Projekt 52 (12)

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch Gertrud TrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847 und Wili machen mit – zum Großteil auch viel länger als ich.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

Ich bin gerade erst von der lieben Romina nach Hause gekommen, aber da schon Sonntag ist, kann ich ja auch schon mal posten. Außerdem bekomme ich gerade einen Koffeinschock von der vielen Cola. Ich bin ganz zittrig. Oder ich bin so hellwach, weil ich den halben Samstag verschlafen habe. Unglaublich, aber es hat gut getan.

Falls man es nicht sieht (ich sehe es auch nicht :D), ich habe eine neue Haarfarbe. Honigbraun. Aber es ist schon sehr ähnlich zu vorher. Hauptsache die Beweise für mein wahres Alter sind verschwunden.

Diese Woche war vor allem geprägt durchs warten und durchhalten. Aber dazu habe ich in meinem letzten Beitrag schon genug geschrieben, deswegen lasse ich das Thema Arbeit hier aus.

Aber abgesehen von der Arbeit, habe ich ich privat extrem zurück gezogen. Andere Menschen finde ich im Moment extrem anstrengend und manchmal, wenn ich so einen großen (emotionalen) Druck spüre, kann ich mir nur schwer was positives gönnen und vor allem habe ich Angst anderen zur Last zur fallen. Denn ich kann schwer auszuhalten und gemein sein, wenn man die üblichen Sprüche ablässt wie „Nimm dein Glück doch einfach in die Hand“ Also verstecke ich mich lieber vor anderen, denn noch mehr Druck, kann ich nun wirklich nicht gebrauchen.  Romina z.B. hätte ich um ein Haar abgesagt. Das tut mir so leid! Aber manchmal kann ich nicht anders. Warum müssen andere darunter leiden? Und ich habe ein unheimlich schlechtes Gewissen, dass ich für sie und mein Patenkind keine Kleinigkeit zu Nikolaus hatte. Warum ich da so? Irgendwie habe ich sowas wie kleine Geschenke, Mitbringsel aus dem Urlaub usw. überhaupt nicht auf dem Schirm!

Selbst beim Yoga war ich nicht. Ich weiß genau, dass mir das helfen würde – es hilft mir immer bei allem. Mein Yoga hat mich nur zwei Mal enttäuscht. Einmal mit einem Yogi, der einfach ein ziemliches Arschloch war und einmal als ein Yogalehrer, der sich ganz offensichtlich darstellen wollte. „Ihr macht das alle falsch! Natürlich könnt ihr das nicht, ich mache das schon viel länger als ihr….“ Ähm ja. Genau das liebe ich doch so am Yoga, dass es eben nicht um Leistung geht! Jeder macht so, wie er es gerade braucht und kann. Das ist genial. Yoga hat mir auf meinem Weg schon unglaublich geholfen, gerade auch im Kampf gegen meine Depression. Deswegen sage ich nicht umsonst, dass Yoga mein Leben gerettet hat. Und ich zähle nicht nur Yoga an sich dazu, sondern auch das wundervolle Studio mit seiner gemütlichen und heimeligen Atmosphäre, meine Yogahasen, bei denen man einfach sein darf mit allem, was man gerade so mit sich rumträgt. Und nicht zuletzt meine geliebte Susann – Leiterin des Studios und meine Lieblingslehrerin. Ich habe noch nie einen so fröhlichen und herzlichen Menschen erlebt, der mich dermaßen inspiriert. Nun ist es so, dass Susann das Studio im nächsten Frühjahr aufgeben will. Ich kann die Gründe nachvollziehen, aber es tut mir im Herzen weh! Für mich fällt so eine extrem wichtige Stütze weg! Und ich kann nicht einfach irgendwoanders hin. Das ist bei weitem nicht das Gleiche. Mag ja sein, dass es auch gut werden kann, aber es ist nicht MEIN Anker. Und deswegen habe ich das Gefühl, ich darf mich nicht mehr so sehr darauf einlassen, sonst ist es noch schlimmer, wenn das plötzlich weg bricht. Ich weiß da einfach nicht, was ich machen soll.

Donnerstag hatte der Freund meiner Schwester Geburtstag und es war ein entspannter, familiärer Abend. Dafür habe ihc sogar eine Stunde früher angefangen zu arbeiten. Und ich hasse es früh aufzustehen! Sonst mache ich ihm gerne Choco Crossies mit weißer Schokolade, aber dieses Jahr gab es Cookies&Cream Fudge mit gefühlten 10.000  Kalorien. Aber lecker. Ich hätte die warme Masse schon löffeln können.

Am Freitag hatte ich ein Gespräch mit einer Pfarrgemeindereferentin, weil ich ja darüber nachdenke, meine verpasste Firmung nachzuholen. Es gibt allgemeine Kurse über das Christentum, den auch Leute besuchen, die sich taufen lassen wollen. Diesen werde ich im nächsten Herbst besuchen. Das wird bestimmt interessant! Und bei der Gemeindereferentin kann ich mich immer wieder melden, um Fragen zu besprechen. Also alles super. Ich bin gespannt, wie es da weiter geht. Übrigens hat sie mir nochmal bestätigt, dass in der Kirche neben der ich wohne und in der jeden Tag die Glocken läuten so gut wie gar keine Gottesdienste stattfinden. Tja, religiös zu sein ist eben nicht besonders in. Deswegen hat sich die Dame auch so riesig gefreut, dass sich jemand von sich aus meldet und wieder Bezug zur Kirche sucht.

Abends war ich dann bei Anke zum Mantrasingen. Es war so schön. Dieses Mal wusste ich schon besser was passiert, weswegen ich mich viel mehr darauf einlassen konnte. Von meiner ersten Begegnung mit Reiki und meinem ersten Mantraabend habe ich ja schon  mal berichtet. Anke sucht mir immer so schöne Mantren oder Mantras (?) aus, die die Anderen für mich singen und ich fühle mich so warm, geborgen und gut aufgehoben. Da wird sofort wieder mein Wunsch geweckt, sowas auch selbst vermitteln zu können. Aber ich weiß gar nicht, ob ich schon weit genug bin vom Nehmer zum Geber zu wechseln. Leider ist mir Sanskrit noch nicht so geläufig und ich kann mir die schönen Texte nicht merken, um mir zu Hause nochmal was anzuhören. Aber das kommt bestimmt mit der Zeit. Meine Engelskarte, die ich gezogen habe, fordert mich zum Blick nach Innen auf und die Rune Uruz zeigt, dass ich mir meine Stärken bewusst machen und Durchhalten muss. Also geht es wohl erstmal wie gehabt weiter gehen. Anke stellt auch Ketten selbst her und heute Nacht habe ich sogar von den Ketten geträumt. Ich glaube, ich muss da mal mit Anke sprechen, was ein guter Stein für mich wäre und ob sie mir was bastelt. Ach, ein Mantra, dass für mich gesungen wurde, soll helfen, den richtigen Mann zu finden. Danach sagte eine Andere, sie hätte eine Vision gehabt und ich würde denjenigen welchen auf einem Weihnachtsmarkt bzw auf einem Parkplatz treffen. Alle haben direkt überlegt, wo ein Weihnachtsmarkt auf einem Parkplatz stattfindet und ihnen ist einer eingefallen. Ich glaube, da muss ich morgen mal Ausschau halten…

Ansonsten werden wir sehen, was die nächste Woche bringt.

Erstmal wünsche ich uns allen einen schönen dritten Advent.

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5 Kommentare

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