Projekt 52 (21)

​Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – zum Großteil auch viel länger als ich und heute bei ihrem Bild 52 angekommen.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

Diese Woche zeige ich euch meine ganz frische Lotusblume. Gerade einen Tag ist sie alt und ich bin ganz begeistert und gespannt, wie es aussieht, wenn alles verheilt ist. Die Lotusblüte ist für mich ja sowas wie die Mädchenversion des Phönixes. Sie muss erst durch den Schlamm wachsen, bevor sie so wunderschön blühen kann. Ich wollte ja schon lange eine Lotusblüte, aber es hat nie besser gepasst als jetzt! Als ich Anfang der Woche den Termin ausmachen wollte und es hieß, Samstag ist ein Termin frei, habe ich mich riesig gefreut. Ich glaube, das war ein Zeichen, dass genau passend jemand absagt. Ich war total entspannt und eigentlich überhaupt nicht aufgeregt. Außerdem ist es das die dritte Tätowierung, aber die erste bei der ich genau sehen konnte, was passiert. Das war total faszinierend! Und die Farben sind sooo schön. Das Ganze wird schön zart und filigran.Der einzige Nachteil, den ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, ist, dass ich erstmal keinen Sport machen darf. Aber schauen wir mal, wie es abheilt. 

Ansonsten war diese Woche noch geprägt von der neuen, alten Arbeit. Es nerven zwar die gleichen Kollegen, die früher schon genervt haben, aber egal. Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse. Und ich habe eine neue Kollegin, die meine alte Stelle übernimmt. Wenn ich sehe, womit sie sich rumschlagen muss, bin ich erst recht froh, wie das alles letztendlich gekommen ist. Sie ist erst seit einem Monat da, und noch sehr vorsichtig und zurückhaltend. Eine Freundin und Kollegin hat mal zu mir gesagt (okay, es war im Streit, aber manchmal sagt man gerade da die Wahrheit), ich wäre ein totales Mäuschen und so hätte sie mich kennengelernt. Das hat mir unheimlich wehgetan und geht mir auch nach fast einem Jahr immer noch nicht aus dem Kopf. Wenn ich jetzt die neue Kollegin erlebe, muss ich erst recht daran denken. Ich hoffe, ich war nicht so. Sie wird von allen für eine Azubine gehalten. Ich bin 33 Jahre alt und auch wenn ich jünger aussehe, will ich als erwachsen wahrgenommen werden und wenn man so übervorsichtig ist und auch so leise spricht ist das natürlich schwierig. Andererseits finde ich mich selbst gemein, wenn ich so denke, weil ich es eigentlich viel besser und sympathischer finde, erstmal zu schauen, wenn man neu ist, anstatt direkt so zu tun, als wüsste man alles besser. Und vielleicht ist es auch für sie seltsam mit mir zu arbeiten. Ich hatte ihre Stelle und auch wenn ich jetzt nach ihr gekommen bin, bin ich eben keine Neue. Mal schauen, wie das noch wird. 

Donnerstag war ich im Kino. Shades of Grey. Eigentlich wollte ich den Film überhaupt nicht sehen, weil der erste Teil so unglaublich langweilig war. Und außerdem mag ich überhaupt kein Kino. Ich finde es fürchterlich mit so vielen Menschen „eingesperrt“ zu sein und ich kann dem Film gar nicht folgen, wenn so viel um mich herum passiert. Das ist leider der Nachteil vieler Introvertierten, di oft auch hochsensibel sind. (Ich habe mal einen Test zur Hochsensibilität gemacht und hatte 30 von 40 Punkten.) Ich höre eben auch, was die Leute um mich herum reden, welche Geräusche sie von sich gehen, ob sie gerade an ihrem Handy rumspielen usw. Und das ist ganz schön anstrengend für mich. Aber meiner Freundin zuliebe bin ich mitgegangen. Und war tatsächlich überrascht. Denn es macht mir gar nicht mehr so viel aus wie früher. Ich habe zwar trotzdem viel aufgenommen und war nachher so aufgedreht, dass ich bis halb 2 wach war – richtig super, wenn morgens um 6 der Wecker klingelt – aber ich habe es scheinbar anders bewertet. Und auch der Film war besser als erwartet. Gut, Shades of Grey ist einfach eine totale Schnulze und nicht diese SM-Geschichte, die seltsamerweise im Vordergrund steht. Und der Soundtrack ist toll.Was mich erschreckt ist wie viele Frauen drauf sind… „Christian Grey ist total sexy!“ Und bevor ich meinen Gedanken zu Ende führen kann, dass der Schauspieler optisch jetzt nicht so mein Fall ist und auch die Geschichte der Figur Christian Grey eher schwierig ist, kommt das Argument, bei dem ich nicht weiß, ob ich brechen, Amok laufen oder mich schämen möchte eine Frau zu sein. „Der ist so reich!“ Ähm ja. Aber das ist ein psychisch kranker Sadist, der gerne Frauen quält, die wie seine Mutter aussehen. Ist das egal, so lange er dir ein protziges Auto schenkt? Er spricht nicht über sich selbst und seine Geschichte, will aber andersrum alles wissen. Egal, wenn man mal eben über den halben Kontinent jettet? Er will alles bestimmen und mischt sich in alle Belange der Frau ein – wo und mit wem sie arbeitet, was sie anzieht, was sie isst… Vollkommen egal, solange es teuer ist und er zahlt? Ich weiß nicht, ob ich mich aufregen soll, oder ob mir diese Frauen leidtun. Ich empfinde beides. Na ja, ich werde die Frauenwelt nicht ändern, aber vielleicht bin ich deswegen alleine… ich will jemanden, der mein Leben bereichert und nicht jemanden, der mich einschränkt. 

Aber erstmal genieße ich einen faulen Sonntag und wünsche euch einen guten Start in die Woche!

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6 Kommentare zu „Projekt 52 (21)

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