Liebster Blog Award

Das liebe Fräulein Voni hat mich nominiert und ich freue mich riesig. Vielen lieben Dank!

Starten wir mit den Formalitäten:
Nun die Regeln:
Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat.
Beantworte die 10 Fragen.
Überlege dir 10 neue Fragen.
Und nominiere neue Leute für den Liebsten Award.
Informiere die nominierten Blogger!
Füge die Grafik für den Liebsten Award ein!
Vergiss nicht die Regeln des Liebsten Awards einzufügen!

Fräulein Voni hat sich wundervolle Fragen ausgedacht, die mir eine Weile zu denken gegeben haben:

1. Was hat euch veranlasst, euren ersten Blogbeitrag zu verfassen? Bzw. warum habt ihr mit dem Bloggen begonnen?

Die erste Idee selbst zu bloggen kam vor einigen Jahren. Mit einem Freund zusammen wollten wir über unseren Weg zu einem gesundem Leben (also Bewegung, Sport, usw.) schreiben. Er hat sehr viel Sport gemacht und ich hatte gerade 25 kg abgenommen. Aber irgendwie ging es über die Idee und einen Namen nicht hinaus.
Zur Fastenzeit versuche auch ich jährlich auf etwas zu verzichten. Meinen Fleischverzicht habe ich auch nach der Fastenzeit noch eine Weile beibehalten. Im letzten Jahr wollte ich auf Zucker verzichten und darüber bloggen. Denn ich bin wirklich zuckersüchtig! Aber zu diesem Thema gibt es schon so unfassbar viele Blogs, dass ich einfach themenlos gestartet bin. Ich wollte einfach lustige, unterhaltsame Dinge schreiben. Im September 2016 habe ich dann vieles umgeschmissen. 2016 war für mich ein fürchterliches Jahr. Es hielt viele Lektionen für mich bereit und ich wurde in vielen Bereichen auf die Probe gestellt. In einigen Dingen habe ich mich gut bewährt, in anderen bin ich gescheitert, aber ich habe nochmal viel dazu gelernt. Insofern war nicht alles schlecht, aber es war unglaublich anstrengend. Dazu passt dann kein Blog, den ich eigentlich betreiben wollte. Manche Situationen sind einfach scheiße und anstrengend und tun weh… warum sollte ich das nicht genau so auch sagen dürfen? Ich verstehe Menschen nicht, die meinen alles verdrängen zu müssen und wenn sie sich selbst einreden, dass alles gut ist, hoffen sie es irgendwann zu glauben. Vielleicht funktioniert das ja sogar, aber nicht für mich. Ich will sagen dürfen, dass es mir gerade nicht gut geht und dann auch mal ein paar Tage leiden, wenn es nötig ist. Und dann kann ich mir einen Überblick verschaffen, was zu tun ist und wie es weiter geht. Damit kommen viele Menschen nicht klar. „Du musst jetzt dieses oder jenes….“ Einen scheiß muss ich! Und nach drei Tagen gehe ich vielleicht genau das an, wozu mir geraten wurde. Aber eben in meinem Tempo und wenn ich soweit bin. Aber ich schweife gerade ab. Jedenfalls wollte ich eben auch genau die schlechten Zeiten mitbeschreiben. Alle Höhen und Tiefen, die das Leben eben so zu bieten hat.
Ich habe mich selbst lange gefragt, ob mir dazu nicht ein Tagebuch reicht. Aber ich will mich nicht mehr verstecken und alles mit mir selbst ausmachen. Das Bloggen ist also auch ein bisschen Therapie.

2. Was liegt euch mehr: Schreiben oder Sprechen? Warum ist das so?

Definitiv schreiben! Da habe ich mehr Zeit meine Gedanken zu ordnen. Beim Sprechen kann es schon mal passieren, dass ein Satz anders aufhört als er begonnen hat, weil mir schon wieder andere Gedanken in den Sinn kommen, oder weil mir eine bessere Ausdrucksweise eingefallen ist. Denn ich mag meine Rhetorik nicht besonders. Ich glaube, meine Arbeitskollegen halten mich deswegen auch nicht gerade für die hellste Kerze. Beim Schreiben denke ich nicht wirklich darüber nach. Es kommen automatisch schönere Sätze. Vielleicht aber auch, weil ich mich auf der Arbeit so unwohl fühle und deswegen so angespannt bin, dass ich eben nicht mehr frei von der Leber weg spreche. Und dann kommen halbe Sätze, Gestotter oder ich vergesse mitten im Satz, wie es weiter gehen soll. Als Kind hatte ich übrigens eine Sprachstörung und musste regelmäßig zum Logopäden. Vermutlich kommt daher auch der Wunsch sich korrekt und eloquent auszudrücken. Ich habe heute noch das Gefühl, dass meine Zunge mir oft im Weg ist, weil sie zu groß ist.
Und beim Schreiben habe ich kein direktes Gegenüber. Da fallen ganz viele Faktoren weg, die mich zusätzlich noch durcheinander bringen. Augenkontakt, was heißt dieses Grinsen, wie ist diese Reaktion zu deuten, was ist, wenn ich mich wieder so blöd ausdrücke, wie kommt das Gesagte an, was verrät das über mich…. Das Schreiben mache ich erstmal für mich selbst, um mich und meine Gedanken auszudrücken.

