Änderungen

Eigentlich ging es darum, dass ich heute unzählige Dokumente wieder und wieder überarbeiten musste. Aber was mir ein Kollege dazu geschrieben hat, passt eigentlich auch grundsätzlich.

Ja, so es ist. Das ist eine äußerst spannende und aufregende Tätigkeit.

Wir ändern morgen, wir ändern heut,
wir  ändern wütend und erfreut.

Wir ändern, ohne zu verzagen,
an allen sieben  Wochentagen.

Wir ändern teils aus purer Lust,
mit Vorsatz teils, teils unbewusst.

Wir ändern gut und auch bedingt,
weil ändern immer Arbeit bringt.

Wir ändern resigniert und still,
wie jeder es so haben  will.

Die Alten ändern und die Jungen,
wir ändern selbst die  Änderungen.

Wir ändern, was man ändern kann,
und stehen dabei unsern  Mann.

Und ist der Plan auch gut gelungen,
bestimmt verträgt er Änderungen.

Wir ändern deshalb früh und spät
alles, was zu ändern geht.

Wir ändern heut‘ und jederzeit,
zum Denken bleibt uns wenig  Zeit.

Gruß
Jürgen

Was ist das Gute im Schlechten?

Auf meinen Beitrag über meine letzte Yogastunde, hat Jule geantwortet und mir die Frage im Titel gestellt, die sie aus ihrer Coachingausbildung kennt:

Was ist das Gute im Schlechten?

Diese Frage musste ich erstmal verarbeiten. Ich wollte auch erstmal überhaupt gar nichts Gutes daran entdecken. Erst musste ich meine Trauer, den Verlust verarbeiten. Und dann ist mir wieder eingefallen, dass ein ehemaliger Arbeitskollege erzählt hat, dass ihm genau diese Frage gestellt wurde, als seine Frau an Krebs verstorben war und ihn mit vier Kindern zurück lassen musste. Und auch er hatte eine Antwort darauf gefunden. Und wenn er das mit einem viel größerem Verlust schafft, dann kann ich in meiner Trauer auch etwas finden.

Und ich glaube, dass das jetzt einfach eine Herausforderung ist, mich nicht auszuruhen und mich darauf verlassen, dass das einfach immer für mich ist. Ich neige leider dazu mich auf sowas auszuruhen und mich selbst nicht mehr so anzustrengen. Aber wenn ich die Leute nicht verlieren will, dann muss ich auch selbst etwas dafür tun. Vielleicht hilft das jetzt auch dabei herauszufinden, was wirklich der Faktor ist, der mir so geholfen hat. Also Yoga oder eher das Drumherum? Wenn ich das herausfinden kann, dann glaube ich, dass mich das einen ganz großen Schritt weiterbringen kann.

Wahrscheinlich hätte ich ohne das Ende des Yogastudios auch nicht den Mut entwickelt, jetzt de großen Schritte zu gehen. Eine Ausbildung zum Yogalehrer, den ersten Reiki-Grad. Jetzt gerade weiß ich, dass ich gut aus mich aufpassen muss und nutzen muss, was mich stärkt, damit ich nicht in ein Loch falle. Also will ich nicht nur Konsument sein, sondern selbst mehr in der Hand haben. Diese Not hätte ich sonst ja nicht unbedingt gehabt. Natürlich war die Idee da, das „irgendwann mal“ zu machen. Aber ich in mir nicht sicher, ob der Moment gekommen wäre, dass ich das wirklich angehe.

Das sind zumindest die Dinge, die mir bisher eingefallen sind. In den nächsten Tagen kommt möglicherweise noch etwas dazu oder relativiert sich wieder… Die Zeit wird es zeigen.

Liebe Jule,

ich danke dir sehr für die Frage, die mich echt zum Nachdenken angeregt hat. Und das Beste daran ist, sie hat mir einen Teil der Schwere genommen und ein Gefühl von „es wird schon weitergehen“ gegeben. Und dafür bin ich dir sehr dankbar.

 

 

12 Monate (4) – Wiedereinrichtung meiner Wohnung

Meermond zeigt ihre Füße herAn jedem letzten Sonntag im Monat gewähre ich euch einen Blick in mein Wohnzimmer. Alle bisherigen Beiträge findet ihr hier.

Herr Zeilenende hat das Projekt ins Leben gerufen, an dem sich viele Leute beteiligen und jeweils einen Gegenstand, Landschaft, Körperteile oder was auch immer über ein Jahr zu dokumentieren.

