12 Monate (3) – Wiedereinrichtung meiner Wohnung

An jedem letzten Sonntag im Monat gewähre ich euch einen Blick in mein Wohnzimmer. Alle bisherigen Beiträge findet ihr hier.

Herr Zeilenende hat das Projekt ins Leben gerufen, an dem sich viele Leute beteiligen und jeweils einen Gegenstand, Landschaft, Körperteile oder was auch immer über ein Jahr zu dokumentieren.

Um ehrlich zu sein hatte ich gehofft euch heute ein Bild präsentieren zu können, das endlich weniger Chaos zeigt. Da hatte ich auch noch gehofft, dass meine Möbel tatsächlich wide vorhergesehen im Zeitraum KW14 bis KW 16 kommen. Das hat leider nicht geklappt, also ist mein Impro-Wohnzimmer immer noch vorhanden. Aber es sind mehr Pflanzen dazu gekommen. Immerhin. Und für die Katzen der Kratzbaum, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommen an meinen Sessel zu gehen. Denn ja, da hinten in der Ecke, steht schon ein Sessel mit Fernseher gegenüber, wo ich abends sitze und ein bisschen häkle, während die Katzen auf dem Kratzbaum turnen.

Die Möbel, die für eine Freundin zwischengelagert waren sind raus und die Kisten unter die Treppe gewandert. Aber es ist aber eben immernoch alles provisorisch.

Zwischendurch war ich auch schon genervt. Ich stelle für andere Leute Möbel unter und letztendlich  sind die schneller fertig als ich. Hätte ich mir doch einfach Schwedenmöbel gekauft, dann hätte ich jetzt auch schon Möbel stehen! Da spricht die Ungeduld!

Dafür habe ich aber eine super Küche eingebaut bekommen und am Freitag kommen die Wohnizimmermöbel! Somit kann ich euch versprechen, dass es im nächsten Monat anders aussehen wird! Nur über das Chaos treffe ich lieber keine voreilige Aussage. 😉

So sah es bisher bei mir aus:

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März

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Februar

Wer sonst noch mitmacht, habe ich beim Zeilenende und seinem Ausblick abgeschaut:

Weitere Augenblicke für die Ewigkeit findet ihr bei (Verlinkungen erfolgen sukzessive):

Agnes dokumentiert die Baustelle der Groth-Gruppe am Berliner Mauerpark

Amerdale zeigt das Wohnzimmer

Arno von Rosen zeigt die Eiche in Nachbars Garten

Chris zeigt den Baum vor seinem Fenster

frauholle52 blickt auf ihre Terrasse

Frau Rebis begleitet ihren Baum

Gerda Kazakou nimmt uns mit in ihr Atelier

Impressions of Life blickt auf Balkon und Garten

Lovely Rita Flowermaid zeigt die Discotasche

lunarterminiert beobachtet ihren Schreibtisch

Meermond zeigt ihre Füße her

Mein Name sei MAMA nimmt uns mit unter den alten Kirschbaum

Mitzi Irsaj erinnert sich an den Ort, an dem 24 Olivenkerne im Münchner Rosengarten ruhen

Multicolorina rastet an einer Feldweg-Bank

Neues vom Schreibtisch zeigt den Park rund um die Reste des Garnisons-/Katharinenfriedhofs in Braunschweig

Petra Elsner zeigt die Bleiche am Döllnfließ

Random Randomsen hat einen geheimnisvollen Baum gewählt

rina.p macht einen Hofgang

Rubinkatze blickt über die Dächer Münchens

solera1847 nimmt uns mit auf die Gartenbaustelle

tallyshome zeigt ihr Wohnzimmer-Sofa

Ulli blickt in die Weite

Wili lässt uns auf und in ihren schmucken neuen Topf guckenWili lässt uns auf und in ihren schmucken neuen Topf gucken

wortgeflumselkritzelkram ist im Vorgarten

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Projekt 52 (32)

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

 

So langsam kann ich nachvollziehen, warum die Anderen zwischendurch schon fast genervt waren von diesem Projekt. Sich jede Woche selbst zu fotografieren kommt mir mittlerweile ziemlich langweilig vor. Also habe ich heute mal Snapchat bemüht. Und falls sich jemand fragt, was da trotzdem noch anders ist – die Brille fehlt. Aber nur fürs Bild, was meine Sehstärke angeht, gehöre ich leider eher zur Kategorie Maulwurf.

 

Ich danke allen, die sich meinen gestrigen Beitrag angeschaut haben, und ihre Gedanken dazu  mit mir geteilt haben. Mir war es ein großes Anliegen das rauszulassen. Und falls jemand beim Lesen etwas gedacht hat, wie „Jammer nicht so rum!“, dann danke ich demjenigen, dass er/sie sich verkniffen hat, das zu äußern.

Das super Wetter nutze ich jetzt, um den Geburtstag meines Papas im Garten zu feiern, deswegen fällt es heute etwas kurz aus.

