Projekt 52 (52)

 

 

 

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

Das war`s

So werde ich nun nicht mehr meine sonntäglichen Beiträge beginnen, denn meine 52 Wochen sind nun auch vorbei. Vor 52 Wochen habe ich „richtig“ angefangen zu bloggen. Vorher war es ein unregelmäßiges vor mich hinschreiben und mit diesem Projekt habe ich neue Blogs entdeckt und andere Blogger kennengelernt. Deswegen macht es mich auch traurig, dass die 52 Wochen vorbei sind.

Vor 52 Wochen hatte ich noch keine Ahnung, welche Prüfungen mir bevorstehen würden. Der neue Job war schon eine Herausforderung, aber ich hatte so viel abgenommen, ich hatte einen neuen Job ohne mich dafür beworben zu haben und dachte, es könne nur noch bergauf gehen. Ich war der Meinung, ich hätte mich so verändert, dass mir das einfach zustehen würde. Ich habe mich auf alles gestürzt, was neu und anders war. Ich zog in eine andere Wohnung. Und dann merkte ich, wie unglücklich mich der neue Job machte. Ich bekam das Angebot wieder zurück zur alten Firma zu kommen, wieder ohne dass ich mich beworben hatte.  Im Dezember, genau an dem Tag, an dem ich die alte Stelle annahm, brannte meine Wohnung. Und so oft ich auch heute noch sage, ich weiß nicht, wie das passieren konnte, war es morgens eine bewusste Entscheidung die Kerzen brennen zu lassen. Es wird schon nichts passieren. Die gehen irgendwann von alleine aus. Es kam anders und daran bin ich ganz alleine schuld. Es ist als hätte ich mein Glück oder das Universum oder höhere Mächte herausgefordert. Aber so funktioniert das nicht. Man fordert höhere Mächte nicht einfach so heraus, ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen.Wenn den Katzen oder sonst irgendwem etwas passiert wäre, hätte ich mir das nie verzeihen können. Ich zog zurück zu meinen Eltern und fiel in viele alte Muster zurück. Ich nahm unheimlich viel zu. Was war also all die Veränderung wert? Ich fühlte mich wie ein großer Versager. Ich hatte gar nichts geschafft. Und trotzdem ist da eine Stimme, die immer stärker wird und die früher nicht da war und die sagt, dass das nicht stimmt. Ich bin stärker als ich es jemals für möglich gehalten hätte und ich habe mich zurückgekämpft! Okay, ich bin immer noch fett, aber was sagt das über meinen Wert aus? Nichts! Endlich nehme ich mir das Recht, auf mich selbst zu hören und für mich einzustehen. Ich entscheide, wen ich in meinem Leben haben möchte und wen nicht.

Ich habe meine Wohnung nochmal neu eingerichtet, ich habe Hilfe von Menschen bekommen, von denen ich es nie erwartet hätte und wurde von Leuten enttäuscht mit denen ich fest gerechnet hatte. Ich habe zum allerersten Mal jemandem, der nicht zur Familie gehört, einen Schlüssel zu meiner Wohnung gegeben. Immer noch ein seltsames Gefühl, aber gleichzeitig bin ich dankbar, dass es so jemanden in meinem Leben gibt! Zum allerersten Mal habe ich eine finanzielle Reserve, die mir Sicherheit gibt. Aber mich auch verunsichert.

Aber natürlich bin ich noch nicht fertig. Ich lebe immer viel zu sehr in der Vergangenheit, ich igle mich zu sehr ein, ich habe immer noch unheimlich große Selbstzweifel. Meine Mutter hat sich immer in meinen Haushalt eingemischt. Jetzt lässt sie es endlich, weil sie selbst genug zu tun hat und ich merke, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, wie man das macht. Für sich selbst zu sorgen, regelmäßig einzukaufen, zu kochen, zu putzen, aufzuräumen…. und das tut gerade weh.

Überhaupt habe ich in diesem 52 Wochen viele Verluste mitgemacht. Mein Yogastudio hat geschlossen. Meine Therapie sowohl medikamentös, aber auch beim Psychiater und bei meiner Psychologin beendet.