Und jetzt! Endlich! Ich freue mich so! Am liebsten hätte ich euch schon früher mein Wohnzimmer gezeigt, aber ich habe mich beherrscht! Endlich sind meine Möbel da und die Änderung, auf die ich soooo gewartet habe, ist endlich da. Auch die Katzen haben sich sofort wohler gefühlt und waren direkt entspannter. Also nachdem sie auf den Schränken spaziert sind und den neuen Deckenkratzbaum hoch und runter geflitzt sind. Der steht in der Ecke neben meinem Wohnzimmerschrank ist auf dem Bild also leider nicht zu sehen. Aber fertig bin ich hier noch nicht. Es fehlen noch Bilder, eine Lampe, die über Glühbirne hinaus geht, und Esstisch und Stühle. Es wird also weiter Änderungen geben, aber das war vermutlich die größte. Und ich freue mich riesig und fühle mich direkt wieder viel wohler. Es fehlt einfach noch ein Balkon zur Traumwohnung, aber der Rest passt. Es ist einfach mein Zuhause. Und ich überlege, ob ich dieses Mal eine Einweihungsfeier machen soll. Um den positiven Neuanfang zu unterstützen und positivere Energie zu haben. Aber wenn ich darüber nachdenke, wen ich alles hier haben möchte, weiß ich schon nicht, wo die alle hin sollen. Aber da mache ich mir noch keinen Druck und sehe es dann. Aber ich habe tatsächlich das Gefühl, dass ich hier etwas machen muss.

Ich will ehrlich sein – das Chaos hat mich natürlich noch nicht ganz verlassen. Hier ist meine Rumpelecke:DSC_0163

Ich war in dieser Woche gleich zwei Mal bei IKEA. Nur fürs Aufbauen hat es noch nicht gereicht, da ich das schöne Wetter nutzen wollte und das Wochenende auch komplett verplant war. Aber auch diese Ecke wird irgendwann mal schön, da bin ich ganz zuversichtlich.

So sah es bisher bei mir aus:

DSC_0080
April

dsc_0049.jpg

wp-image-1157938663jpg.jpg

Wer sonst noch mitmacht, habe ich beim Zeilenende und seinem Ausblick abgeschaut:

Weitere Augenblicke für die Ewigkeit findet ihr bei (Verlinkungen erfolgen sukzessive):

Agnes dokumentiert die Baustelle der Groth-Gruppe am Berliner Mauerpark

Amerdale zeigt das Wohnzimmer

Arno von Rosen zeigt die Eiche in Nachbars Garten

Chris zeigt den Baum vor seinem Fenster

frauholle52 blickt auf ihre Terrasse

Frau Rebis begleitet ihren Baum

Gerda Kazakou nimmt uns mit in ihr Atelier

Impressions of Life blickt auf Balkon und Garten

Lovely Rita Flowermaid zeigt die Discotasche

lunarterminiert beobachtet ihren Schreibtisch

Meermond zeigt ihre Füße her

Mein Name sei MAMA nimmt uns mit unter den alten Kirschbaum

Mitzi Irsaj erinnert sich an den Ort, an dem 24 Olivenkerne im Münchner Rosengarten ruhen

Multicolorina rastet an einer Feldweg-Bank

Neues vom Schreibtisch zeigt den Park rund um die Reste des Garnisons-/Katharinenfriedhofs in Braunschweig

Petra Elsner zeigt die Bleiche am Döllnfließ

Random Randomsen hat einen geheimnisvollen Baum gewählt

rina.p macht einen Hofgang

Rubinkatze blickt über die Dächer Münchens

solera1847 nimmt uns mit auf die Gartenbaustelle

tallyshome zeigt ihr Wohnzimmer-Sofa

Ulli blickt in die Weite

Wili lässt uns auf und in ihren schmucken neuen Topf gucken

wortgeflumselkritzelkram ist im Vorgarten

 

Wenn ich euren Beitrag übersehen haben sollte, dann kommentiert gerne mit entsprechendem Link. Dann habe ich es nächsten Monat auch leichter mit dem raussuchen. 😉

Projekt 52 (36)

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

Irgendwann habe ich euch mal gezeigt, wie ich aussehe, wenn ich morgens aufstehe. Und so sehe ich aus, wenn ich ins Bett gehe, aber nicht schlafen kann. Während ich das schreibe ist es 2:31 Uhr und ich kann einfach nicht schlafen. Vermutlich weil die letzten Tage einfach zu emotional waren. Aber ich muss relativ früh aufstehen, denn ich bin verabredet, und wir gehen auf eine Tortenmesse. Bei über 30 Grad! Super Plan. Aber es hilft ja nichts. Nächstes Jahr bin ich auf zwei Hochzeiten und ich bin ja froh, dass ich in die Planung einbezogen werde. Ich glaube, darauf darf man sich etwas einbilden, zumindest würde ich nicht jeden um Rat bitten oder überhaupt mit einbeziehen, wenn es um etwas so Persönliches wie eine Hochzeit geht. Und ich bin auch stolz auf mich. Denn es gab Zeiten, da ist es mir sehr schwer gefallen, mich für Menschen zu freuen, die das erreicht oder bekommen habe, was ich auch gerne hätte. Neid bedeutet im Grunde, dass man es dem anderen nicht gönnt, deswegen bin ich mir nicht sicher, ob es tatsächlich Neid war, oder (und das halte ich für wahrscheinlicher) einfach großes Selbstmitleid. Gut, die Depression spielt auch rein. „Sie ist nach zwei Wochen in einer neuen Beziehung, und du lernst in drei Jahren niemanden kennen!“ So ungefähr habe ich immer wieder gedacht. Und da kann man ja nicht davon sprechen, dass man sich für jemanden freut. Und jetzt bei den Verlobungsnachrichten, habe ich gespürt, dass ich  mich wirklich aufrichtig freuen kann. Die Stimme, die fragt, was mit mir ist, versucht zwar sich zu melden, aber ich kann entscheiden, ob ich ihr zuhören will und vor alle, ob ich ihr glaube. Denn ich will gerade gar keine Beziehung, Ich möchte gerade niemanden, der fragt, wann ich wo bin und warum. Ich will mich mit niemandem absprechen müssen, will keine Rücksicht nehmen und vor allem, bin ich gerade so mit mir selbst beschäftigt und ich will gerade niemanden so nah an mich heran lassen. Ich kann das gerade schon mit Freunden nicht gut. Im Moment wäre ich viel lieber in meinem Kokon, kläre ein paar Dinge für mich und dann kann ich wieder rauskommen.

