Freitagsfüller

Es ist wieder Freitag! Yippieyeah! Ich freue mich riesig.

Und Freitag ist Füllerzeit. Danke an Barbara und los geht’s!

 

  1.  Vorübergehend ist ein dehnbarer Begriff. Ich bin auch mal vorübergehend zu meinen Eltern gezogen und war dann vier Monate da.
  2.  _________ vom Grill. Keine Ahnung. Vom Grill ist so ziemlich alles lecker. Am besten Gemüse! Dafür ist nur meine Familie nicht so empfänglich.
  3.  Ich könnte mal wieder Yoga machen. Das kommt im Moment leider ein bisschen zu kurz.
  4.  Noch eine Runde Katzen kraulen muss Abends einfach sein, egal wie müde ich bin.
  5. Mein Rezept  __________ ist besonders _________ . Jetzt mal ehrlich, ich halte mich selten korrekt an Rezepte, sondern ändere immer irgendwas ab. Und meine Rezeptsammlung ist dem Brand zu Opfer gefallen. Deswegen kann ich hier gar nichts sagen.
  6. Meine Damen und Herren
    Jetzt kommt ein echter HipHop Klassiker
    Das ist Arne Diedrichson
    Und ihr seid 5000, 10000 ach Ihr seid 1 Million
    1 Million Leute und wir sind die Klaus Lage Band

    Ich nutz dich aus so gut ich kann
    Komm spät nach Haus und ruf nicht an
    Ich lass dich spüren es schert mich nicht
    Ich lach und lüg dir ins Gesicht
    Ich treib mich rum und stehl dein Geld
    Mach alles schlecht was dir gefällt
    Ich schenk dir nie Pralinen und Blumen
    Eigentlich darf dir keiner sowas antun
    (Rock!)

    Ich steh nicht auf, wenn du mich rufst
    Ich komm nicht raus, wenn du mich suchst
    Bis Nachts um vier noch mach ich Krach
    Doch schlaf dafür bis Nachmittags
    Du lädst mich ein ins Restaurant
    Ich kotz bereits beim ersten Gang
    Verfluchter Heroin-Konsum
    Eigentlich darf dir keiner sowas antun

    Sag mir wieso
    Nein nein nein
    Sag mir wieso
    Doch doch doch
    Liebst du mich trotzdem
    (Alarma!)

    Meine Eitelkeit
    Kann’s nicht sein
    Meine Arroganz
    Kann’s nicht sein
    Mein Selbstmitleid
    Kann’s nicht sein
    Mein zu kurzer Schwanz
    Kann’s nicht sein
    Wieso nur liebst du mich trotzdem?

    Ich nutz dich aus so gut ich kann
    komm spät nach Haus und ruf nicht an
    Ich lass dich spüren es schert mich nicht
    Ich lach und lüg dir ins Gesicht
    Ich treib mich rum und stehl dein Geld
    Mach alles schlecht was dir gefällt
    Ich schenk dir nie Pralinen und Blumen
    Eigentlich darf dir keiner sowas antun

    Doch du liebst mich trotzdem

    Ja du liebst mich trotzdem

    Du liebst mich trotzdem.

    Eigentlich genau dafür liebe ich dich (Fettes Brot)

  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___nichts________ , morgen habe ich geplant, __nichts_______ und Sonntag möchte ich _____nichts____ ! Ich habe tatsächlich überhaupt gar nichts geplant und ich weiß noch nicht, ob ich das gut oder schlecht finde.

 

Heute bin ich ein bisschen auf Krawall gebürstet, aber warum weiß ich auch nicht. Vielleicht sollte ich erstmal etwas essen, denn bisher gab es nur Kuchen.

Ich wünsche euch (trotzdem) ein schönes Wochenende!

 

 

Was wäre der Mensch ohne Telefon! Ein armes Luder. Was aber ist er mit dem Telefon? Ein armes Luder.

