Was ist das Gute im Schlechten?

Auf meinen Beitrag über meine letzte Yogastunde, hat Jule geantwortet und mir die Frage im Titel gestellt, die sie aus ihrer Coachingausbildung kennt:

Was ist das Gute im Schlechten?

Diese Frage musste ich erstmal verarbeiten. Ich wollte auch erstmal überhaupt gar nichts Gutes daran entdecken. Erst musste ich meine Trauer, den Verlust verarbeiten. Und dann ist mir wieder eingefallen, dass ein ehemaliger Arbeitskollege erzählt hat, dass ihm genau diese Frage gestellt wurde, als seine Frau an Krebs verstorben war und ihn mit vier Kindern zurück lassen musste. Und auch er hatte eine Antwort darauf gefunden. Und wenn er das mit einem viel größerem Verlust schafft, dann kann ich in meiner Trauer auch etwas finden.

Und ich glaube, dass das jetzt einfach eine Herausforderung ist, mich nicht auszuruhen und mich darauf verlassen, dass das einfach immer für mich ist. Ich neige leider dazu mich auf sowas auszuruhen und mich selbst nicht mehr so anzustrengen. Aber wenn ich die Leute nicht verlieren will, dann muss ich auch selbst etwas dafür tun. Vielleicht hilft das jetzt auch dabei herauszufinden, was wirklich der Faktor ist, der mir so geholfen hat. Also Yoga oder eher das Drumherum? Wenn ich das herausfinden kann, dann glaube ich, dass mich das einen ganz großen Schritt weiterbringen kann.

Wahrscheinlich hätte ich ohne das Ende des Yogastudios auch nicht den Mut entwickelt, jetzt de großen Schritte zu gehen. Eine Ausbildung zum Yogalehrer, den ersten Reiki-Grad. Jetzt gerade weiß ich, dass ich gut aus mich aufpassen muss und nutzen muss, was mich stärkt, damit ich nicht in ein Loch falle. Also will ich nicht nur Konsument sein, sondern selbst mehr in der Hand haben. Diese Not hätte ich sonst ja nicht unbedingt gehabt. Natürlich war die Idee da, das „irgendwann mal“ zu machen. Aber ich in mir nicht sicher, ob der Moment gekommen wäre, dass ich das wirklich angehe.

Das sind zumindest die Dinge, die mir bisher eingefallen sind. In den nächsten Tagen kommt möglicherweise noch etwas dazu oder relativiert sich wieder… Die Zeit wird es zeigen.

Liebe Jule,

ich danke dir sehr für die Frage, die mich echt zum Nachdenken angeregt hat. Und das Beste daran ist, sie hat mir einen Teil der Schwere genommen und ein Gefühl von „es wird schon weitergehen“ gegeben. Und dafür bin ich dir sehr dankbar.

 

 

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3 Kommentare

  1. Jede Krise birgt die chance zum Wachstum. Viele Yoga-Lehrende (und andere tolle Menschen) begleiten uns ein kurzes Stück, geben Dir, was sie zu geben haben – und dann wird es Zeit für den nächsten. Ich will nicht altklug klingen, ich habe auch jedes Mal Herzschmerz, wenn ich einenYoga-Lehrer verabschieden muss. Die Suche nach jemand Neues ist zeitaufreibend und nervig, weil erst mal nix passt – wie ein paar Lieblingsschuhe, das kaputt ist, und man sucht neue, und keinPaar ist so bequem, so vertraut….aber es wird. Nur Mut! Jeder yogalehrer, jeder Coach legt seine Schwerpunkte anders. Wenn wir für immer bei einer Person blieben, würden wir irgendwann nicht mehr viel lernen!

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