlerweile komisch geworden und bleibe dann lieber alleine. Da bin ich  mir nicht ganz sicher. So oder so, muss ich aufpassen nicht zu vereinsamen.
  • In meiner Familie möchte ich damit aufhören, immer die Vernünftige und Verantwortliche zu sein. Daran reibe ich mich nur auf und es tut mir nicht gut. Gerade das Verhältnis mit meinem Bruder hat sich zu früher sehr entspannt und dafür bin ich wirklich dankbar! Er ist so ein toller Gesprächspartner und so fürsorglich geworden. Ich hoffe, das geht so weiter. Meine Schwester war für mich immer die „Coole“ und die Starke. Jetzt merke ich, dass das nicht immer so ist. (Wer ist das schon immer.) Und irgendwie zeigt mir das, dass wir einfach alle unterschiedlich sind und jeder seins machen kann, ohne das eins besser ist als das andere. Und meine Schwester und ich haben eigentlich einiges gemeinsam. Ich möchte gerne lernen, meinen Eltern zu verzeihen. Weil der Verstand schon lange weiß, dass sie ihr besten gegeben haben. Auch wenn es für mich oft nicht das richtige und oft nicht genug war, darf ich darüber nicht immer traurig und wütend sein. Wir alle haben Frieden verdient und dieser fängt mit Verzeihen an. Und im alltäglichen Umgang, glaube ich , dass mein Umzug viel bewirkt. Und ich fürchte, es geht einfach vielen Eltern so, dass ihre Kinder immer ihre Babys bleiben.
  • Ich habe mit viel Schmerz und Unsicherheiten tolle Freunde gefunden. Diese Herzmenschen möchte ich gerne näher an mich lassen. Früher habe ich mich immer gefragt, was mit mir nicht stimmt, dass ich alle Menschen vergraule. Jetzt gibt es Leute, die darum kämpfen in meinem Leben zu sein. Das haut mich wirklich um und zeigt mir, dass ich mein Selbstbild überdenken sollte.
  • Ich bin Patentante bzw. soll es werden, denn der Kleine ist noch nicht getauft. Mich überfordert das auch nach einem Jahr noch. Ich habe keine Erfahrung mit Kindern, ich weiß nicht, was von mir erwartet wird usw. und eigentlich frage ich mich immer noch, warum mich jemand als Patentante haben will. Ich weiß gar nicht, was genau ich mir hier wünsche… vielleicht auch hier einfach mehr Entspannung.
  • Manchmal glaube ich, dass das Thema Beziehung und eigene Familie für mich nicht vorgesehen ist. Eigentlich glaube ich das ständig. Und insgeheim fürchte ich, dass es vermutlich sogar besser ist, wenn ich keine Kinder habe. Kein Kind hat so eine Mutter verdient, auch wenn es immer heißt, du weißt ja, was du vermeiden willst. Aber haben das nicht alle Mütter? Und machen dann trotzdem die gleichen Fehler? Meine Mutter wollte auch alles anders machen. Und ich bin der lebende Beweis, dass sie es nicht geschafft hat. Muss das nicht ein schreckliches Gefühl sein? Wie auch immer…. Ich suche nicht mehr. Wenn es nicht sein soll, dann soll es nicht sein. Aber ich möchte einen anderen Weg finden, meine Liebe auszuleben. Denn wenn ich es zulasse, bin ich ein sehr liebevoller Mensch und möchte dass es anderen gut geht und dass ich ihnen ein gutes Gefühl gebe.

Beruf:

