Folgen des Reinfalls

Ich habe doch schon eine Rückmeldung bekommen und direkt einen Retourenaufkeber bekommen. Das Geld werde ich dann wohl anteilig zurückbekommen. Na ja, immerhin. Der Rest war dann eben Lehrgeld.

Meiner Mentorin habe ich auch Bescheid gesagt. Ich bin davon ausgegangen, dass sie mir andere Produkte anbieten möchte oder andere Vorschläge hat, um mich zu halten. Aber nein, sie hat sich einfach nur dafür bedankt, dass ich bescheid gesagt habe. Vielleicht hat sie auch schon durch meine kritischen Fragen gemerkt, dass mich das Ganze eben nicht überzeugt.

Und jetzt? Na ja, die harte Tour. Vielleicht doch wieder Kalorien tracken, auch wenn mich das nervt. Endlich für einen Tracker entscheiden, der hilft zu motivieren. (Warum müssen die eigentlich alle so hässlich sein?)

Vielleicht sollte ich aber generell meine Prioritäten überdenken und der Seele gerade mehr Aufmerksamkeit schenken und ich glaube, da gibt es einiges zu tun. Es gibt einiges zu be- und verarbeiten und im Idealfall zu heilen. Ich glaube, dazu mache ich mir mal bei einer kleinen Spazierrunde noch Gedanken.

Advertisements

19 Kommentare zu „Folgen des Reinfalls

Gib deinen ab

  1. Mit Shakes und Co. abzunehmen bringt nichts, da meldet sich schnell der JoJo-Effekt. Das einzige Gebiet, wo sie ab und an zum Einsatz kommen, ist bei stark adipösen Menschen, bei denen das Übergewicht bereits gesundheitliche Beschwerden zur Folge hat. Da muss dann einfach erstmal schnellstmöglich Gewicht runter und dann wird mit Nahrungsumstellung begonnen. Btw. DAS Stichwort: Umstellung. Nicht einfach irgendwas ersetzen, auch Proteine bringen Kalorien und nicht grad wenig. Es kommt mehr darauf an, was man wann am Tag isst, welche Auswirkungen welche Nahrungsmittel individuell auf den Körper haben, wie Dein Alltag generell aussieht und vor allem: welche Angewohnheiten Du so hast (bspw. Belohnungsverhalten bei Stress etc.). Schlechte Angewohnheiten müssen nämlich nach und nach ausgeschlichen werden, damit sich etwas tun kann. Das wird mit Shakes und den meisten Kurzprogrammen nicht getan. Dazu kommt, um 1 Kg Körperfett abzunehmen, musst Du 7000 kcal einsparen. Das geht nur mit Nahrungumstellung UND Änderung der Lebensgewohnheiten etwas. Immerhin bist Du aus der Nummer raus gekommen, das ist bei diesen Schneeballdingern meist nicht so einfach.

    Gefällt 1 Person

  2. Achja, als Tipp: Führe ein Ernährungstagebuch auf Papier. Mir ist bei den Apps aufgefallen, dass man zwar brav alles eintippt, aber sich nicht wirklich weiter damit beschäftigt oder sich sagt „Mei, für das Stück Kuchen gibt es halt kein Abendessen, dann passt die Kalorienbilanz auch.“ Etwas suboptimal der Weg. Der Vorteil bei einem Tagebuch ist die tiefere Auseinandersetzung mit der Thematik. Auch ist der Anreiz größer mal nicht auf die reine Kalorienzahl, sondern auch auf die weiteren enthaltenen Nährstoffe zu schauen. Und auch zu merken, dass es einen Unterschied macht: Was ich esse, wann ich esse, warum und wie ich mich dabei fühle. Und zwar intensiv und nicht nur mal eben in eine App getippt (wobei den meisten der Punkt mit Gefühl und Situation fehlt oder es sehr wenige Auswahlmöglichkeiten gibt). Ein kleines Notizbuch kostet nicht die Welt und ein-zwei Wochen reichen manchmal schon für eine gewisse Erkenntnis.

    Gefällt 1 Person

    1. Da triffst du einen wichtigen Punkt! Essen hat bei mir viel „Seele“ zu tun. Ich esse, um zu entspannen, mir etwas zu gönnen oder mir gutes zu tun, zur Betäubung und Stressbewältigung und manchmal weil es einfach schmeckt. Ich glaube, deswegen geht mir das mit Apps so auf die Nerven. Klar, man bekommt einen Überblick, aber Essen ist mehr als reine Nahrungsaufnahme.

      Gefällt mir

      1. Eben, darauf wird es auch immer reduziert. Die ganzen anderen Faktoren machen in der Ernährungsberatung viel, wenn nicht sogar den größten Teil aus. Wurde auch in der Ausbildung detailiert abgehandelt. Denn nur, wenn man die Hintergründe ausmachen kann, kann man die Gewohnheiten abschaffen. Ich müsste bei mir auch schon lange mal wieder Groove rein bekommen, das hat sich noch nicht so richtig wieder eingespielt. Wenn Du Tipps/Begleitung brauchst, melde Dich gern bei mir.

        Gefällt mir

    2. Gerade dafür halte ich eine App für sinnvoller, die einem gleich die Verteilung von Fett – Kohlenhydraten – Proteinen ausgibt (ich habe beim letzten Zählen auch gestaunt, dass ich mehr Fett konsumiere, als ich dachte) und das ganze anschließend auch in absoluten Zahlen ausspucken kann, bspw. ob die absolute Protein-Aufnahme okay ist. Außerdem rechnet die App schneller als die Hand … Wenn ich immer per Dreisatz ermitteln müsste, wie viel Kalorien 27g Frischkäse haben … *g*
      Und von den Diagrammen wie Kalorienzufuhr über den Tag verteilt und die Woche habe ich ja noch gar nicht angefangen. Wenn man sich drauf einlässt, ist eine App echt super.

