Einfach mal auf Bedürfnisse hören

Als allererstes möchte ich mich bei euch für eure vielen Ratschläge und guten Worte zu meinem Beitrag Was stimmt denn nicht bedanken. Ich habe viel darüber nachgedacht und ja, ich mute mir selbst ganz schön viel zu und bin dann enttäuscht und sauer auf mich selbst, wenn ich nicht alles schaffe. Aber es geht nicht immer um die großen Leistungen. Und wenn gerade nicht viel geht, dann muss ich mir das selbst so gestatten. Ihr habt mich sogar dazu gebracht, dass ich morgens und abends ein paar Sonnengrüße mache. Ich! Morgens! Vor der Arbeit! Nur gestern Abend habe ich es weggelassen, weil ich 12 Stunden im Büro saß und dann einfach komplett durch war. Und das ist dann auch okay so. Und für die Arbeit bereite ich mir ein bisschen Gemüse vor und packe eine Banane und einen Apfel ein. Ich esse immer noch viel zu viele Süßigkeiten, aber eben auch was vernünftiges.

Letztens habe ich geheult, weil ich verpasst habe eine Kaffeemaschine zu bestellen solange der Einführungspreis noch galt. Nicht weil ich nicht daran gedacht hätte, sondern weil ich mich nicht für eine Farbe entscheiden konnte. Und jetzt kostet genau die gleiche Maschine einfach mal 30 € mehr! Das hat mich so aufgeregt! Das muss doch nicht sein. Ich hab genug zu tun und solange man keine Küche und generell keine Möbel hat, hat eine Kaffeemaschine nun mal nicht unbedingt Priorität. Ich glaube, das ist die Lektion, die ich gerade lernen muss. Dass ich meine Kräfte einteilen und mir auch Pausen gönnen muss. Und das muss auch möglich sein, wenn ich in dem Moment Freunden absagen muss. Aber ich kann gar keine gute Freundin sein und wirklich anderen helfen, wenn ich selbst so am Limit stehe. Mal schauen, ob ich das auch durchsetzen kann. Oder wie eine von meinen Yogahase es sagte: „Du weißt schon, dass du auch dich wählen darfst?“

Heute war ich eigentlich mit einer Arbeitskollegin zum Laufen verabredet. Obwohl das eigentliche Training ja erst am Mittwoch beginnt. Keine Ahnung, warum ich mich dazu habe überreden lassen. Ich denke immer, dass ich so dankbar dafür sein muss, dass andere Zeit mit mir verbringen wollen, und ich sie auf keinen Fall vor den Kopf stoßen darf. Und schon während ich das schreibe, weiß ich genau, wie bescheuert das ist.

Jedenfalls war ich sehr dankbar dafür, dass sie abgesagt hat und ich es dann nicht mehr musste. So gespannt ich auch darauf bin zu laufen, will ich mir davon nicht mein Leben diktieren lassen und heute hatte ich einfach keine Lust. Ich habe heute relativ lange geschlafen, hab dann ganz gemütlich gemacht und bin in meine Wohnung gefahren. Am Montag habe ich einen Tag frei, den ich damit verbringen möchte mit meinen Geschwistern zum großen Schwedenhaus zu fahren. Dafür muss ich aber erst mein Schlafzimmer ausmessen. Ich war zwar in meiner Wohnung, aber was hatte ich nicht dabei? Einen Zollstock! Also ist das Ausmessen auf morgen verschoben. Dafür war ich dann im Garten und habe gemütlich die Sonne genossen. Und dann nochmal auf die Couch und eine Runde geschlafen. Und jetzt fühle ich mich super und freue mich schon darauf heute ein bisschen mehr als die bisherigen 6 Sonnengrüße zu machen. Und morgen gehe ich auch nochmal nur danach wonach mir ist. Nur Ausmessen muss auf jeden Fall sein – dann mit Zollstock!

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