Projekt 52 (25)

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen. Ich vermisse euch ein bisschen. 🙂

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

 

Erstmal möchte ich darauf hinweisen, dass ich bei der Aktion „Kleine Nettigkeiten“ noch einen Platz frei habe. Also keine falsche Scheu, meldet euch einfach, wenn ihr Lust habt mitzumachen. Ich würde mich freuen. 🙂

Das heutige Selfie war eigentlich ein Versehen. Die Sonne hat geblendet, so dass ich nicht gesehen habe, dass meine Handykamera falsch eingestellt war. Dieses Foto wollte ich eigentlich direkt beim ersten Versuch aufnehmen:

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Nachdem ich mich gestern gedrückt habe, war ich heute „Laufen“. Ich rolle tatsächlich mit dem Linken Fuß überhaupt nicht ab. So kamen auch direkt wieder die Schmerzen, die sich dann bis in den Oberschenkel ziehen. Also bin ich eher spazieren gegangen und hatte Zeit ein Beweisfoto zu machen, dass ich überhaupt losgegangen bin. Vermutlich ist es wirklich das Beste, wenn ich darüber mal mit einem Arzt spreche. Diese Probleme habe ich zwar schon ewig, aber eben noch nie sooo schlimm. Dass ich gerade ein ziemlich hohes Kampfgewicht rum schleppe, macht die Sache nicht unbedingt besser. Deswegen glaube ich, dass ich im Moment lieber auf flottes Spazierengehen und aufs Fahrrad setzen sollte, um überhaupt erstmal Bewegung in die Gelenke zu bekommen. Wenn die dann besser geschmiert sind, werden die Schmerzen ganz sicher besser. Und vielleicht bekomme ich vom Arzt auch einfach eine Einlage oder sowas. Mal sehen. So wie jetzt wird die Ausdauer jedenfalls nicht trainiert. Dass ich überhaupt wirklich losgelaufen bin, habe ich meiner Lieblingsexazubine zu verdanken, denn sie hat mich auf einem Bild verlinkt, dass keine Ausrede zulässt. fb_img_1489306336295.jpg

Da liegt noch eine Menge Arbeit vor mir und ich fürchte der B2Run ist leider keine Option. Und das Gruppen-Lauftraining werde ich definitiv nicht mitmachen, denn auf dem Niveau bin ich einfach nicht.

 

Und sonst?

Es gab wieder einiges zu Organisieren, Besorgen und Klären in Sachen Wohnung. Mir wurde tatsächlich eine falsche Eingangstür eingebaut. Die ist einfach mal 15 cm zu kurz. Ich hätte ausrasten können. Aber das bringt ja leider auch nichts. Also warten wir auf die neue Tür….. Spätestens Ostern ziehe ich wieder ein. Das habe ich mir fest vorgenommen und darauf freue ich mich riesig!

Ich habe gerade das Gefühl, der Arbeit, der Wohnung, mir und Freunden nicht gleichzeitig gerecht werden kann. Irgendwas bleibt dauernd auf der Strecke. Das ist anstrengend und macht mich traurig. Aber andererseits empfinde ich das gerade auch als Lektion. Ich hatte mit genau sowas schon immer Schwierigkeiten. Und jetzt bin ich gezwungen zu lernen, Balance zu halten. Und ich glaube, dass ich das schaffen kann, denn das ganze Brand-, Job usw-Chaos, hat mir gezeigt, dass ich immer mehr aushalten und schaffen kann, als ich glaube.

Und jetzt gehe ich Möbel aus Schweden aufbauen!

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. 🙂

 

 

 

Erstes Lauftrainig

Heute fand das erste Lauftrainig in Vorbereitung auf den B2Run statt und Kollegen hatten mich überredet mitzumachen. 

Ich hatte gestern Abend, als ich die Sportlichen zusammen packte, schon Angst. Schaffst du das überhaupt? Du bist kein Läufer. Selbst in deinen fitten Zeiten, hast du keine 15 Minuten durchlaufen können. Du hast einfach keine Kondition. Dazu noch der Bluthochdruck, hoffentlich schießt der nicht so hoch. Und wenn ich alle aufhalte? Wie peinlich ist das bitte vor den Kollegen?! Überhaupt… In den schlanken Zeiten hast du nicht mitgemacht und jetzt als Fetti kommst du da an? Und so ging es heute den ganzen Vormittag. Ich hatte insgeheim gehofft, dass das Training aufgrund des Regens einfach abgesagt wird. Aber wie das mit Läufern so ist… Die sind härter als sie aussehen.

Und so kam, wie es kommen musste. Schon nach dem Umziehen in der Kabine der Damentoilette geriet ich ins Schwitzen. Meine extra zugelegte Laufjacke saß unheimlich spack, so dass auch das schlankmachende Schwarz seine Wirkung verfehlte. Na ja, egal. Ums Aussehen geht es ja nicht. Sagt die Frau, die ohne Schminke das Haus nicht verlässt.

