Projekt 52 (24)

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

Heute zeige ich euch meine Füße. Sicher nicht besonders schön, aber vor allem klein. Ich habe nämlich nur Schuhgröße 36 und werde auch immer wieder darauf angesprochen. Na ja, ich sag ja gerne, das ist wie mit den Hummeln. Die wissen auch nicht, dass sie eigentlich nicht fliegen können und machen es einfach. Meine Füße wissen auch nicht, dass sie mich eigentlich nicht tragen können und machen es dann einfach. Finde ich natürlich gut. Und die Fußnägel haben bei mir immer Farbe. Wenn alles andere schlicht ist, ist wenigstens unter der Oberfläche Party angesagt.

Ich stehe übrigens auf meiner Yogamatte, weil ich tatsächlich jeden Morgen ein paar Sonnengrüße mache. Es hilft total morgens in Schwung zu kommen und mittlerweile kann ich die Leute, die morgens Laufen usw. doch ein bisschen verstehen. Aber aus mir wird vermutlich trotz alledem kein Frühaufsteher. Ich liebe diese Matte, weil sie einfach so schön ist und direkt gute Laune macht. Nach gelb ist orange die Farbe, die ich überhaupt nicht leiden kann, aber in dieser Matte passt es einfach. Und das besondere ist, dass es eine Hybridmatte ist. Sie ist mit Mikrofaser, so dass ich mit meinen Schwitzefüßen und -händen kein bisschen rutsche.

In dieser Woche habe ich meine Küche planen lassen. Da werden Fragen gestellt, über die ich niemals nachgedacht habe. Will ich die Arbeitsplatte gerade oder abgerundet? Was ist meine bevorzugte Arbeitshöhe? Schubladen oder Auszüge? (Bis dato waren das für mich alles Schubladen!) Zum Glück ist meine Küche so klein, dass zumindest was die SChränke angeht, gar nicht so viel Auswahl geboten wird oder wie der Küchenberater sagte: „In diesem Raum kann  man sich nicht gerade austoben. Dafür haben Sie kurze Wege!“ Wo er Recht hat…. Aber gute zwei Stunden hat der Spaß dann schon gedauert.

Außerdem war mein Auto in der Werkstatt. Ich höre schon länger, dass am Auspuff etwas nicht stimmt. Schlappe 280 € hat der Spaß gekostet. Ich habe in dieses Auto schon mehr als den Anschaffungspreis rein gesteckt! Und im Moment rinnt das Geld nur so aus den Händen. Andererseits muss derjenige, der nichts mehr hat, natürlich auch viel kaufen. Und so geht es am Montag weiter. Aber ich freue mich auf den Tag mit meinen Geschwistern.

Ich bekomme jetzt doch eine Einarbeitung. Es gehen ja alle davon aus, dass ich das brauche und bei einigen Aufgaben bin ich tatsächlich einfach aufgeschmissen. Ich kann nicht jemanden direkt ersetzen, der dass seit 5 Jahren gemacht hat. Meine Kollegin hat mit unserem Chef darüber gesprochen und ich hatte ihr gegenüber ein fürchterlich schlechtes Gewissen. Denn sie kann das auch nicht alles auffangen und ich wäre ihr gerne eine größere Hilfe. Aber es gibt Aufgaben, die habe ich auch früher nie gemacht und jetzt muss ich mich da durchwurschteln und mir zusammenreimen, warum es gemacht wird, wie es gemacht wird. Deswegen freue ich mich, dass die „alte“ Kollegin und ich ein paar Tage bekommen, um Grundlegendes zu besprechen.

Diese Nacht habe ich wieder kaum geschlafen. Ich darf abends keine Filme sehen, die zu aufregend sind. Gestern lief „Nacht über Berlin“, der in den frühen 30er Jahren spielt. Also, wenn das wirklich auch nur annähernd so war, dann gruselt mich die jetztige Lage noch mehr. Man wählt die Katastrophe einfach  nur aus Unzufriedenheit und öffnet damit das Tor zur Hölle. Warum haben wir nicht daraus gelernt?

Wenn ich nicht schlafen kann, mache ich den Laptop an und schaue eine Folge „Grey`s Anatomy“. Das habe ich über Monate so gemacht. Aber jetzt bin ich durch. 12 Staffeln habe ich Folge um Folge mitgelebt und mitgefühlt und darüber in den Schlaf gefunden. Was mache ich denn jetzt? Gerade fühlt es sich ein bisschen verloren an, wie wenn man ein großartiges Buch zu Ende gelesen hat und dann ganz traurig ist. Andererseits ist jetzt natürlich Platz für neue Abenteuer!

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3 Kommentare zu „Projekt 52 (24)

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