Stell dir vor es ist Freitagabend. Du kommst vom Geburtstag einer Freundin, stehst vor deiner Wohnungstür und kramst in der Tasche nach deinem Schlüssel. Dabei rutscht dir das Handy aus der Hand und fällt zu Boden. Diesmal kein Totalschaden (zum Glück!), sondern nur eine zersplitterte Rückscheibe. Direkt am Samstag gehst du in einen Laden und lässt dich beraten. „Kein Problem, Rückwand muss der Filialleiter am Montag bestellen, ist dann Dienstag oder Mittwoch da. Wir rufen an.“

Dienstag – kein Anruf

Mittwoch – kein Anruf

Donnerstag ist Feiertag

Freitag – kein Anruf, aber ans Telefon geht auch keiner. Machen die auch Brückentag?

Also Samstag nächster Anruf. Es geht sogar jemand ran – Aber das Ersatzteil ist nicht da. Wir melden uns.

Donnerstag darauf bist du sowieso in der Nähe, du schaust vorbei. „Das Ersatzteil ist bestimmt da, aber unser Techniker ist krank. Morgen kommt er wieder. Wir rufen an“

Freitag, Samstag, ruft niemand an.

Montag ist dein letzter Urlaubstag – kein Anruf.

Dienstag, bist du wieder im Büro. Da kommt der ersehnte Anruf, nur dass so viel zu tun ist, dass du es nicht schaffst, rechtzeitig in dem Laden zu sein, so dass noch ausreichend Zeit bleibt für die Reparatur.

Donnerstag nutzt du die Gelegenheit, machst früher Feierabend und fährst in die Stadt. Findest aber keinen Parkplatz – logisch, ist  ja auch langer Donnerstag. Du parkst nur minimal in einer Einfahrt und denkst schon da, jetzt ist der Techniker bestimmt nicht da, hetzt zum Laden und gehst währenddessen schon Diskussionen durch, die du mit dem Besitzer führen wirst, warum das so Ewigkeiten dauert und du dann lieber direkt woanders hingegangen wärst! Schließlich kannst du dir nicht deswegen extra Urlaub nehmen.

Du betrittst den Laden, der Techniker ist da, sagt, er schafft das noch. „Komm in einer halben Stunde wieder.“ Komisch… beim ersten Gespräch (Vor fast drei Wochen!) hieß es noch anderthalb, am Telefon Anfang der Woche eine Stunde. Aber gut, die sagen wohl lieber zu lange als zu kurz. Du tigerst durch die Stadt, holst Geld und freust dich auf das Handy wie neu und dass sich das blöde Gefühl nicht bestätigt hat. Du bist zurück in dem Handyladen. „Mir ist da was Doofes passiert!“ Worte, die du nicht hören willst. „Beim Einbau ist die Rückwand gerissen. Ich muss eine neue bestellen und rufe dich an.

 

Kann ich bitte wieder Urlaub haben?

Seit Dienstag ist mein Urlaub vorbei und ich arbeite wieder. Ich arbeite gerne und gerade auf meine Kolleginnen im Büro habe ich mich wirklich gefreut.

Aber leider hält arbeiten von so viel anderem ab. Ich habe lauter tolle neue und schon etwas ältere Bücher, aber weiß nicht, wann ich sie lesen soll. Ich habe mir fest vorgenommen, meiner Therapeutin ein Tuch zu häkeln. Dazu noch jeden Tag 10 Minuten meine Sportübungen (eigentlich möchte ich mehr und vor allem mehr Yoga) und im Moment noch eine Stunde Reiki für mich selbst. Heute hat Emma auch noch ein bisschen abbekommen. Fand sie erst gut, aber irgendwann hat sie mich gebissen und ist abgehauen. Na ja, Katze eben…. Jedenfalls ist das so schon einiges und dann habe ich weder etwas im Haushalt gemacht, geschweige denn Freunde oder Familie getroffen. Mein Berg Bügelwäsche guckt mich auch ganz vorwurfsvoll an.