Ende 2016 haben alle immer wieder gesagt, dass 2017 MEIN Jahr wird. Ist es das? Nein, ich glaube nicht. Es ist immer noch ein Jahr der Umbrüche und Abschiede, aber die Prüfungen, die dieses Jahr mir stellt, sind anders. Immer noch niederschmetternd und angsteinflößend, aber ich habe eine andere Sicherheit.  Ich weiß, dass ich überleben werde und dass jede Nacht irgendwann vorüber ist. Es ist auch ein Jahr des Bilanzziehens und des Bereitmachens auf Neues. Ich stehe mir immer noch viel zu oft selbst im Weg und erschaffe Probleme wo keine sein müssten. Ich stelle mich selbst viel zu oft in Frage, aber ich lasse nicht mehr zu, das andere es tun. Ich habe hart dafür gekämpft mich mit mir selbst anzufreunden und das lasse ich mir nicht von anderen kaputt machen, weil sie meinen, sie würden mich besser kennen als ich selbst.

Ich wünsche mir immer noch mehr Beständigkeit in meinem Leben, aber so langsam glaube ich, dass ich die erst bekomme, wenn ich sie nicht mehr brauche.

Und jetzt?

Also schauen wir mal, was da noch kommen mag. Hier auf dem Blog brauche ich eine Art des Rückblicks, des Zusammenfassens und Bewusstmachen. Dafür war dieses Projekt ideal. Was ich nicht vermissen werde, sind die Selfies. Besonders wenn ich Sonntags keins aus der Woche hatte. Gerade die Sonntage sind meine Faulernzertage und so sehe ich dann auch so aus. Das ist aber nicht gerade Selfie-geeignet.

Und im Leben? Ich weiß es nicht. Ich habe immer noch Angst zurückzufallen, alleine nicht zurechtzukommen, die Vergangenheit nicht loslassen zu können, mich nicht weiter zu entwickeln und als verbitterte, einsame Katzenfrau zu enden.  Ich habe Angst vor depressiven Phasen, die ich alleine durchstehen muss ohne das bisher bekannte und bewährte Sicherheitsnetz. Aber vielleicht wird sich auch zeigen, ob ich es noch brauche. Es kommt sowieso, wie es kommen soll oder so wie man es braucht. Beim Hula sagt man, man lernt ein Lied dann, wenn man dafür bereit ist und wenn man totale Schwierigkeiten hat und eher auswendig lernt, anstatt der Geschichte zu folgen, dann ist man wohl noch nicht bereit für das Lied. Und ich glaube, letztendlich ist es im Leben auch so. Also Aloha! und Mahalo an Zeilenende für dieses Projekt!

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Projekt 52 (51)

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen.

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Jetzt bin ich fast durch mit meinen 52 Wochen – verrückt, wie schnell ein Jahr letztendlich vergeht. Und was für eins! Aber ich glaube, dazu kann ich lieber beim nächsten Mal was sagen- Noch ungeklärt ist außerdem die Frage, was danach kommen soll. Na ja, wenn es soweit ist, dann wird sich schon was finden.

Diese Woche war total langweilig bei mir. Montag hatte ich noch frei und habe den Tag sehr genossen und nach dem letzten anstrengenden -aber schönen Wochenende. Habe aber schon gemerkt, dass eine Erkältung im Anflug ist. Dienstag Morgen hatte ich dann das Gefühl mein ganzes Gesicht würde sich zusammenziehen. Eine einfache Erkältung nehme ich natürlich nicht, wenn ich auch eine Sinusitis haben kann. Also war ich den Rest der Woche krank zu Hause. Das traurige daran ist, dass ich eigentlich jeden Tag etwas anderes (schönes) vorhatte. Aber so verplant zu sein, verursacht bei mir auch immer unheimlichen Stress und vielleicht hat das dazu beigetragen, dass ich  ausgerechnet dann auch krank werde. Aber es ist wie es ist. Ich habe vor allem noch total fiesen Husten, der mir Kopfschmerzen macht und der einfach nicht gehen will. Ich trinke schon gekochte Zwiebeln, was wirklich ekelhaft ist.

Morgen geht es trotzdem zurück ins Büro. Das muss irgendwie gehen. Außerdem fällt mir die Decke auf den Kopf, was an sich ja ein gutes Zeichen ist. Mal schauen, wie das morgen wird. Es sind ja auch nur vier Tage und ab Freitag habe ich Urlaub! Yippie! Es startet am Freitag direkt mit einem Arzttermin beim Chirurgen. Aaaaaah! Ich bin ja nun wirklich kein Hypochonder, aber da habe ich schon Angst, dass es was Schlimmeres sein könnte. Mein Hausarzt nannte es schlicht Fibrom am Kopf, aber wer weiß schon so genau, was da schlummert. Außerdem will ich auch nicht, dass die mir da Haare rasieren. So weit reicht die Angst vor Krankheiten dann doch nicht.