Hauptsache die Hochzeiten kollidieren nicht mit meinen Yogalehrer-Plänen. Aber das wird auch noch eine Nummer. Mittlerweile sind wir 5 Leute. Am Anfang waren wir zwei, die das zusammen machen wollten. Und jetzt würde ich es am liebsten wieder alleine machen. Wie soll man denn 5 Leute unter einen Hut bekommen?! Jeder hat andere Vorstellungen, jeder möchte andere Dinge, jeder bevorzugt andere Zeiträume… und ich weiß, wenn so viele Leute da sind, die das mit mir zusammen mache, dann lasse ich mich nicht mehr auf Fremde ein und damit würde ich bestimmt einiges verpassen.

Im Moment steht bei vielen ein Fernstudium hoch im Kurs, weil das unschlagbar günstig ist. Aber ich weiß nicht…. Natürlich gibt es auch einige Präsenztage, aber den Großteil macht man eben selbst. Ich weiß auch nicht… vielleicht muss ich einfach abwarten und auf mein Gefühl hören und dann sehen wir weiter.

Ich unternehme mal einen weiteren Einschlafversuch.

Gute Nacht und schönen Sonntag.

Das war es jetzt wirklich 

Aber du bist nicht alleine!

Gestern war meine letzte Yogastunde.

Eigentlich wollte ich nach Mittwoch nicht mehr hin und dann war ich Donnerstag doch und Freitag auch noch. Ich konnte das nicht einfach verstreichen lassen…

Wir haben alle geweint. Unglaublich wie sehr das alle von uns bewegt. Ein Stimmchen in mir sagt, was soll nun aus mir werden? Ich schaffe es nicht alleine.

Das habe ich auch zu Anke gesagt. 
Ich weiß wirklich nicht, wie das alles werden soll. Aber die Ausbildung werde ich wirklich machen. Erstmal für mich und dann sehen wir weiter. Und vorher mache ich meinen ersten Reiki-Grad. Da ist der Termin schon vereinbart.

Mein Herz ist schwer im Moment 

Freitagsfüller

  1.  Bei Milka fällt mir ein, dass ein Schweizer Chocolatier mal gefragt hat, warum wir Deutsche auf so eine minderwertige Qualität stehen. Seit dem ist es bei mir mit Milka auch vorbei…. Es gibt so viel bessere Schokolade, die diese Bezeichnung auch verdient.
  2.  Dass ich heute tatsächlich frei nehmen durfte ist einfach spektakulär.
  3.  Ich verstehe nicht, dass ich eine gerade eine gesunde Ernährung nicht hinbekomme. Ich weiß genau wie es geht und schaffe es trotzdem nicht. Im nächsten Jahr bin ich auf zwei Hochzeiten, einmal sogar als Brautjungfer und da möchte ich mich wohl fühlen in meinem Körper.
  4. Chucks sind einfach zeitlos. Deswegen habe ich mit 5 Paaren auch noch viel zu wenige 😀
  5.  Das Gefühl von  Empathie und Mitgefühl ist so immens wichtig. Ich glaube, die Welt wäre ein wesentlich besserer Ort, wenn wir Empathie, Mitgefühl und damit Liebe mehr spüren und vor allem auch ausleben würden.
  6. Der Film embrace ist wie für mich gemacht. Ich habe geweint als ich ihn gesehen habe und es wurden so viele tolle Frauen gezeigt, die sich so mit ihrem Aussehen beschäftigen oder darauf reduziert werden. Und schon während sie davon reden, merkt man, dass sie so viel mehr zu bieten haben und irgendwie ja doch jeder auf seine Art schön ist.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine lockere, entspannte Geburtstagsfeier, morgen habe ich geplant, im Garten zu arbeiten und Nachmittags zum Frauenkaffee zu gehen und Sonntag möchte ich zur Tortenmesse mit dem ersten Hochzeitkommando. Und das bei über 30 Grad. Ein bisschen verrückt, aber als wir die Karten gekauft haben, war noch nicht abzusehen, dass es so warm werden würde.

Schönes Wochenende!

Vielen lieben dank an Barbara:

http://scrap-impulse.typepad.com/scrapimpulse/freitags-f%C3%BCller/