  • Das ist das schwierigste Thema im Moment. In diesem Jahr habe ich meinen Job gewechselt – und das, ohne dass ich mich bewusst beworben hätte. Es war so wichtig für mich zu erfahren, dass man mich will; dass man meine Leistungen schätzt und anerkennt. Bisher wurde ich in beruflichen Dingen, so hin- und hergeschubst, dass ich überzeugt war, dass es sch***egal ist, was ich mache, ich werde nie das Richtige für mich finden und dass ich froh sein kann, wenn  mich überhaupt jemand einstellt. Deswegen konnte ich auf meinem Ausstand auch gar nicht weinen. Natürlich war ich traurig zu gehen. Aber in erster Linie habe ich mich gefreut, dass es so viele Menschen gibt, die meine Arbeit gesehen haben!
  • Im Moment bin ich beruflich nicht besonders glücklich. Ich habe gedacht, ich lerne ja trotzdem viel und dass es das wert ist. Aber daran zweifle ich gerade. Denn 9 Stunden täglich unzufrieden zu sein, kostet unheimlich viel Kraft. Und mein Lebenslauf beweist, dass ich nicht Dinge durchziehe, um sie durchzuziehen wenn ich dabei todunglücklich bin. Und ich habe gemerkt, wie wichtig mir ein friedliches und harmonisches Miteinander ist. Das lässt sich nun mal nicht wegreden und ich kann auch nicht mal eben meine Einstellung ändern. Jetzt gerade habe ich noch keine Lösung, aber ich bin sicher, dass sich etwas ergeben wird, wenn die Zeit reif dafür ist. Daran glaube ich ganz fest!
  • Ich möchte nebenberuflich immer weiter lernen: Kunst, Ayurveda, Yoga, Ernährung, Psychologie, Heilsteine, , was auch immer. Ich war immer schon wissbegierig und vielseitig interessiert. Das möchte ich unbedingt wieder aufleben lassen!

 

Und was ich mir und allen anderen Wünsche: Lebt wie es euch glücklich macht und lasst Andere wie sie sind.

 

Wow, das hat wirklich Spaß gemacht! Ich liebe Rückschauen, Bilanzen ziehen usw. Das spukte schon so lange in meinem Kopf herum  und es tut sehr gut, dass endlich mal zusammen zu fassen! Vielen Dank für diese Blogparade. Wenn ihr auch mitmachen möchtet, findet ihr auf der Seite von phinabelle weitere Infos dazu. Dort stehe auch, wer schon teilgenommen hat.

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7 Kommentare

  1. Pingback: Meine Ziele und Wünsche für 2017 – Aufruf zur Blogparade – Phinabelle – Der Mama-Blog über Kinder, Chaos und ganz viel Glück

  2. Das klingt wirklich gut und vor allem gut durchdacht. Vielleicht sollte ich das auch mal wieder machen und für mich formulieren und festhalten, was für das folgende Jahr machbar, realistisch und wünschenswert ist.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg und werde künftig neugierige Leserin sein, wann immer es meine Zeit erlaubt 🍀

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  3. Die meisten Deiner Gedanken kommen mir bekannt vor. Meine Erfahrung: Die Zeit wird es bringen. Fragen werden gestellt und können manchmal erst im Nachhinein beantwortet werden. Eltern sind nie perfekt. Das Verzeihen kommt, wenn es an der Zeit ist. Ich reagiere häufig recht seltsam, wenn Menschen freundlich zu mir sind oder mir gar Komplimente machen (Frechheit aber auch! Wollen die mich veräppeln?). Jetzt bemerke ich es recht schnell, wenn ich unangemessen reagiere und manchmal kann ich sogar schon Lob annehmen. Du siehst, Du bist nicht alleine…..Ich denke, Du machst alles richtig! Liebe Grüße! Regine

    Gefällt 2 Personen

    • Vielen lieben Dank, Regine. Das mit der Zeit stimmt, aber ich bin leider nicht besonders geduldig. 😉 Dieses ständige Sorgen und Gedanken machen, geht mir manchmal selbst auf die Nerven. Oder bessser, mir ist einfach bewusst, dass es anders entspannter wäre. Aber man kann nun mal nicht einfach so aus seiner Haut. 😀 Das mit den Komplimenten kenne ich auch sooo gut. Man tut es so schnell weg und das ist nicht nur sich selbst, sndern auch den anderen gegenüber gemein.
      Zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin, bedeutet mir viel . Danke :*

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  4. Hallo Frank,
    oh wow, das berührt mich wirklich sehr. Vor allem, weil ich mich manchmal selbst frage, ob es so gut ist, sich ganz öffentlich so offen und persönlich zu sein. Aber alles andere wäre nicht ich und ich möchte mich auch nicht mehr verstecken. Dass ich damit auch andere erreiche, macht mich unheimlich froh. Vielen lieben Dank dafür!

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