Nach anfänglichem Geplänkel wurden Gruppen eingeteilt. Ich sortierte mich natürlich direkt in die Anfängergruppe, die keine 20 Minuten durchlaufen kann. Wir waren bis auf eine Ausnahme nur Frauen und frauentypisch hatten sich einige eindeutig schlechter eingeschätzt, als sie tatsächlich waren. Von wegen das Tempo orientiert sich an den Langsamsten. Mir war es zu schnell und die Laufintervalle zu lang. Aber Madame will ja mithalten. Nach dem dritten Laufintervall hatte ich Schmerzen – nicht das typische Schienbein, sondern die Bänder oder Muskeln an den Knöchel. Das sorgt dafür, dass ich die Füße nicht mehr abrollen kann. Und wenn ich weiter laufe, verkrampfen meine Beine so, dass ich kaum noch laufen kann, also gehen, selbst einfach nur stehen tut weh. Dummerweise sind wir um einen See gelaufen. Also musste ich weiter. Ich habe also alles aufgehalten, der Lauftraier spazierte neben mir und ich wäre am liebsten im Erdbeben versunken. Was habe ich mir nur angetan? Die abgenommenen 25 kg sind wieder drauf und vermutlich noch mehr. Ich traue mich schon länger nicht mehr auf die Waage. Und ich bin faul und träge geworden. Das Problem mit den Beinen habe ich ja schon ewig. Aber es war wesentlich besser, als ich mich mehr bewegt habe. Jetzt treten die Schmerzen schon bei längeren Autofahrten auf.

Solche Gedanken machen es nicht gerade besser und so musste ich auch noch heulen. Mir macht das auch Angst. Das ist eine Änderung, die sich bemerkbar macht. Was passiert noch in meinem Körper von dem ich jetzt noch nichts spüre?

Und ich habe dem Lauftrainer einfach erzählt, was mir durch den Kopf geht. Er hat sofort verstanden und sagte, dass jetzt die anderen Laufen und ich nicht, macht es für mich noch schlimmer, aber davon muss ich mich frei machen. Ich habe mich trotzdem 40 Minuten bewegt und soll erstmal flott spazieren gehen, um das mit den Schmerzen zu testen. Es könne auch sein, dass irgendeine Fehlstellung damit zu tun hat. Und als ich gefragt habe, ob es überhaupt Sinn machen würde, wenn ich nächste Woche wieder komme, sagte er, dass mit Schmerzen zu laufen natürlich nicht gut wäre, aber es für ihn auch vollkommen okay wäre, wenn wir dann wieder spazieren gehen. Und ich musste ihm versprechen nicht vor Frust eine doppelte Portion Pommes zu essen. Mist, bin ich echt so leicht zu durchschauen?

Der Kollege, der mich zu all dem überhaupt erst überredet hat, hat sich im Vorbeilaufen bei mir entschuldigt. Aber es war ja trotzdem meine Entscheidung. Im Grunde habe ich einfach gemerkt, dass ich was tun muss. Aber ob das jetzt der richtige Weg ist und auch das richtige Tempo (6 km beim B2Run Ende Mai, wenn ich jetzt nach einem -großzügig aufgerundet – schon aufgeben muss), das weiß ich nicht. 

Heute Abend bemitleide ich mich noch eine Weile und morgen überlege ich weiter. Denn so schlimm und schade und traurig meine (körperliche) Entwicklung auch ist, darüber trauern bringt mich auch nicht weiter.
P.S. Diesen Beitrag habe ich am Handy geschrieben, da das W-Lan sich diese Woche verabschiedet hat. Also Entschuldigung für noch mehr Fehler als sonst.

B2Run

Man sagt doch, dass Laufen Endorphine freisetzt – das Runner´s High. Hat das schon mal jemand von euch erlebt? Ich ja nicht… Das erste Mal joggen, musste ich mit meiner Mutter. Ja, ich MUSSTE. Einer ihrer Versuche mich dünn zu bekommen. Daraufhin habe ich mich jahrelang geweigert meine Geschwindigkeit mehr als nötig zu erhöhen!

Und jetzt?

Ich habe mich dazu überreden lassen, im Mai beim Firmenlauf mitzulaufen. Wie fürchterlich! Ich war doch schon ewig nicht mehr laufen und selbst in meinem „trainiertem“ Zustand, habe ich nicht mehr als 2 km am Stück geschafft. Und jetzt 6?! Bis Mai?! Der Knackpunkt ist, dass ich mittlerweile überhaupt keine Kondition mehr habe, meine malträtierten Bänder in den Knöcheln wieder schmerzen und ich einfach schwer(fälliger) bin. Und das geht mir ziemlich auf die Nerven. Außerdem ist Ausdauersport gut fürs Herz und das kann ich besonders mit meinem hohen Blutdruck gut gebrauchen. Zur Vorbereitung wird ein „Trainingscamp“ über 12 Wochen angeboten. Einmal die Woche wird gemeinsam trainiert und zusätzlich soll man  zwei Mal für sich laufen. Als Anfänger wechselt man natürlich zwischen Laufen und Gehen. So habe ich bereits zwei Mal angefangen, aber es eben nie besonders lange durchgehalten. Ein Kollege appellierte an mein schlechtes Gewissen und dann kam die nächste und hat mich mit ihrer Verschwesterungsaktion bekommen. Wir leiden gemeinsam, wir laufen gemeinsam und dann machen wir die 6 km. Am Samstag geht sie sogar mit mir Sportklamotten und Schuhe kaufen. Ich habe ja nichts mehr und vor Kollegen in meinen Yogaleggings rumhopsen muss ja auch nicht unbedingt sein. Und Schuhe brauche ich auch noch. Okay, es gibt Schlimmeres als Schuhe kaufen, aber irgendwie…. mir macht das Angst. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe! Da merkt man, dass ich meinem Körper nicht traue. Der Gedanke, was das für eine schöne Gelegenheit ist und wie toll es ist, dass jemand das mit mir zusammen durchstehen möchte, kommt gar nicht. Ich habe Angst, dass mir meine Schwäche wieder bewusst wird und ich weiß nicht, ob ich das durchstehe. Und das dann auch noch vor Arbeitskollegen. Puuuh, aber ich habe mich angemeldet! Ich war ja sogar schon mal angemeldet und habe mich kurz vorher doch wieder abgemeldet, weil ich es mir doch nicht zugetraut habe. Mal schauen, was das noch bringt.