3. Was wollt ihr euren Lesern nahebringen, was liegt euch am Herzen?

Durch andere Blogs habe ich gelernt, dass man diesen Satz niemals sagen darf, wenn man erfolgreich sein möchte, und schon gar nicht, wenn man (beruflich) mit Marketing zu tun hat, aber ich mache mir um meine Leser keine allzugroßen Gedanken. Ich habe keine definierte Zielgruppe und wundere mich selbst, dass es andere interessiert, was ich so von mir gebe. Aber andererseits biete ich auch kein Produkt an und will nichts verkaufen. Wie also soll ich da Erfolg messen?! Ich freue mich über Feedback, weil es mir neue Anreize gibt und Inspirationen gib und manchmal auch das Gefühl von „So verrückt bist du gar nicht!“
Wenn ich jetzt aber eine Botschaft nennen muss, die ich anderen vermitteln möchte, dann sowas wie:

  • Urteilt nicht so schnell über andere. Ihr wisst nicht, was der andere gerade durch macht.
  • Jeder geht seinen Weg und nutzt die Mittel, die er zur Verfügung hat und das ist vollkommen in Ordnung. Was für dich lächerlich ist, ist für mich eine große Leistung und umgekehrt.
  • Jeder darf und soll genau so sein wie sie/er ist und das Leben führen, dass sie oder ihn glücklich macht. Solange dabei niemand anderer zu Schaden kommt.
  • Ich wünsche mir einfach viel mehr Mitgefühl auf der Welt.

4. Seid ihr offen oder mehr verschlossen und würdet ihr das gerne ändern, oder seid ihr zufrieden damit, wie ihr seid?

Die Frage finde ich tatsächlich schwierig. Der erste Impuls in mir sagt immer verschlossen, aber andererseits teile ich mich schon gerne mit und das möglichst mit vielen Details. Und ich bin dann teilweise zu den falschen Leuten sehr schnell sehr offen, was ich dann wieder bereue.
In dem Fall stecke ich mich selbst in keine Schublade, sondern sage mir einfach, ich bin eben, wie ich bin. Aber ich möchte noch mehr auf mein Bauchgefühl hören, wem ich wirklich vertrauen kann.
Früher habe ich mich schon fast geehrt gefühlt, wenn ich mit Leuten zu tun hatte, die ich warum auch immer als über mir stehend angesehen habe.

5. Was ist euer momentan größtes Ziel? Habt ihr eine Vision?

Ich habe das Gefühl, dass ich mittlerweile auf einem ganz guten Weg bin und dabei haben mir viele Leute geholfen. Wahrscheinlich wissen einige nicht mal wie sehr. Das möchte ich so gerne weitergeben. Nur auf welche Weise weiß ich noch nicht. Yogalehrer, Reiki, ein Ehrenamt… Vielleicht gibt es da auch noch irgendwas, was ich noch gar nicht auf dem Schirm habe. Es muss auf jeden Fall mit Herz sein

6. Welche Schritte wählt ihr als Zwischenschritte, auf dem Weg zum Großen Ziel?

Im kleinen werde ich eine bessere Freundin, Tochter, Schwester, Kollegin sein. So wie es in meinen Möglichkeiten ist, aber auch so, dass ich selbst sagen kann, mit jemandem wie mir wäre ich gerne befreundet.
Und was Yoga angeht… erstmal komme ich wieder in eine regelmäßige Praxis, besuche wieder Workshops…. Ich gehe meinen Weg weiter und das richtige, wird sich im passenden Moment zeigen. Ich versuche möglichst offen dafür zu sein.

7. Reflektiert ihr euch häufig? Was haltet ihr von Selbstreflexion?

Ich bin sehr selbst reflektiert und kann mich auch gar nicht daran erinnern, dass es jemals anders war. Wenn ich das nicht öfters von andern hören würde, wäre es mir selbst vermutlich nicht bewusst. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht zu streng mit mir selbst bin. Dann stelle ich mir die Frage, was ich zu einer Freundin sagen würde. Das hilft ganz gut.