Ich wünsche euch heute nicht nur Sonne vom blauen Himmel, sondern auch Sonne im Herzen!

Alles Liebe!

 

My story isn’t over yet

„Ein Semikolon repräsentiert einen Satz, den der Autor beenden könnte, aber sich dazu entschieden hat, es nicht zu tun. Dieser Autor bist du – und der Satz ist dein Leben.“

Ich liebe diese Botschaft.

Die Zeiten, zu denen ich darüber nachgedacht habe, tatsächlich den Punkt zu setzen, sind immer noch sehr nah bei mir. Also nicht, dass ich das noch als Option sehe, aber das Gefühl damals, die Hoffnungslosigkeit, die Leere, die Schwere. Als würde es nie wieder etwas anderes geben und als würde ich die Welt zu einem besseren Ort machen, wenn sie ohne mich auskommen würde.

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte anderen deutlich machen, wie sich sowas anfühlt, denn dann würden sie sich Sprüche wie „Du musst das positiv sehen und das beste daraus machen!“ hoffentlich sparen. Denn diese Sätze versetzen mir immer noch einen tiefen Stich ins Herz. Wenn ich das könnte, dann hätte ich keine Depressionen. Und hätte ich damals tatsächlich das (für mich) vermeintlich Beste aus der Situation gemacht, dann würde es mich jetzt nicht mehr geben.

Und das Traurige ist, dass ich das immer noch nicht traurig finden würde, sondern einfach nur als eine andere Option. Mein Leben wäre eben vorbei gewesen. Schade, aber mehr auch nicht. Und dieser Gedanke ist gruselig.

Wenn ich manchmal wieder beginne, mich mit Anderen zu vergleichen, dann kommt mir aber auch der Gedanke, dass ich mir damit selbst unrecht tue. Denn ich musste von ganz unten, kurz vor dem Ende wieder kehrt machen und mich durchkämpfen. Natürlich sind Andere da vermeintlich weiter, wenn diese Wendung bei ihnen nicht nötig war. Es ist nun mal ein Teil meiner Geschichte, und ich würde gerne noch viel offener damit umgehen können. Ich möchte z. B. nicht, dass mein Arbeitgeber weiß, dass es (mittlerweile zum Glück immer seltener) Tage gibt, an denen ich mich nicht zusammenreißen kann, an denen die Depri-Uschi stärker ist als ich. Und gleichzeitig würde ich es so gerne offen sagen können. Ich wollte sterben, mein größter Wunsch war es, einfach nicht mehr aufzuwachen, aber jetzt bin ich hier! Ich habe hart daran gearbeitet, während Andere damit beschäftigt waren, eine Familie zu gründen, Karriere zu machen, sich selbst zu verwirklichen oder vielleicht auch nur damit einfach vor sich hinzuleben. Und dann versteht ihr, warum ich so unglaublich stolz darauf bin, so lachen zu können, dass im Büro nebenan die Türen geschlossen werden. Oder warum es für mich so besonders ist, mein „OM“ beim Yoga schmettern zu können, ganz egal, ob die Anderen schon aufgehört haben oder nicht. Und dann würden hoffentlich viele Fragen gestellt, mit denen ich dazu beitragen kann, so viele Vorurteile und Missverständnisse vielleicht nicht zu beseitigen, aber zumindest zu verringern. Möglicherweise könnte ich sogar dazu beitragen, dass Verständnis und den Umgang mit depressiven, oder überhaupt psychisch kranken Menschen zu verbessern. Dass für viele so ein Spruch wie „Man muss sich einfach auch über Kleinigkeiten freuen!“ unglaublich tief verletzen kann. Denn das würden wir gerne – sehr gerne sogar! Und der Satz „Anderen geht es viel schlechter!“ ist eine ausgesprochene Bestätigung für mein sowieso schon negative Selbstbild. Denn ich weiß, dass es Anderen schlechter geht, dass ich mich zusammenreißen müsste, aber ich kann es einfach nicht!

Aber so mutig bin ich leider nicht. Zu groß ist die Angst auf Unverständnis zu stoßen. Selbst Freundschaften sind dadurch zerbrochen, weil Freunde nicht das Verständnis aufgebracht haben, oder weil ich eine zu große Belastung war. Wahrscheinlich beides. In depressiven Zeiten kann ich keine Freundin sein. Der Kampf ist zu anstrengend. Wer möchte das schon mitmachen? Vor allem immer wieder. Und noch mehr Vorwürfe „Egal, was man sagt, es hilft sowieso nichts!“ will ich auch nicht mehr hören. Ich habe mir das nicht ausgesucht, ich würde gerne einen Teil der Last abgeben, aber ich gebe mein Bestes. Wenn du den Weg nicht mit mir gehen kannst, verstehe ich das, aber bitte wirf ihn mir nicht vor und werfe mir nicht vor, ich würde nicht alles dafür tun, ihn weiter zu gehen.

