Aus der Reihe „aufbauende Worte“

Bevor wir unser Büro gewechselt haben, saßen wir zum Innenhof. Direkt gegenüber, aber eine Etage tiefer, liegt die Versandabteilung. Wir haben uns immer wieder fröhlich zugewunken und irgendwie war es auch immer schön, sich beim telefonieren trotzdem noch zu sehen.

Letztens habe ich ein Angebot in unsere Versandabteilung gebracht.

„Ich finde es immer wieder schön, wenn man dich über den Innenhof lachen hört.“

„Jaaaa, dass ich so laut lache, höre ich jetzt nicht zum ersten Mal….“

„Es geht gar nicht um die Lautstärke, du lachst so herzerfrischend. Da freut man sich direkt mit!“

Hach, wie schön. Und dann war es fast traurig zu erzählen, dass wir jetzt in einem Außenbüro sitzen. (Mit sechs(!) Fenstern!)

Aus der Reihe „Aufbauende Worte“

Wollte dir nur mal sagen, bin stolz auf dich!

Solche Dinge wie die Gebärmutter zu besingen oder die Weiblichkeit im Hula zu tanzen, empfinde ich für mich als ganz viel Mut und Stärke.

Schön, dass du dabei bist 💕💕💕💕

Meine (ehemalige) Yogalehrerin

Und irgendwie hat sie Recht. Weiblichkeit ist immer auch gefährlich und angreifbar. Manchmal glaube ich, dass ich durchs Zunehmen nicht nur meine Seele ihren Panzer will, sondern mein Körper auch seine Weiblichkeit aufgibt. Ich glaube, deswegen erreicht mich das vielgelobte „Fettlogiken überwinden“ auch nicht. Da stehen lauter schlaue Sachen drin, aber dass Essen mehr als Nahrungsaufnahme ist, geht darin verloren. Vielleicht würde die Autorin das aber auch wieder als Fettlogik sehen. Aber das ist ein anderes Thema und soll ein andermal erzählt werden. (Entschuldigung, ich habe letztens „Die unendliche Geschichte“ gesehen. Und das Buch vermisse ich auch.)

Jedenfalls bezeichnen man dicke Frauen ja gerne mal als kurvig, ich finde mich aber nicht kurvig, sondern einfach rund, weich und unförmig. Wenn ich mich aber beim Hula im Spiegel sehe, dann schwingen da die Hüften, dann sehe ich eine Leichtigkeit, die der Körper eigentlich gar nicht hergibt.

Und ja, ich mache Dinge, vor denen ich Angst habe. Weil ich nicht weiß, was mich erwartet, weil ich mir selbst zu wenig zutraue, weil ich mich schäme, weil andere es bescheuert finden könnten…. ich habe zum Beispiel niemandem erzöhlt, dass ich den ersten Reikigrad macchen werde, oder dass ich zu einem schamanischen Abend gehe, weil ich glaube, dass es zwischen Himmel und Herde mehr gibt, als wir uns vorstellen können und weil ich die Hoffnung habe, mich selbst zu finden und Kraft zu schöpfen, die mir hilft, mich der Depri-Uschi zu stellen, meine Vergangenheit loszulassen (im Sinne von akzeptieren) und meine Eltern zu verzeihen. Der Verstand weiß schon längst, dass sie nicht anders konnten, dass alle Eltern Fehler machen und dass sie trotzdem ihr bestes geben. Aber ich sehe auch meine Mutter, wie gefangen sie immer noch in ihrer Kindheit, in ihren Erlebnissen ist und deswegen keinen Kopf für meine hatte und hat. Das möchte ich für mich nicht und deswegen möchte ich lernen loszulassen. Darum probiere ich alles aus, woraus ich Kraft schöpfen könnte. Und dass das so gesehen wird, freut mich unheimlich.

Änderungen

Eigentlich ging es darum, dass ich heute unzählige Dokumente wieder und wieder überarbeiten musste. Aber was mir ein Kollege dazu geschrieben hat, passt eigentlich auch grundsätzlich.

Ja, so es ist. Das ist eine äußerst spannende und aufregende Tätigkeit.

Wir ändern morgen, wir ändern heut,
wir  ändern wütend und erfreut.

Wir ändern, ohne zu verzagen,
an allen sieben  Wochentagen.

Wir ändern teils aus purer Lust,
mit Vorsatz teils, teils unbewusst.

Wir ändern gut und auch bedingt,
weil ändern immer Arbeit bringt.

Wir ändern resigniert und still,
wie jeder es so haben  will.

