Stay The Night vs. Clarity

Eigentlich bin ich ja eher für die sanften Töne zu haben, aber manchmal muss es einfach wilder sein. Dann ist Stay The Night eins meiner Lieblingslieder. Überhaupt ist Zedd ein toller Künstler, der eben nicht nur DJ, sondern tatsächlich auch Musiker ist und ich finde das hört man.

Außerdem würde ich mir manchmal diese Leichtigkeit wünschen.

Aber was mir viel eher entspricht, ist eher das:

Vielleicht brauche ich deswegen das andere als Gegenpol, und wenn es nur in der Musik ist.

Die Welt ist klein und wir sind groß

Ich habe mir gestern eine Karte für Mark Forster geordert! Yippi, ich freu mich so.

Jetzt wollte ich gerade mal schauen, mit welchen Lied ich das verkünde und dann kommt genau das im Radio:

Ich bin ja jemand, der an Zeichen (und so einen Quatsch) glaubt, und dann soll es wohl so sein. Ich freue mich darüber! Und auf das Konzert! Und überhaupt!

senorita auf Rezeptsuche

Eigentlich wollte ich für morgen noch schnell einen Kuchen backen. Nein, stimmt nicht. Eigentlich wollte ich KEINEN Kuchen backen. Weil meine Büro-Mutti Urlaub hat, und weil ich keine Lust habe zu backen und weil wir in der letzten Woche jeden Tag Kuchen hatten…. Und jetzt gerade dachte ich: „Mhh, ich könnte eigentlich doch noch schnell einen Kuchen backen für morgen.“ Aber ich bin echt schlecht ausgestattet. Mein Buch mit den gesammelten Lieblingsrezepten ist leider weg und ich habe kaum Zutaten da. Selbst die Schokolade, die ich extra zum Backen gekauft hatte, habe ich – bis auf eine Tafel Halbbitter – einfach so aufgegessen. Ich habe weder Kakao noch Zitrone. Weder Rum noch Rum-Aroma. Ein einfacher Rührteig würde gehen, aber das ist doch auch langweilig, oder? Na ja, gibt es eben keinen Kuchen. Ich habe Geburtstag, da könnte mir jemand einen backen! So!

Eigentlich wollte ich aber was ganz anderes erzählen, nämlich wie ich bemerkt habe, dass die Depressionswelle letzte Woche sich wieder verabschiedet hat. Das ist verrückterweise gar nicht sooo eindeutig. Man könnte meinen, es würde ein wahres Stimmungsfeierwerk losgehen. Ups, ich meinte natürlich FeUerwerk, aber feiern passt auch. Yippie yeah, die Depri-Uschi hat mich wieder nicht richtig eingefangen. Juchu, die Schwere ist wieder verschwunden! Aber meistens schleicht das ganze so von dannen, wie es sich angeschlichen und zugepackt hat.

Aber ich saß im Auto auf dem Weg nach Hause und im Radio kam – Justin Timberlake. Ich liiiiiiiiebe Justin Timberlake. Und es war nicht „Can’t stop the feeling“, sondern ein älteres Schätzchen.

Und schon war ich mittendrin „I don’t know what I’m thinking bout, really leaving with you“. Im Auto habe ich meine größten Auftritte, ob das besser ist als in Hörweite kann nur mein Auto beurteilen und die alte Dame hält zu mir. Jedenfalls habe ich da realisiert, dass es mir wirklich besser geht und war unfassbar begeistert.

Deswegen hier jetzt auch für euch:

Strong enough

Wisst ihr noch, dass ich über die Schwierigkeiten mit meiner Kollegin geschrieben habe? Das ist schon über einen Monat her und seit dem ist es schwierig mit uns. Gut, sie war krank, dann war ich im Urlaub, dann war sie wieder krank. Und ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Situation mit ihr auch seinen Teil zu dem Ausfall beigetragen hat. Als sie dann wieder da ist, ließ ich sie erstmal ankommen, außerdem hatten alle Sorge, dass sie sich direkt wieder krank melden würde, sollte das Gespräch wieder eher schwierig verlaufen. Also hab ich gewartet und wir haben uns angeschwiegen. Ich finde sowas fürchterlich und letztendlich trägt es nur dazu bei, dass man sich mehr und mehr in die Situation herein steigert. Heute schien sie aber in Quatschlaune zu sein und relativ entspannt zu sein. Die Gelegenheit habe ich dann direkt genutzt, obwohl ich eigentlich nach Hause wollte. Ich habe mich für meine Nachricht entschuldigt (also für den Ton), aber auch erklärt, warum das so heftig ausgefallen ist. Sie war auch direkt versöhnlich und sichtlich froh, dass  ich das angesprochen habe. Eigentlich brauchen wir beide Harmonie. Wir haben uns anschließend noch unterhalten, dass das ja generell eine stressige Zeit für mich war und sie das sehr gut nachvollziehen kann. Ich glaube, so viel habe ich in der ganzen Zeit nicht mit ihr gesprochen. Mir tut es auch leid, dass sie das ganze so belastet hat. Das haben einige ja so abgetan, von wegen „sie ist selbst schuld“, „sie provoziert das“, „das ist bescheuert“ usw. Aber ich weiß ja auch, wie es ist „die Bescheuerte“ zu sein. Auf dem Weg nach Hause habe ich mich erst gefragt, ob ich zu sehr nachgegeben habe. So wie ich mich früher immer entschuldigt habe, nur damit die Situation wieder auszuhalten ist und ich doch bitte nicht wieder mit Liebesentzug bestraft werden. Aber ich habe ja erklärt, warum ich mich in dem Moment so aufgeregt habe. Dass sie aber eine andere Intention hatte, glaube ich ihr. Ehrlich gesagt, bin ich auch ein wenig stolz auf mich. Konfliktbewältigung und aktiv auf andere zugehen, war bisher nicht meine Stärke. Ich habe es eben ausgehalten und jetzt habe ich aber für Klärung gesorgt. Ich bin so froh, dass ich weiter gekommen bin und habe jetzt diesen Ohrwurm.

Den Text nehme ich gerade nicht wörtlich und beziehe ihn auf irgendeinen Typen, sondern auf all den Mist, den ich nicht mehr brauche und der mir nicht mehr reicht.

Now, I’m strong enough to live without you
Strong enough and I quit crying
Long enough now, I’m strong enough
To know you, gotta go