B2Run

Man sagt doch, dass Laufen Endorphine freisetzt – das Runner´s High. Hat das schon mal jemand von euch erlebt? Ich ja nicht… Das erste Mal joggen, musste ich mit meiner Mutter. Ja, ich MUSSTE. Einer ihrer Versuche mich dünn zu bekommen. Daraufhin habe ich mich jahrelang geweigert meine Geschwindigkeit mehr als nötig zu erhöhen!

Und jetzt?

Ich habe mich dazu überreden lassen, im Mai beim Firmenlauf mitzulaufen. Wie fürchterlich! Ich war doch schon ewig nicht mehr laufen und selbst in meinem „trainiertem“ Zustand, habe ich nicht mehr als 2 km am Stück geschafft. Und jetzt 6?! Bis Mai?! Der Knackpunkt ist, dass ich mittlerweile überhaupt keine Kondition mehr habe, meine malträtierten Bänder in den Knöcheln wieder schmerzen und ich einfach schwer(fälliger) bin. Und das geht mir ziemlich auf die Nerven. Außerdem ist Ausdauersport gut fürs Herz und das kann ich besonders mit meinem hohen Blutdruck gut gebrauchen. Zur Vorbereitung wird ein „Trainingscamp“ über 12 Wochen angeboten. Einmal die Woche wird gemeinsam trainiert und zusätzlich soll man  zwei Mal für sich laufen. Als Anfänger wechselt man natürlich zwischen Laufen und Gehen. So habe ich bereits zwei Mal angefangen, aber es eben nie besonders lange durchgehalten. Ein Kollege appellierte an mein schlechtes Gewissen und dann kam die nächste und hat mich mit ihrer Verschwesterungsaktion bekommen. Wir leiden gemeinsam, wir laufen gemeinsam und dann machen wir die 6 km. Am Samstag geht sie sogar mit mir Sportklamotten und Schuhe kaufen. Ich habe ja nichts mehr und vor Kollegen in meinen Yogaleggings rumhopsen muss ja auch nicht unbedingt sein. Und Schuhe brauche ich auch noch. Okay, es gibt Schlimmeres als Schuhe kaufen, aber irgendwie…. mir macht das Angst. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe! Da merkt man, dass ich meinem Körper nicht traue. Der Gedanke, was das für eine schöne Gelegenheit ist und wie toll es ist, dass jemand das mit mir zusammen durchstehen möchte, kommt gar nicht. Ich habe Angst, dass mir meine Schwäche wieder bewusst wird und ich weiß nicht, ob ich das durchstehe. Und das dann auch noch vor Arbeitskollegen. Puuuh, aber ich habe mich angemeldet! Ich war ja sogar schon mal angemeldet und habe mich kurz vorher doch wieder abgemeldet, weil ich es mir doch nicht zugetraut habe. Mal schauen, was das noch bringt.

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11 Kommentare

  1. Ich habe auch gerade erst wieder mit dem Sport und dem Laufen angefangen. Das war eine echte Qual. Aber glaub mir: nach ein paar Tagen oder Wochen Quälerei wird es irgendwann zu einem Selbstläufer (haha!). Wichtig ist: zu Beginn nicht übertreiben! Grenzen ausloten und überschreiten ist wichtig, aber nicht gleich zu Anfang. Lote aus, was sich gut anfühlt, und teste dann, wie weit du darüber hinaus gehen kannst.

    Du packst das! 🙂

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  2. Ich mag so ziemlich jeden Sport – außer dem Laufen. Das krieg ich höchstens auf dem Laufband hin, da klappt die Atmung besser. Draußen ist nach 800 Metern Schluss. Und ich bin mir sicher da draußen gibt es noch mehr von mir und vielleicht machen die auch mit. Ich finde es sollte dir Spaß machen, ein bisschen Überwindung ist auch nicht verkehrt – aber kein Zwang. Hauptsache du bist selbst stolz auf dich! Immerhin hast du schon genug negative Assoziationen zum Joggen.

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  3. Ich laufe ja sehr gern – bin „früher“ auch Marathon gelaufen und habe jetzt gerade wieder angefangen – gemächlich und ohne Wettkampfplanung.
    Für mich ist Laufen toll, großartig, wundervoll; und ich habe mich währenddessen noch keine Sekunde gelangweilt. Aber ich würde es nur denen empfehlen, denen es auch wirklich Spaß macht.
    Vielleicht ist es aber ok, es mal auszuprobieren, gemeinsam mit den Kollegen und vielleicht kommt „der Appetit beim Essen“. Andererseits – wenn es für Dich wirklich nur eine Qual ist (und nicht Deine Angst etwas entgegensteht, was Dir wirklich Spaß machen würde), dann halte ich es eher für mutig, die Sache abzusagen.
    Aber ich hoffe natürlich für Dich, dass Du den Spaß noch findest 😉
    Läuferinnengrüße von Agnes

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  4. Ganz klar dranbleiben! Die Muskeln und Sehnen müssen sich erst an die neue Belastung gewöhnen. Das ist ein Prozess der sich langsam aufbaut. Das schlimmste sind die ersten Wochen, die Traininingseinheiten fallen schwer aus und nach dem Training ist die Luft völlig raus. Die größten Muskeln sind aber nunmal in den Beinen und deshalb sollte man auch ein großen Fokus darauf setzen. Kämpf dich durch die ersten Wochen (auch wenn es mal nicht nach einer Leistungsteigerung aussieht), du wirst danach aber schnell Erfolge sehen.

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  5. Ich joggen wie die Pest, hab es mir 19 abgewöhnt. Nach lange ablehnender Haltung gegenüber Nordic Walking bin dann doch da gelandet und finde es fantastisch. Ist auch hervorragend fürs Herz und schon die Bänder 😉 Ist auch gut in der Verbindung mit Yoga, finde ich zumindest. (Nur um dir was alternatives vorzuschlagen.) 🙂

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  6. Pingback: Erstes Lauftrainig | colours & darkness

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