Medis, Psyche, aktueller Stand

Heute Morgen war ich beim Arzt. Psychiater zu schreiben fällt mir immer noch schwer. Aber das ist er nun mal und ich gehe dahin, weil meine Psychologin keine Medikamente verschreiben darf. Ansonsten muss ich gestehen, dass ich keinen großen Mehrwert darin sehe, alles nochmal zu erzählen. Meine innere Stimme ist gelangweilt und sagt dann immer „Jaja, das weiß ich doch schon!“. Aber heute hatte ich den ersten Termin in diesem Jahr. Am 11.11. war ich zum letzten Mal da. Also habe ich von dem Brand erzählt, vom Jobwechsel und wie es mir gerade damit geht. Auch er war überrascht, dass ich nicht zurückgefallen bin, das würde eindeutig für meine Stärke und Gelassenheit sprechen, die ich gewonnen hätte. Und das stimmt. Auch wenn ich immer wieder Tage habe, an denen ich zweifel, an denen mir alles schwer fällt, es hat sich ein Grundgefühl eingestellt, dass es irgendwie schon laufen wird und dass ich es wieder hinkriege, wenn ich soweit bin. Das festigt sich alles hoffentlich noch, so dass auch die Katastrophentage weniger werden, und ich auch besser auf meine eigenen Bedürfnisse eingehen kann und diese auch verteidige, aber im Großen und Ganzen bin ich auf einem guten Weg.

Und dann kam die Frage nach den Medikamenten. „Was wünschen Sie sich?“ Keine Ahnung. Du bist der Arzt, du verschreibst, und ich soll mir was wünschen? Ich habe dann ehrlich gesagt, dass ich da unsicher bin und jetzt gerade einfach merke, dass meine Kräfte erschöpft sind. Allein in der letzten Nacht habe ich fast 11 Stunden geschlafen. Und mein Körper fühlt sich auch einfach an, wie nach einer langen, intensiven Sporteinheit. Und ich fürchte solange ich nicht endlich wieder meinen Freiraum habe, und dieser Organisationskram für die Möbel usw. vorbei ist, wird es auch nicht viel besser. Also haben wir eine ganz gut Lösung gefunden. Ich nehme die Antidepressiva weiter, bis ich wieder richtig in meine Wohnung eingezogen bin und da ich sowieso schon eine niedrige Dosis habe (10mg Citalopram, für diejenigen, denen das was sagt), nehme ich über 14 Tage nur jeden zweiten Tag eine Tablette, so dass der Spiegel langsam abfällt und nach diesen 14 Tagen lasse ich die Tabletten einfach weg und dann sehen wir mal, wie das so funktioniert. Mein nächster Termin ist Ende Juni und dann werden wir offen darüber sprechen, ob ich überhaupt noch kommen will oder ob wir das dann auch abschließen. Im Moment bin ich für abschließen, aber wer weiß, was bis Juni noch passiert also halte ich mir die Option auf jeden Fall offen.

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6 Kommentare zu „Medis, Psyche, aktueller Stand

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  1. Ein sehr kluger Psychiater, den du da hast. Und ja, du musst es wünschen, wollen, idealerweise auch wissen … Aber das weißt du ja selbst. Also wird deine Entscheidung wohl richtig sein. Ich wünsche dir weiter alles Gute. 🙂

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