Was stimmt denn nicht?

Ich kriege es einfach nicht hin. Mir ist zum heulen, aber ich kann einfach nicht. Seit Wochen kein Yoga, keine Bewegung (außer auf der Arbeit, den Lauferei um Unterschriften einzusammeln), eine fürchterliche Ernährung… ich meine, es geht in erster Linie nicht mal um die Menge, aber vor allem mal was anständiges.

Ich bin nur noch müde und gleichzeitig angespannt. Aber schlafen kann ich dann trotzdem nicht. Ich bin alle paar Stunden wach und kann nicht mehr einschlafen. Morgens komme ich nicht aus dem Bett und schleppe mich durch den Tag.

Yoga ist meine große Leidenschaft und hat mir bereits unfassbar geholfen. Dass ich selbst das nicht mehr mit Herzblut verfolge, macht mir große Angst. Ich bin doch selbst noch zu Zeiten mit Abendschule und Messen, mindestens zwei Mal die Woche ins Studio gegangen und sonst habe ich zu Hause noch was gemacht. Morgens freue ich mich richtig zum Yoga zu gehen  und abends will ich nur noch ins Bett. Aber ich hab ja nicht mal eins. Das frustriert so! Der ganze Spaß, das Gefühl, dass das meine Therapie ist, die Freude, die anderen Yogahasen zu treffen, usw. Das ist alles weg…. Und das tut mir im Herzen weh, aber ich habe trotzdem einfach keine Energie mehr. Ich fühle mich so ausgelaugt und sehe aber noch gar kein Ende. Mit meiner Wohnung geht es ja jetzt erst so richtig los. Und ich bin gerade erst seit einem Monat wieder im Unternehmen, in der Probezeit und kann mir da ja auch keinen Durchhänger leisten.

Dazu kommt noch, dass ich in der nächsten Woche meinen Arzttermin habe und der Plan war ja, dass ich dann auch meine Antidepressiva absetze. Kann ich das? Schaffe ich es ohne? Andererseits ist die Dosis schon fast homöopatisch und eigentlich war ich ja auch so überzeugt, dass ich viel stärker geworden bin. Es ist echt zum heulen.

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20 Kommentare

  1. Das tut mir leid für dich:-( Kann das aber gerade gut nachvollziehen. Mir ist es gerade auch irgendwie zuviel und schlafen geht auch nur halb oder gar nicht. Heute war ich auch beim Arzt bezüglich eines Schlafmedikaments. Wollte eigentlich auch nichts mehr nehmen. Ich schiebe es gerade mal auf das graue Wetter und hoffe, dass es gerade nur so eine Phase ist. Das wünsche ich dir auch. Vielleicht wird es besser, wenn die Sonne mal öfters kommt. Das soll doch angeblich motivieren:-)

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  2. Es ist einfach zu viel. Du bildest Dir nix ein, es ist einfach so. Du hast viel durchgemacht, irrsinnig viele Veränderungen auf einmal plus den gewollten Jobwechsel. Das ist viel. Das schlaucht jeden. Vielleicht behälst Du Dein Antidepressivum erstmal. Bis Du wieder durchatmen kannst. Schau, dass Du Dir ruhige Auszeiten suchst. Wenn der Körper müde ist, dann will auch die Seele meist Ruhe. Dazu kommt dieser gefühlte Stillstand beim Übergang vom Winter zum Frühling. Hier ist es mal fast sommerlich warm, dann stürmt es und Schnee hatten wir jetzt auch schon wieder (blieb zum Glück nicht). Das ist auch anstrengend. Was ich sagen will, nicht zu viel nachdenken, ausruhen, die Motivation kommt wieder.

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  3. Ich wünsche dir genug Kraft, dass du dir deine Kräfte ehrlich einteilen kannst. Ja, das ist nicht einfach, aber wie schon Ilaina sagte, wenn der Körper und der Geist nach Erholung rufen, dann sollte man darauf hören.

    Vielleicht suchst du dir ein paar entspannende Yoga-Übungen für den Abend aus, manchmal tun es schon 10 Minuten. Und wenn man das zum abendlichen Ritual macht, hat man schon einen Ruhepol am Tag.

    Ich hoffe und wünsche, du findest etwas passendes 🙂

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  4. Ach, Trienchen, …. ich glaube auch, dass es viel ist. Gestehe dir zu, dass es so ist. Und ich glaube, je mehr du dich unter Druck setzt, um so schlimmer wird es. Versuche, zur Ruhe zu kommen und auf deinen Bauch zu hören – was tut DIR gut – was brauchst DU? Und dann schaust du, in wie weit du das umsetzen kannst oder möchstest – in aller Ruhe und ohne Stress. Ich drück dich mal ganz feste

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  5. Winzige Schritt machen: Eine einzelne Yogaübung. Jetzt gleich. Und wenn es nur eine Atemübung ist. Und morgen früh noch eine. Das sind dann schon zwei mehr als gar keine! Und beim Essen genauso: mit einem Stück Gemüse oder Obst anfangen. Alles auf einmal schaffen braucht immense Kraft – und die sofort. Langsame Veränderung braucht vielleicht insgesamt sogar mehr Kraft, aber in überschaubaren Portionen. Finde die „Häppchengröße“, die passt!

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  6. Ich habe während einer Reha eine Sporttherapeutin kennengelernt, die uns sagte: jeder Schritt ist effektiv, auch der allerkleinste. wenn man meint, man kann heute nicht joggen, dann muß man sich nicht zwingen, man muß aber statt dessen auch nicht frustriert gar nichts machen und dann ein schlechtes Gewissen haben. Man kann auch einmal um den Block spazieren gehen. Und wenn auch das nicht geht, macht man 10 Kniebeugen. Oder 5. Oder 3. Ihre Kernaussage war, jede Art und auch die kleinste Menge von Bewegung (oder Obst. Oder was auch immer) bringt etwas. Und wenn man dann seine 3 Kniebeugen gemacht hat, soll man kein schlechtes Gewissen haben, weil es nicht mehr waren.
    Die junge Frau hat mich wirklich schwer beeindruckt damals

    Gefällt 1 Person

  7. Pingback: Einfach mal auf Bedürfnisse hören | colours & darkness

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