8. Woran verzweifelt ihr?

  • An mir selbst.
  • An meinen Katzen, die ich so gerne auf hochwertiges Futter umstellen würde, aber sie lieber ihren Schrott und Trockenfutter haben wollen.
  • Häufig an meinen Eltern
  • An Menschen, die sich selbst nicht reflektieren
  • An Kopfmenschen

9. Was macht euch Mut?

Dass ich nicht alleine bin, sondern dass es Menschen gibt, denen ich auch beim zehnten Mal noch das gleiche vorjammern kann, dass es Menschen gibt, denen es genau so, oder schlimmer geht (nicht im Sinne von, ich bin besser, sondern einfach, ich bin nicht allein!), dass es Menschen gibt, die immer wieder neue Impulse geben.
Dass es irgendwie immer weiter geht. So schlimm es auch sein mag, auch eine dunkle Stunde hat 60 Minuten. Und am Ende wird alles gut.

10. Belohnt ihr euch manchmal selbst und wie praktiziert ihr dies?

Oh ja! Vor allem, hat es mit Bewusstsein oder Achtsamkeit zu tun. Das kann ein Bad sein, dass ich mir eben gönne und nicht mal eben so mache, oder ein neues Paar Schuhe oder ein Stückchen Kuchen. Eine Belohnung kann für mich aber auch nichts tun sein. Also mal alles stehen und liegen lassen und einfach nur für mich sein und aus dem Fenster gucken.

Wow, liebes Fräulein, die Fragen haben es wirklich in sich, aber du hast recht, man sollte sich auch diesen Fragen beizeiten immer wieder stellen.

Meine Fragen an euch:

  1. Was mögt ihr an euch selbst und warum?
  2. Was mögt ihr nicht und wie hättet ihr es stattdessen lieber?
  3. Hättet ihr euch selbst gerne als Freund?
  4. Worauf seid ihr stolz?
  5. Was bringt euch immer wieder zum lachen?
  6. Was ist für euch schlimmer – unter vielen Menschen z.B. auf einer Party zu sein oder alleine zu Hause zu bleiben?
  7. Worauf hört ihr eher auf euer Herz oder euren Verstand?
  8. Was ist euer momentan größtes Ziel? Habt ihr eine Vision? (Die Frage finde ich so gut, dass ich sie übernehmen möchte.)
  9. Stellt euch vor ihr hättet Geld zur Verfügung und müsstet neu anfangen – was kauft ihr euch zuerst?
  10. Gummibärchen, Schokolade oder Chips?

Das sind Fragen mit denen ich mich im Moment immer wieder beschäftige, oder die ich durch blogs, soziale Medien usw. gestoßen bin und die bei mir hängen geblieben sind. Ich habe mir bewusst eher die positiven Fragen ausgesucht, nur bei den Schwächen könnte ich nicht widerstehen. Wie andere Leute sich sehen und selbst einschätzen, finde ich einfach immer wieder spannend.

Here are the nomenees:

wortgeflumselkritzelkram

Es Marinsche kocht

personal monastery

miasraum

mein achtsames leben

Regenbogen und Freudentränen

wortgerinnsel ich weiß, du musst schon wieder ran. 😉

Und wer sonst noch Lust hat. 🙂 WEnn ihr mir eure Antworten verlinkt, schaue ich es mir gerne an.

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19 Kommentare zu „Liebster Blog Award

Gib deinen ab

  1. Das sind ganz tolle Antworten:-) Finde es sehr schön, dass du auch so ausführlich geantwortet hast:-) Hat echt Spaß gemacht es zu lesen:-)
    Danke für die Nominierung:-) Mache gerne mit:-) Werde es aber erst in der nächsten Woche schaffen.Hoffe das ist ok für dich.
    Liebste Abendgrüße
    Mia

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebstes Trienchen (Witzigerweise nenne ich das Elfenmädchen oft Trienchen 🙂 ) – ganz lieben Dank für die Nominierung – ich freue mich sehr. Und spannende Fragen hast du beantwortet und dir selber auch ausgedacht. Da werde ich mich mal vertiefen und irgendwann einen Beitrag dazu schreiben 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. Man kann gar nicht sagen, was man für eine Botschaft hat. Sobald man das als Werbender tut, wird die Botschaft nämlich wieder zum Slogan für eine andere Botschaft. Und das geht bis in alle Ewigkeit weiter. So gesehen gibt es keine Botschaft. Aber Authentizität ist etwas, was die Zielgruppe Blogleser zu schätzen weiß. 😉
    Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Geschichte weitergeht. 🙂

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