Aus der Reihe „Aufbauende Worte“

Wollte dir nur mal sagen, bin stolz auf dich!

Solche Dinge wie die Gebärmutter zu besingen oder die Weiblichkeit im Hula zu tanzen, empfinde ich für mich als ganz viel Mut und Stärke.

Schön, dass du dabei bist 💕💕💕💕

Meine (ehemalige) Yogalehrerin

Und irgendwie hat sie Recht. Weiblichkeit ist immer auch gefährlich und angreifbar. Manchmal glaube ich, dass ich durchs Zunehmen nicht nur meine Seele ihren Panzer will, sondern mein Körper auch seine Weiblichkeit aufgibt. Ich glaube, deswegen erreicht mich das vielgelobte „Fettlogiken überwinden“ auch nicht. Da stehen lauter schlaue Sachen drin, aber dass Essen mehr als Nahrungsaufnahme ist, geht darin verloren. Vielleicht würde die Autorin das aber auch wieder als Fettlogik sehen. Aber das ist ein anderes Thema und soll ein andermal erzählt werden. (Entschuldigung, ich habe letztens „Die unendliche Geschichte“ gesehen. Und das Buch vermisse ich auch.)

Jedenfalls bezeichnen man dicke Frauen ja gerne mal als kurvig, ich finde mich aber nicht kurvig, sondern einfach rund, weich und unförmig. Wenn ich mich aber beim Hula im Spiegel sehe, dann schwingen da die Hüften, dann sehe ich eine Leichtigkeit, die der Körper eigentlich gar nicht hergibt.

Und ja, ich mache Dinge, vor denen ich Angst habe. Weil ich nicht weiß, was mich erwartet, weil ich mir selbst zu wenig zutraue, weil ich mich schäme, weil andere es bescheuert finden könnten…. ich habe zum Beispiel niemandem erzöhlt, dass ich den ersten Reikigrad macchen werde, oder dass ich zu einem schamanischen Abend gehe, weil ich glaube, dass es zwischen Himmel und Herde mehr gibt, als wir uns vorstellen können und weil ich die Hoffnung habe, mich selbst zu finden und Kraft zu schöpfen, die mir hilft, mich der Depri-Uschi zu stellen, meine Vergangenheit loszulassen (im Sinne von akzeptieren) und meine Eltern zu verzeihen. Der Verstand weiß schon längst, dass sie nicht anders konnten, dass alle Eltern Fehler machen und dass sie trotzdem ihr bestes geben. Aber ich sehe auch meine Mutter, wie gefangen sie immer noch in ihrer Kindheit, in ihren Erlebnissen ist und deswegen keinen Kopf für meine hatte und hat. Das möchte ich für mich nicht und deswegen möchte ich lernen loszulassen. Darum probiere ich alles aus, woraus ich Kraft schöpfen könnte. Und dass das so gesehen wird, freut mich unheimlich.

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