Meditations-Challenge Tag 9

Tag 9 – Ich habe die letzten Tage weiter meditiert bzw.es versucht. Weiß der Himmel warum, aber ich komme einfach nicht rein. Manchmal erwische ich mich sogar bei dem Gedanken: „Wann sind diese sch*** 10 Minuten endlich endlich vorbei?!“ Das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein. Und jetzt? Heißt es, es gibt keinen Weg zu mir und ich finde mich nicht? Ist das eigentlich wie dieser Spruch, dass man andere nicht lieben kann, solange man sich selbst nicht liebt? Also kann ich auch andere nicht finden, solange ich mich nicht finde? Schon während ich diese Frage schreibe, schreit eine Stimme in mir, dass das Bullshit ist. Ich mache mir um alles und jeden zu viele Gedanken und Sorgen, das wusste ich auch schon vorher und scheinbar lässt sich das nicht auf Knopfdruck oder auf Wunsch abstellen. Gut, dann ist das so. Morgen gehe ich wieder zum Yoga. Meine Matte ist der einzige Ort, an dem mein Kopf mal Ruhe gibt. Vielleicht ist auch einfach Yoga meine Meditation und wenn die Challenge mir diese Klarheit bringt, dann war sie nicht umsonst.

 

Übrigens gibt es für diese Woche eine Minichallenge. Eine Woche lange ohne sich zu beschweren. Darüber könnte ich schon jammern! Ich jammere einfach gerne, ich beschwere mich gerne und ich werde gerne bemitleidet. Darauf bin ich absolut nicht stolz, aber so ist es. Zumindest phasenweise. Wie ich damit zurechtkomme? Ich spiele drum herum. Das ganze als Witz verpackt und schon ist die Beschwerde trotzdem raus. Aber es ist trotzdem anders. Für einen Witz gibt es kein Mitleid, sondern höchstens ein Mitlachen. Aber das ist auch wunderschön!

Tag 5.

Tag 5? Habe ich 5 Tage meditiert? Nein, habe ich nicht. Also schon versagt. Aber ich war Mittwoch beim Yoga, dort war auch das Thema Meditation und Yogalehrerin Nora sagt, dass es keine richtige Meditation wäre, wenn man den ganzen Tag denkt „Heute muss ich noch meditieren!“. Das ist dann ein To-Do, dass man brav auf seiner Liste abhaken kann. Habe ich mir dann direkt zu Herzen genommen und mir damit keinen Stress gemacht, was allerdings dazu führt, dass ich die Meditation oft vergesse. Wie bekommt man denn dann Rhythmus rein und integriert Meditation in seinen Alltag? Ursprünglich habe ich gedacht, dass Meditation zur Entspannung und sich selbst finden beitragen soll, aber seit 5 Tagen tauchen immer mehr Fragen zum Drumherum auf. Ist das der Sinn der Sache? Keine Ahnung. Im Moment zweifle ich einfach. Vor allem, weil ich nicht das Gefühl habe, dass es leichter wird. Ich habe den Kopf voll mit Gedanken zum anstehenden Jobwechsel, meinem gewünschten Wohnungswechsel, meinen Platz in der Welt, meine Finanzen und anstehende Ausgaben, warum Männer so seltsam sind und es trotzdem heißt, Frauen wären kompliziert usw. usf. Ein wahnsinniges Sammelsurium, dass sich eher freut, wenn es mal die Möglichkeit bekommt sich so richtig auszutoben. Ja, ich habe verstanden, dass es nicht darum geht, dass der Kopf bei der Meditation leer ist. Aber wie soll man über so essentielle Belange nachdenken und die Gedanken einfach gehen lassen?  Fragen über Fragen

Meditations-Challenge Tag 1

Gestern war also der erste Tag der Meditations-Challenge. Und was soll ich sagen – ich habe es direkt mal vergessen. Morgens mal wieder schlecht aus dem Bett gekommen, auf der Arbeit nur gewuselt und direkt mal eine Stunde länger gemacht, dann nach Hause umziehen, Haare waschen, Gesicht malen und aaaaahhh, doch schon zu spät dran. Also ab zum Date, direkt 4 Stunden gequatscht und dann erst gegen 23 Uhr zu Hause gewesen. Im Normalfall schlafe ich um diese Zeit schon oder liege zumindest im Bett. Gestern war ich aber so aufgekratzt, dass ich mich erstmal in die Wanne gelegt habe. Dort fiel es mir dann ein: „Ach ja, ich muss ja noch meditieren!“ Aber wie macht man das denn so? Stehen, liegen, sitzen? Erstmal eingeloggt, soll ich mir ein Video anschauen. Ach nee, ist doch schon spät. Ich starte direkt und lege mich hin, so wie ich es auch vom Yoga kenne. Savasana und meditieren ist ja fast das Gleiche. Mh… nochmal Fenster aufreißen, mit frischer Luft geht es bestimmt besser – dann muss ich mich aber zudecken, sonst ist mir zu kalt.
Die geführte Meditation läuft los. Ich soll erstmal ankommen und den Körper wahrnehmen. Sind meine Haare eigentlich immer so schwer? Und wenn ja, warum sehen sie dann nicht auch danach aus? Die Hände liegen auf dem Bauch. Oh man, du wirst auch immer fetter und Bauch eh die Problemzone. Darüber jetzt nachzudenken ist der Entspannung vermutlich nicht sehr zuträglich, was muss ich denn jetzt machen? Plötzlich merke ich, dass ich direkt meine „Yoga-Atmung“ anwende. Na ja, was da gut ist, kann jetzt nicht so schlecht sein. Als nächstes soll ich meine Atemzüge zählen. Was genau sind eigentlich Atemzüge, Ein- und Ausatmen oder jeweils einzeln? Und plötzlich sind 10 Minuten Meditation vorbei. Alles fühlt sich schwer an. Ist das der Sinn von Meditation? Mit so viel Blödsinn im Kopf oder muss man den abstellen? Kann man überhaupt nicht denken? Also ich ganz bestimmt nicht. Na ja, schauen wir mal was der nächste (Meditations-)Tag bringt.