Ich habe gerade so unfassbaren Hunger auf Kuchen oder Kekse, ich muss jetzt erstmal schauen, was ich mir backen kann. Das liegt bestimmt am Zwiebelsud.

Von Wortgeflumselkritzelkram habe ich zumindest virtuell auf Instagram schon mal ein Stück Kuchen bekommen. Das hat aber nicht wirklich geholfen. Ich bin dann mal in der Küche….

Schönen Sonntag noch

 

Nachtrag zum Projekt 52 (50)

Meine ehemalige yogalehrerin hat mitbekommen, dass ich einen Ersatz für das Konzert heute Abend suche und hat mir nochmal gesagt, dass ich mich liebend gerne zu ihnen gesellen kann (Nur Frauen, Männer sind nicht erlaubt – also ich bin schon ein Typ, der sich in Mädelsgruppen wohler fühlt, aber strahle ich meine Berührungsängste mit Männern so krass aus? Egal.)

Und als jetzt absehbar wurde, dass ich wohl keinen Ersatz finde, hat sie mich angerufen. Sie nimmt mich direkt mit, damit ich gar nicht erst alleine fahren muss. Und die Karte bekommt ihre Tochter, die dann auch mitkommt. Ich freue mich! Also heute Abend doch Mark Forster!

Und außerdem zeigt das mal wieder, dass mein Kopf mein eigentliches Problem ist. Wenn sie mich wirklich meiden würde, hätte sie das doch gar nicht anbieten müssen. Und dass sie das macht und es eigentlich gar nicht will, glaube ich auch nicht. Aber hauptsache ich mache mir darum unheimlich viele Gedanken. Als würde sich die ganze Welt um mich drehen und alles mit mir zu tun haben. Bescheuert, trienchen…

Da rennst du heulend über Felder anstatt die Zeit zu genießen. Andererseits hättest du sonst nie diese Stille genossen! Es ist also immer für etwas gut. Manchmal selbst das überflüssige Kopfkino. Aber anstrengend ist es schon.

So, dann springe ich mal schnell unter die Dusche. Dadurch, dass ich in den letzen Tagen so viel unterwegs war, sind meine Katzen unheimlich anhänglich und ich komme zu nichts. Aber das macht nichts. Ist ja auch schön so.

Schönen Sonntag noch ihr Lieben. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche.

Projekt 52 Wochen (50)

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Jetzt bin ich fast durch mit meinen 52 Wochen und frage mich, was ich danach machen soll. Auf keinen Fall noch mehr Selfies. Aber vielleicht irgendeine andere Form des Wochenrückblicks.

Heute kann ich mich fast gar nicht für ein Bild entscheiden. Also nehme ich das Lustigste!

Gestern war ich im Sauerland auf einem Yogafestival. Das war schon das dritte Mal und bisher fand es in jedem Jahr woanders statt, aber immer im Sauerland. Irgendwie war ich in diesem Jahr nicht so motiviert, weil wir nicht mehr das „typische Grüppchen“ waren und die Planung im Vorfeld auch ein bisschen schwierig. Auf einmal vergessen alle wie man Auto fährt, wenn es darum geht, andere Leute mitzunehmen. Und wie dreist einige Leute einfordern, abgeholt und kutschiert zu werden. Das hat mir vorher schon die Stimmung vermiest. Außerdem habe ich irgendwie das Gefühl , dass mich meine ehemalige Yogalehrerin meidet bzw. einfach auf Abstand geht. Und ich weiß nicht, was ich getan habe, um das auszulösen. Bin ich zu melancholisch, zu ruhig, zu schwermütig? Aber irgendwie ist das sowieso eine seltsame Zeit. Alle aufgedreht, alle motzig, reden unfassbar viel…. Das ist ja so gar nicht meins. Am liebsten würde ich mich verstecken, wo mich niemand findet. Stattdessen bin ich für jeden Tag verplant und das stresst mich jetzt schon. Ich mag es nicht, wenn der ganze Tag verplant ist und jetzt ist es sogar die ganze Woche. Selbst wenn es eigentlich schöne Sachen sind. Aber zurück zu gestern.