Kann man sich eigentlich zum Frühaufsteher umerziehen? Dann könnte ich zumindest morgens schon mal ein paar Sonnengrüße machen oder Sportübungen und vielleicht die Spülmaschine ein- oder ausräumen. Ich bin schon froh, dass ich es morgens schaffe mich in der richtigen Reihenfolge anzuziehen und zu waschen. (Ähm…) Wenn die Katzen nicht lautstark auf sich aufmerksam machen würden, dann würde ich bestimmt öfter vergessen ihnen ihr Futter hinzustellen.

Das bedeutet aber auch, dass ich, sobald ich Feierabend habe, direkt eine riesige Liste, was ich alles noch machen muss. MUSS! anstatt möchte. Das ist doch doof.

Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.

Es ist noch keinem gelungen, sich selbst zu entkommen

 

Es ist noch keinem gelungen, sich selbst zu entkommen
Doch naiv wie man ist, hat man angenommen
man kann erwachsen werden und dabei unschuldig bleiben
oder irgendwas bedeuten ohne Flagge zu zeigen

Doch irgendwie, irgendwo und irgendwann, merkt man dann,
dass man sich im Grunde nur temporär bescheißen kann

Man hat ein Ticket gewonnen und als der Film endlich startet merkt man
der Trailer sagt nicht, was einen am Ende erwartet
ob mit tiefen Wunden oder kleineren Kerben
Man kann die Wellen nicht reiten, ohne dabei nass zu werden

Denn irgendwie irgendwo und irgendwann rafft man dann
Das man sich im Grunde nur temporär verarschen kann

Ist nicht zu bestreiten, es gibt zwar immer zwei Seiten –
aber nur eine auf der man steht
Und dies zu begreifen heisst auf anderes pfeifen und tut manchmal weh
Denn das kann bedeuten, die man liebt zu enttäuschen und dass niemand versteht –
wenn man um seinet Willen manchmal auch durch Scherben geht

Und wieder ein letztes Mal…

Im Moment scheint die Zeit der Abschiede und Neuanfänge zu sein.

Leider dürfen psychologische Psychotherapeuten keine Medikamente verschreiben. Es ist überhaupt unfassbar, was man so alles mitmachen muss, bevor ein Therapeut überhaupt anfangen darf zu arbeiten. Aber gut, das ist ja nochmal ein anderes Thema. Jedenfalls bin ich in Absprache mit meiner Psychologin zu einem Psychiater gegangen, der mir Medikamente verschreiben darf. Ich wusste einfach, dass es zu diesem Zeitpunkt auch ohne Medikamente gehen würde, aber nur mit unfassbarer Anstrengung und Schmerz.

In Absprache habe ich Anfang April die Medikamente ausgeschlichen und heute Morgen war ich dann nochmal zum Gespräch da.  Ich bin jetzt gute zwei Monate Psychopharmaka frei und es geht mir gut ohne. Wir sind nochmal durchgegangen, was mir geholfen hat. Vor allem hieß es weniger streng mit mir zu sein und einfach zu machen, was mir gut tut. Auch wenn der Verstand meistens nicht versteht, was und warum. Der Arzt sagte, so lange ich mir das erhalten kann, wird es mir gut gehen und ich werde alles bewältigen können. Ich soll einfach so weiter machen.

Und vor allem, ich habe keinen neuen Termin bekommen, sondern soll mich einfach melden, wenn ich nochmal reden möchte, Fragen habe, oder meine, dass es doch nicht so gut läuft.

Ursprünglich bin ich ja im Grunde nur für ein Rezept hingegangen. Dass ich ihm überhaupt etwas erzählen musste, war ein notwendiges Übel. Aber auch das hat mir geholfen. Er hat meinen Verstand beruhigt, wenn er mir von Studien und Forschung erzählte und mir mit Verstand erklärte, warum der Verstand eigentlich gar nicht so viel ausmacht.

Heute konnte ich mit einem guten Gefühl sagen, dass ich keinen neuen Termin haben möchte. Und er hat bestätigt, dass er es gut so findet. Jetzt ist schon wieder ein bisschen weniger Luft im Schwimmflügel. Das freut mich unheimlich, aber es ist eben auch genau das. Unheimlich.