Deswegen finde ich „The Semicolon Project“ so großartig. Das Semikolon ist ein schönes Zeichen für die Geschichte vieler psychisch kranker Menschen und doch offenbaren sie sich mit einem kleinen Tattoo oder dem Armband, zumindest an diejenigen, die es verstehen. Und dadurch, dass es an der Hand getragen wird, ist es eine Erinnerung da ist, dass es keine Schande ist, seine Hand auszustrecken und sich Hilfe zu suchen.

Falls das jemand liest, der psychisch krank ist oder das Gefühl hat, es könnte eine psychische Krankheit vorliegen: Ihr seid nicht allein, ihr müsst das nicht alleine durchstehen.

Infos gibt es zum Beispiel hier: http://www.depressionsliga.de/

Und mein ganz persönliches Angebot für alle, die es gerade oder irgendwann einmal gebrauchen können:

Wenn euch etwas auf der Seele liegt, was einfach mal gesagt werden muss, dann schreibt ihr. Ich sage nicht, dass ich helfen kann, dass ich Ratschläge habe oder die Last nehmen kann. Aber ich kann da sein und zuhören!

 

Freitagsfüller #2

  1. Keine Spur von Langeweile. 

  2.  Die Welt könnte mehr Empathie und Liebe vertragen.

  3.  Wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich zuerst eine große Eiche, die schon zarte hellgrüne Blätter hat und ich freue mich darauf, wenn alles richtig grün ist.

  4.  Der Schnupperkurs im Hula Dance am Montag war in dieser Woche bisher ein Highlight.

  5.  Im Gartencenter bin ich am liebsten jede Woche und gucke von vorne bis hinten alles durch. Wenn man traurig ist, muss man sich eine Blume kaufen, ist ein Leitspruch von meiner Mama und mir. Ich finde aber, wenn es einem gut geht, man verliebt ist, hunger hat, sich so lala fühlt oder super gut gelaunt, sind auch gut Gründe.

  6. Löwenzahnhonig muss ich unbedingt bald mal selber machen. Schon seit Jahren möchte ich das mal ausprobieren, aber Löwenzahn finden, wo nicht so viele Hunde unterwegs sind, ist gar nicht so einfach. 

  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Füße hochlegen und ein bisschen häkeln, morgen habe ich geplant, den Haushalt zu schmeißen und meine Dampfbügelstation zu testen und Sonntag möchte ich den Geburtstag meines Papas feiern. Wahrscheinlich sonnig im Garten!

Danke Barbara 🙂

Die Welt braucht Liebe – sing mit

Ich komme auch nicht mehr drum herum.

Arabella ruft auf Liebeslieder zu teilen und sagt: „Fest glaube ich, dass Musik die Welt verändern und besser machen kann. Du denkst das auch? Dann mach‘ mit bei meiner Aktion „Die Welt braucht Liebe – sing mit“.

Und hier bin ich also und muss feststellen, dass es unfassbar wunderschöne und viele Liebeslieder gibt. „Crazy little thing called love“ nimmt Arabella selbst, so ist zumindest ein Favorit raus.

Passend zum Motto passen natürlich die Beatles perfekt:

Nicht nur eines meiner Lieblingsliebeslieder, sondern überhaupt ein Lied, dass ich immer wieder gerne höre und singe „If I lay here, if I just lay here, would you lie with me and just forget the world?“

Sollte ich jemals heiraten (und Derjenigewelche auf sein Mitspracherecht verzichten), MUSS dieses Lied auf meiner Hochzeit laufen. Nein, es ist nicht Halleluja!

und am Besten auch noch dieses:

Es gibt auch Dinge, da reicht der gute alte Spruch „Alle Guten Dinge sind drei“ einfach nicht aus.

Daher ein Sänger, der sowieso schon mein Herzens- und Seelenlied singt:

Ich könnte noch viele nennen und ewig weitermachen, aber das muss reichen 😀

Danke Arabella, dass ich mir dadurch Gedanken darüber machen durfte.

PS: Und wisst ihr, was mir gerade auffällt? Es sind tatsächlich Liebeslieder und keine Liebeskummerlieder. Das freut mich gerade unheimlich!

Virgina Jetzt! hat mal gesungen: „Und ich will Liebeslieder schreiben die so nah sind am Gefühl die so wahr sind und so weh tun dass sie keiner hören will…“ Und jetzt sehe ich, dass das nicht stimmt. Dass Liebeslieder, die die Menschen berühren und die alle mitsingen wollen, wesentlich schöner sind. Und wie großartig die Künstler, die solche kleinen Wunder erschaffen.

Möbel kommen! Juchu

Ich habe gerade einen Anruf bekommen. Nächste Woche Freitag kommen meine Wohnzimmermöbel! Ich freue mich so riesig!!!

Es geht voran.

Und ich habe mir gestern ganz spontan eine rosenholz-farbenen Teppich gekauft. Das Leben ist zu kurz, um auf Mädchenfarben zu verzichten. Jetzt brauche ich noch farblich passende Kissen, die dann auf das Sofa kommen, das ja noch geliefert wird.

Das wird toll. 🙂