Ich habe gestern relativ wenige Yogakurse mitgemacht, sondern stattdessen lieber gesungen und meditiert. Meine ehemalige Yogalehrerin hat auch einen Kurs in Yin gegeben und es war ganz toll. Ich hab das soooo vermisst. Ich liebe ihre Art zu unterrichten einfach, aber ich habe gestern auch gemerkt, dass sie nicht mehr meine Sonne ist. Und das ist schön und traurig zugleich.

Aus einem Kurs der „Klang des Herzens“ hieß und auf den ich mich vorher sehr gefreut hatte, bin ich dann doch geflohen. Das waren Yogis aus Bad Meinberg. Und mit Bad Meinberg kann ich nichts anfangen. Die sind mir zu abgedreht, zu sehr in ihrer eigenen Welt. Wenn man da den ganzen Tag in seinem Ashram hockt, singt und Yoga macht, ist es leicht zu behaupten, es würde keine Hindernisse geben. Jedenfalls fing die Klasse erst gut an, aber dann habe ich gemerkt, dass ich das einfach nicht will. Lauter Positionen, die vollkommen willkürlich hintereinander ausgeführt werden. Ich kenne das so, dass es aufeinander aufbaut, sich eine spürbar sinnvolle Reihenfolge ergibt und man zu Schluss schön alles ausgleicht. Aber Aufwärmen und dann machen wir mal nen Schulterstand? In mir hat sich alles gewehrt. Also bin ich einfach abgehauen. Denn ich quäle mich durch solche Situationen nicht mehr durch. Außerdem wurde ja vorher gesagt, wenn irgendwas angesagt wird, das wir nicht machen wollen, dann sollen wir es auch nicht machen. Auch das wäre Yoga. Also habe ich mein Yoga gemacht und bin lieber spazieren gegangen. Es war so wunderschön. Diese Stille hat man im Ruhrgebiet einfach nicht. Ich liebe das so sehr und gerade nach dem ganzen Geschnatter, hat das unheimlich gut getan. Kann  man meine Wohnung da nicht einfach mittenrein setzen? DSC_0021
Hier wäre es doch total schön!

Ich bin dann auch vielen Pferden begegnet und seit ich weiß, dass das meine Krafttiere sind, zieht es mich dort immer mehr hin. Sie erden einfach so sehr. Aber ich habe keine Ahnung von ihrer Körpersprache, deswegen bin ich da immer extrem unsicher. Warum zum Beispiel legen die immer ihren Kopf auf meinen? Das wird ganz schön schwer. Gestern habe ich aber ein Exemplar gefunden, dass dann auch noch anfing mich zu frisieren. Ich hätte ewig da stehen bleiben können. Bin dann aber doch wieder zurück und war direkt viel besser drauf. Das hat so gut getan!

Auf dem Weg habe ich zwei Mal einen Mann getroffen, der sehr interessiert war, was „da unten“ überhaupt los ist und warum ich alleine durchs Feld laufe, wenn doch da unten was spannendes passiert. War sehr nett.

Heute will ich eigentlich zum Mark Forster Konzert, aber mir wurde abgesagt und bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft Ersatz zu finden. Ich hatte gestern schon das Gefühl, dass Anette das absagen würde, weil auch sie seltsam drauf war. Ja und nun haben wir den Salat. Eigentlich wollte ich mich meiner Yogalehrerin anschließen, die sowieso da isst und Anette hatte sich auch noch dran gehangen, aber so ist es jetzt trotzdem blöd.  Ich hätte mir die Karte gar nicht kaufen sollen. Das ging mir gestern Abend schon durch den Kopf. Na ja, es hilft nichts. Ich glaube, ich muss nachher spontan gucken.

Projekt 52 (49) und 12 Monate (7)

Da ich heute etwas länger geschlafen habe und dann nur unterwegs verbinde ich heute einfach mal beide Aktionen.

Projekt 52:

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

Und 12 Monate:

An jedem letzten Sonntag im Monat gewähre ich euch einen Blick in mein Wohnzimmer. Alle bisherigen Beiträge findet ihr hier.

Herr Zeilenende hat das Projekt ins Leben gerufen, an dem sich viele Leute beteiligen und jeweils einen Gegenstand, Landschaft, Körperteile oder was auch immer über ein Jahr zu dokumentieren.