      Gefällt mir

      1. Das Problem ist, dass es in den Apps nicht immer stimmt, teilweise auch nicht so richtig mit den Empfehlungen der DGE hinhaut und vor allem auf „Verbot“ bestimmter Nahrungsmittel abzielt, um die Kaloriengrenze zu erreichen und das ist nicht sinnvoll. Du brauchst keinen 3-Satz dafür. Es gibt feste Werte wieviele Kalorien Fett, Protein, Kohlenhydrate und Alkohol liefern. Einfach kurz zusammen rechnen, das geht fix. Ich halte von diesen ganzen Diagrammen halt nix, weil es für mich am Kern der Sache vorbei geht.

        Gefällt 1 Person

        1. Und da geht es eben schon wieder los. Es wird ein bisschen zur Glaubensfrage. Wie oft ich auch schon gehört habe, die DGE hätte keine Ahnung… Es fängt auch schon mit dem berühmten „Abends keine Kohlenhydrate“ an. Ich kann nicht schlafen, wenn ich darauf verzichte. Dafür machen sie mich (vor allem bei einfachen) mittags total fertig.

          Gefällt mir

          1. Das ist das, was ich meine, jeder Körper reagiert anders, so dass sich da kein Allgemeinplatz finden lässt. Die DGE wird, so mein Empfinden, gern von selbsterklärten Ernährungsexperten kritisiert, meist auch sehr unfundiert und vor allem nicht langfristig gesehen. Die DGE passt immer wieder ihre Empfehlungen (!) an, was machen Ernährungs-Gurus nicht tun (weil manchmal halt wirklich die Ausbildung dazu fehlt). Letztendlich muss jeder seinen Weg finden. Ich finde die Empfehlungen sinnvoll und hilfreich. Das mit den Kohlenhydraten am Abend hat mit einem Abnehmerfolg per se nichts zu tun. Es macht auch eine Menge aus, woher sie stammen: einer Portion Nudeln aus Hartweizengries, Vollkornbrot oder einem Salat. Und dann die Frage, wann ist abends? Der Körper hat unterschiedliche Zeiten in denen er Kohlenhydraten gegenüber am „aufgeschlossensten“ ist und der aufgespaltene Zucker am besten verstoffwechselt wird. Mittags ist die Schwelle oft recht hoch (daher das berühmte Suppenkoma) und fällt dann zum Nachmittag hin ab, bevor es dann ab ca. 20 Uhr wieder steigt und nachts am höchsten ist. Wenn man sich danach ein bisschen ausrichtet und schaut, was besser passt (gleichmäßiger Zuckerspiegel durch mehrere kleine Mahlzeiten oder nur 3 Hauptmahlzeiten), macht das immens viel aus.

            Gefällt 1 Person

            1. Hast du vielleicht noch den ein oder anderen Tipp für mich, wo ich mich schlau machen kann? Ich finde das super interessant und vor allem bestärkt es mich darin, wieder ein bisschen mehr aufs Gefühl zu hören, was mir gut tut und wie es mir mit welchem Essen geht.

              Gefällt mir

  3. Bevor ich es vergesse: Trienchen, Shakes?! Das Zeug fällt unter „Nahrungsergänzungsmittel“ Ergänzung! Das ist was für kleine Zeilenendes, die das mit der „natürlichen“ Proteinaufnahme nicht hinbekommen und trotzdem gern ein Muskelberg wären. Nicht, dass ich was dagegen hätte, wenn jemand seine Nahrung komplett auf Shakes umstellt (Nahrungsaufnahme ist Nahrungsaufnahme, die Sache mit dem Essen ist Kopfsache und damit Typfrage, ob es wichtig ist … Auch wenn wir beide wohl eher für „wichtig“ sind), aber wenn was umgestellt wird, dann bedeutet ein erneutes Verrücken eben auch wieder anderes. So, wie wenn du dein Sofa plötzlich in die Mitte des Raums stellt. Würde doch erstmal heilloses Chaos anrichten. 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Mein Lieber, ich hab ja auch ergänzt. Als ob ich ganze Mahlzeiten weglassen könnte. Ich habs in Joghurt gemischt oder sowas. Das war dann mein Frühstück. Aber mit Obst dazu, ist das halt eine ordentliche Zuckerbombe. Irgendwie war mein Verstand auch die ganze Zeit skeptisch, aber der kleine Gedanke „Vielleicht hilft es ja doch!“ hat moch verlockt. Wie so einen Lottospieler.

      Gefällt mir

      1. Der Irrtum ist halt, dass man glaubt eine Mahlzeit, die normal die Komponenten Fett, KH und Eiweiß enthält, durch reines Protein zu ersetzen, würde etwas bringen. Eiweiß und Kohlenhydrate liefern genau gleich viel Kalorien, sie werden nur unterschiedlich verstoffwechselt und die Endprodukte wirken sich anders auf den Körper aus. Bei erhöhtem Eiweißkonsum sollte man sehr auf den Flüssigkeitshaushalt achten, ein Abfallprodukt ist Harnstoff, dieser muss aus den Nieren wieder ausgespült werden. Davon abgesehen, die Mischung machts. Je länger die Kohlenhydratkette, umso langsamer die Verstoffwechselung, umso länger wird Energie abgegeben. Fett verlangsamt die Verdauung nochmal etwas (weswegen eine kleine Fettkomponente nicht verkehrt ist).

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: