„Was ist passiert?“

Heute hat unser Hausmeister mich tatsächlich gefragt, was passiert wäre, dass ich so zugenommen hätte. Ich wusste, wenn es überhaupt jemand anspricht, dann könne es nur von ihm kommen. Vor meiner Abnehmphase hat er mich schon mal gefragt, ob ich schwanger wäre. Da freut man sich…

Aber heute war ich nicht entsetzt oder beleidigt wie damals. Sondern eher erleichtert. Endlich spricht es jemand aus. Die Blicke sehe ich ja! Aber keiner traut sich etwas zu sagen. Das ist ja auch verständlich. Ich würde auch nicht zu anderen sowas sagen wie „Wow, du hast aber zugelegt! Was für eine Schande! Du hattest doch so schön abgenommen!“ Aber genau das werden viele denken. Außer Johann, der es auch direkt ausspricht. Gut, er milderte es direkt ab, in dem er sagte, er mochte mich schon immer und ich würde ihm sowohl in schlank als auch in korpulenter nehmen. Das sagt er zwar zu jeder, aber egal. Irgendwie bin ich froh, dass es einfach mal einer sagt.

Nur dass das mit der Bewegung gerade sooo schwer ist, frustriert mich. Ich bin aber auch einfach müde. Es ist nicht so, dass ich keinen Bock habe, ich bin einfach erschöpft und freue mich spätestens ab Feierabend auf mein Bett. Und Urlaub nehmen ist einfach bescheuert, weil ich noch in der Probezeit bin und solange ich bei meinen Eltern wohne, ist das auch kein Urlaub. Ach ja… alles nicht so einfach gerade.

Die Arbeit macht mich gerade auch nicht glücklich, aber ich glaube, das kommt eher aus einer generellen Unzufriedenheit. Also Ohren steif halten (heißt das so?), das Beste daraus machen und in einem Monat, sieht das alles schon anders aus.

 

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15 Kommentare zu „„Was ist passiert?“

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  1. Bewegung hilft. Ich bin selbst immer so überrascht davon, wenn ich eine Zeitlang aufgehört habe. Ja, es kostet erst mal eine Wahnsinns-Überwindung. Aber dann kriegt man die Energie auch gut zurück. Am Tag nach dem jumping fühle ich mich total energiegeladen (ich freu mich schon drauf, ich gehe am Mittwoch). Versuch doch mal, in der Mittagspause zehn, 20 Minuten raus zu gehen. Das wirkt schon oft Wunder *an die eigene Nase fass*

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  2. Das mache ich tatsächlich, wenn die Arbeit es zulässt. Alleine schon, weil die Sonne so schön ist. 🙂 Aber leider klappt es nicht immer.
    Oder ich mache morgens schon mal einige Sonnengrüße. Ich wurde hier ja überzeugt, dass jeder kleine Schritt besser als gar keiner ist. Und damit lebe ich gerade, bis es wieder mehr werden kann. 🙂

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  3. Liebe Trienchen,

    das wichtigste: mach Dich deswegen nicht verrückt! Wenn Du nicht kannst, dann kannst Du nicht. Und dann solltest Du das einfach mal so akzeptieren, für den Moment.
    Rubens hätte Dich geliebt. Wir haben heute auch noch falsche Schönheitsideale. Und ich finde, dass manche Frauen, wenn sie etwas molliger sind, gerade dadurch besonders gut aussehen.
    Außerdem: traue keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast. Inzwischen gibt es auch wieder belege darauf, dass ein Übergewicht (in Maßen) durchaus kein Killfaktor ist – im Gegenteil. Das, was Du in Deinen Selfies von Dir blicken lässt, sieht nicht nach ungesunder Fettleibigkeit aus.
    Du bist gut so wie Du bist. Gut gebrüllt, Löwe, aber versuche es einfach, Dich anzunehmen, wie Du gerade bist.

    Mit Deiner Krankheit, dem Wohnungsbrand und all den schwierigen Sachen hast Du nicht katapultiert, bist sogar weiter Deinen Weg gegangen. Schaffst es zur Arbeit. Das ist keine Selbstverständlichkeit und ich bewundere Dich dafür.

    Sei ganz herzlich gegrüsst
    Agnes

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    1. Vielen lieben Dank Agnes <3. Das rührt mich ja schon fast zu Tränen. Es ist ja nicht so, dass ich mich hässlich finde, es ist eher, dass ich eben schwerfälliger und schlaff geworden bin und das nervt mich. Ich glaube, wenn ich fitter wäre, wäre mir das Gewicht gar nicht soooo wichtig. Und ich verrate es jetzt einfach: Ich wiege bei 1,63cm fast 90kg. Ich hab nicht das Gefühl, dass das noch zu "in Maßen" zählt. 😉
      Liebste Grüße
      Trienchen 🙂

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  4. Wenn du möchtest, dass wir dich auf dein Gewicht ansprechen, sag es uns doch einfach. Wir stehen dann Gewehr bei Fuß. 😉
    Vielleicht denkt übrigens die eine Hälfte tatsächlich so, die andere Hälfte denkt sich gar nichts, weil es eben so ist und die dritte Hälfte denkt, dass es besser ist, nicht nachzufragen. Woher die dritte Hälfte kommt, weiß ich nicht, aber ich bin ja eh für den Blödsinn im Leben verantwortlich.
    Von daher: Viele kleine Schritte tun. Und den Körper belauschen. Der ist manchmal nämlich unerbittlich und hat seinen eigenen Kopf. Das frustriert nicht nur dich. 🙂

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      1. Mir geht das gerade so. Nach dem Umzug im November warten da so viele Dinge, die gemacht werden müssen, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll und am liebsten ins Bett will mit der Decke über dem Kopf.
        Zum Glück hilft mein Mann mir damit, das in Perspektive zu setzen.

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  5. Hab zufälligerweise gestern nacht darüber geschrieben. Es war für mich ein langer Weg über mehrere Jahre hin zu wieder mehr Bewegungsfreude und Aktivität. Mit aufs und abs. im Moment mache ich mehr denn je. Fühlt sich gut an. Also nur die Ruhe, da kommst Du auch Schritt für Schritt in die Richtung 🙂

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