Die Alten ändern und die Jungen,
wir ändern selbst die  Änderungen.

Wir ändern, was man ändern kann,
und stehen dabei unsern  Mann.

Und ist der Plan auch gut gelungen,
bestimmt verträgt er Änderungen.

Wir ändern deshalb früh und spät
alles, was zu ändern geht.

Wir ändern heut‘ und jederzeit,
zum Denken bleibt uns wenig  Zeit.

Gruß
Jürgen

Das war es jetzt wirklich 

Aber du bist nicht alleine!

Gestern war meine letzte Yogastunde.

Eigentlich wollte ich nach Mittwoch nicht mehr hin und dann war ich Donnerstag doch und Freitag auch noch. Ich konnte das nicht einfach verstreichen lassen…

Wir haben alle geweint. Unglaublich wie sehr das alle von uns bewegt. Ein Stimmchen in mir sagt, was soll nun aus mir werden? Ich schaffe es nicht alleine.

Das habe ich auch zu Anke gesagt. 
Ich weiß wirklich nicht, wie das alles werden soll. Aber die Ausbildung werde ich wirklich machen. Erstmal für mich und dann sehen wir weiter. Und vorher mache ich meinen ersten Reiki-Grad. Da ist der Termin schon vereinbart.

Mein Herz ist schwer im Moment 

Aus der Reihe aufbauenden Worte

Daanke 🙂 und du glaubst gar nicht, wie oft ich dabei jemanden wie dich an meiner Seite gebraucht hätte. Alleine streiten macht nur halb so viel Spaß! (Manches ändert sich halt nie… 😂)

 

Eine Facebook-Freundin, die ich während meiner zweiten Ausbildung kennengelernt habe. Mittlerweile macht sie ihre zweite Ausbildung in einem ganz anderem Bereich und ich habe ihr zum Bestehen der Prüfung gratuliert und ich dazu geschrieben, dass ich es super finde, dass sie ihr Ding macht!

Während unserer gemeinsamen Berufsschulzeit haben gerade wir beide und bei unserem Lehrer in Rechungswesen ziemlich unbeliebt gemacht. Scheinbar kannte er das nicht, dass jemand tatsächlich etwas lernen möchte und dazu auch Hintergrundwissen braucht, bis wir es verstehen. Und er war eher der Typ, der einem die Lösung zur aktuellen Aufgabe gibt und denkt, damit hätte er die Frage ausreichend beantwortet. Wir wollten aber immer auch Hintergründe und Grundsätze wissen und verstehen. Wir haben es sogar geschafft, dass er die Klasse verlies, um „etwas wichtiges zu klären“, anstatt sich weiter unseren Fragen zu stellen. Irgendwann war er uns eine negative Grundeinstellung vor, und dass wir falsch wären, wenn wir erwarten würden, dass man uns bis ins kleinste Detail alles erklärt haben möchte. Na ja, das sahen wir eben anders.

Aus der Reihe „aufbauende Worte“

Okay, noch ist es keine Reihe, aber es soll eine werden. Und so habe ich dann irgendwann hoffentlich eine schöne Sammlung an der ich mich festhalten kann, wenn ich wieder in den Fängen der Depri-Uschi stecke. Dabei soll es nicht um allgemeine Sprüche und Zitate gehen, sondern konkret um Aussagen, die mir persönlich gesagt, geschrieben oder was auch immer wurden.

„Das sieht man aber nicht. Okay, wenn ich jetzt genau gucke, sehe ich es schon, aber du siehst so frisch und gut aus, da ist das doch ganz egal! Hauptsache du fühlst dich wohl, und du strahlst so.“
Meine Lieblings(ex)azubine, auf meine Aussage, ich hätte so zugenommen. Sie hat mich auch in meiner Abnehmphase mit ihrem gesunden Lebensstil inspiriert und motiviert.

 

„Warum hast du eigentlich so viel Schminke? Du siehst doch hübsch aus!“
Mein Schwesterherz

 

Heute ist übrigens mein Arbeitszeugnis gekommen. Ich hatte ja wirklich Sorge, dass das nicht gut wird, aber so schlimm ist es gar nicht. Ganz im Gegenteil, es ist sogar gut. Es hat also nicht jeder nötig im Zeugnis nochmal nachzutreten. Aber trotzdem weiß ich, dass ich keine besonders gute Arbeit abgeliefert habe.

Jetzt läuft es wesentlich besser. Ich lache viel mehr und bin einfach ich – manchmal auch laut. Und vor ein paar Wochen hatte ich noch Angst zu laut zu atmen. Es ist so ein Unterschied und tut richtig gut.