Hilfe

Ich hatte gerade eine Fressattacke und jetzt ist mir schlecht.
Da es fast 20° sind und ich nur eine dicke Jacke besitze, habe ich andere bestellt. Eine in rosa. Meine Schwester sieht die und sagt nur „Hast du noch andere?“ Dann hat meine Mama die Jacke angezogen und es hieß „Die steht die besser als trienchen!“ Hallo? Ich stehe daneben? Fangen wir jetzt wieder damit an? „Wenn du schlanker wärst, könntest du auch schönere Sachen anziehen.“ Damit bin ich ja aufgewachsen. Wenn es hieß wie bekommen neue Klamotten hat meine Mutter mir mit Absicht hässliche Sachen gebracht, um mich zum Abnehmen zu kriegen. Das kam alles wieder hoch.
Dann lebe ich ja seid mittlerweile 3 Monaten bei meinen Eltern auf der Couch. Heute legt sich erstmal der Hund meiner Schwester in „mein Bett“! Und keiner sagt was! Ist klar, bin ich ja nur… Sie nimmt eine Zeitschrift von mir und macht sich drüber lustig.
Ich hab mich dann verzogen (so gut es eben geht) und höre wie meine Schwester sagt, dass sie sich nicht verabschiedet, weil ich ja jetzt rumzicken würde und sie hätte überhaupt nichts gemacht. Sie hätte ganz normal geredet… aber da könne man dann ja beleidigt spielen.
Das tut so weh. So kann sie über die die asozialen Kinder reden, die sie jeden Tag betreut, aber die eigene Schwester? Wann hat meine Familie den Respekt vor mir verloren? Hatten sie den überhaupt jemals?
Und ich wusste mir nicht anders zu helfen, als mich vollzufressen und jetzt habe ich immer noch so einen Druck und weiß nicht wohin damit.

Seit drei Monaten habe ich kein Zuhause, keine Privatsphäre. Hunde auf meinem Schlafplatz, alle grabbeln in meinen Sachen rum… Und wenn es heißt, ich will nach Hause, dann nur „Wir schaffen das schon!“ Es geht nicht ums schaffen. Ich kann alles schaffen, was ich will! Nur meine Familie wird das nie sehen.

Und immer schafft sie es alles einzureißen, was ich mir mühevoll aufbaue.

 

 

 

 

 

 

 

 

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24 Kommentare zu „Hilfe

Gib deinen ab

  1. Oh Liebes, das tut mir leid:-( Ich kenne sowas auch. Da gibt es sicherlich nicht den Ratschlag schlechthin, aber manchmal hilft es auch die Dinge nicht zu sehr an sich ranzulassen. Ich habe über die Jahre gelernt, dass ich mich launemäßig nicht von anderen beeinflussen lasse. Manchmal hilft es, denn die anderen kannst du nicht ändern, aber deinen eigenen Blickwinkel auf eine Situation und dann sieht sie schon ganz anders aus.

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      1. Funktioniert leider auch nicht immer😕Aber freut mich zu hören, dass es dir heute wieder etwas besser geht😊Kopf hoch ☺Jetzt ist erstmal Wochenende 😀Genieße die freien Tage 😊

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  2. Ohje, klingt nach tief sitzenden Wunden. Eher nichts, um „Gefällt mir“ zu sagen. Kann es vielleicht helfen, dass einmal zu besprechen? Klingt für mich jetzt so, als könnte es hilfreich sein, in einer ruhigen Minute einen Brief darüber zu schreiben. Derart emotionale Themen neigen im Gespräch zur Explosivität. Ich wünsche starke Nerven.

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    1. Ja, da spielten ganz viele alte Geschichten rein. Aber wenn ich das meiner Mutter sage, brechen bei ihr Wunden auf und sie schaltet in den Verteidigungsmodus. Da sind wir uns zu ähnlich. Deswegen ist der Brief vielleicht eine gute Idee.
      Mit meiner Schwester…. keine Ahnung. Sie entzieht sich dem, woimmer sie kann, deswegen weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll.

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  3. Ach man. Familie kann manchmal echt nervig sein und verletztend. Ich kenne auch sowas. Gehe damit aber immer recht locker um,da sie von mir irgendwann auch mal eins zu hören bekommen. Da rein,da wieder raus. Ich hoffe für euch,das deine Wohnverhältnisse bald wieder richtig sind und deine Wohnung bezugfertig ist…..Ansonsten lass dich nicht unterkriegen!!!!Ich drücke dich

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  4. Ach ja, das kenne ich auch. Meine Mutter hat mich wirklich geliebt, aber respektiert hat sie mich nicht. Für meine Schwester gilt das gleiche. Ich glaube, das ist in Familien nicht so einfach, schließlich kennt man sich zu lange und vielleicht auch zu gut. Ich wünsch dir ganz viel Kraft, dich über familiäre Respektlosigkeiten zu erheben. ❤

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      1. Böse Absicht nicht, aber doch Gedankenlosigkeit. Ich frage mich immer, warum man den Menschen, die man kennt nicht wenigstens so viel Respekt entgegen bringen kann, wie den Menschen, die neben einem im Bus sitzen.

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  5. Kopf hoch. Wann immer ich mir Klamotten meiner Mutter ausleihen wollte, hieß es: Ne, bitte nicht, dann sind die wieder so ausgeleiert
    😁 Mutterkomplexe oder so.
    Ohne Privatsphäre bekommt jeder die Krise, ich finde es krass, dass du das schon so lange aushältst.
    Familie – unser Segen und Graus.
    Ich drücke dich!

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    1. Ja so ähnlich kenne ich es eben auch. Oder so: „Mir ist das zu groß. Willst du das haben?“
      Als ich abgenommen hatte dann: „Deine Oberschenkel sind schlanker als meine“
      Aber eben traurig darüber.

      Ich halte es eben nur aus, weil ich immer wieder m

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    2. Ach, jetzt schaffe ich nicht mal ordentlich zu antworten. Ich schaffe es eben nur, weil ich mich ständig zurücknehme. Aber irgendwann hört es eben auf und der Punkt wurde gestern erreicht.

      Ich warte nur noch auf die neue Tür, denn der aktuellen Konstruktion traue ich nicht wirklich.

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    1. Ja, ich glaube so ähnlich ist das bei mir auch. Ich meine mich zurück nehmen zu müssen bis ich meine eigenen Bedürfnisse kaum noch wahrnehme. Und wenn ich dann vollgefressen bin, meldet sich z.B. mein Magen. Das ist dann viel besser greifbar.

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