Heute seht ihr mich in meinen neuen Kissen! Yippie! Und das tollste daran ist, dass die Blumenkissen von meiner Mama genäht wurden. Sie waren eigentlich mal ein Tischläufer, den ich von meinen Arbeitskolleginnen um Geburtstag geschenkt bekommen habe. (Sie hatten mir eine schöne rosa Sammlung zusammengestellt.) Und schon ist ein Farbtupfer da, der aber super ins Gesamtbild passt.

Bilder habe ich immer noch nicht. Ich glaube, das wird auch eine Never-Ending-Story, fürchte ich.

Diese Woche war ganz schön anstrengend. Gar nicht mal, weil ich so viel zu tun hatte, oder weil die Arbeit so anstrengend war, sondern weil mental viel passiert. Viele neue Einsichten, neue Erkenntnisse oder einfach nur durchlebte, emotionale Anstrengungen. Die Situation mit meinem Yogalehrer, der mich heute gelobt hat, dass der Ashtanga-Teil schon viel kraftvoller aussah, als beim letzten Mal. Da hab ich mich ganz schön gefreut, und ich merke auch, dass ich wieder Muskeln bekomme. Gut, im Moment heißt das vor allem, dass meine monströsen Oberarme noch dicker werden. Aber sie bestehen zumindest nicht mehr nur aus Pudding. Ich habe mit meiner Arbeitskollegin (meine Büro-Mutti) gesprochen und ihr von meinem Fehler erzählt, weil er mich immer noch beschäftigt, weil ich angespannt im Büro sitzen und unheimliche Angst davor habe, den nächsten Fehler zu machen. Einmal ausgesprochen, war es direkt viel besser. Und das ist auch die Erkenntniss, zu der sie mir geholfen hat. „Wenn du weißt, dass reden hilft, dann sprich doch früher!“ Stimmt. Warum meine ich immer noch, dass ich alles alleine durchstehen muss? Ich habe mit Freunden über meinen Zwiespalt zwischen „Ich will meine Ruhe und allein sein!“ und „Ich will Freunde haben und Freundschaften pflegen!“ gesprochen und gemerkt, das größte Drama veranstalte ich selbst. Ich habe ganz tolle Menschen um mich, an denen ich aber immer wieder zweifle. Der Spruch „Du kannst andere nur mögen, wenn du dich selbst magst!“ stimmt irgendwie doch. Mit meinem Bruder ist es nach wie vor schwierig und es bricht mir das Herz. Dazu beschäftige ich mich mit meiner Ernährung  und muss dabei auch nicht so schönen Dingen ins Auge blicken. Mein Essverhalten ist eben doch irgendwie gestört. Aber alle sehen nur „Sie nimmt ab, sie macht es richtig.“ Komisch eigentlich. Natürlich habe ich  mich unfassbar gefreut, dass ich darauf angesprochen wurde, wie viel ich jetzt abgenommen habe. Aber deswegen mache ich noch lange nichts richtig. Aber mal sehen, wie das weiter geht. Ein Freund, mit dem ich mich vor Monaten gestritten habe und von dem ich seit dem nichts mehr gehört habe, hat sich wieder gemeldet. Ich bin ja bei sowas immer ziemlich resolut bzw. ich weiß gar nicht…. Vielleicht ist es auch nur Feigheit und Unfähigkeit zu verzeihen, weswegen ich Leute „so leicht“ aus meinem Leben verbanne. Und am Dienstag ist meine letzte Therapiestunde. Ich fühle mich noch gar nicht fertig.

Also einiges los bei mir. Und ich lasse euch an ganz schön viel teilhaben. Ob das immer so gut ist, weiß ich nicht. Aber andererseits bin ich sehr dankbar für so viel Hilfe, die ich hier bekomme.

Und nur der Vollständigkeit halber zeige ich euch noch, wie mein Wohnzimmer bisher aussah:

DSC_0016
Juli

Juni

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Mai

DSC_0080
April

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Wer sonst noch mitmacht, findet ihr bei Zeilenende. (Entschuldigt, aber ich bin im Moment einfach zu faul zu verlinken. Vielleicht klaue ich aber auch einfach bei ihm, wenn er sich die Mühe macht.)

365tageimleben erlebt ihr kleines grünes Wunder

Agnes dokumentiert die Baustelle der Groth-Gruppe am Berliner Mauerpark

Amerdale zeigt das Wohnzimmer

Arno von Rosen zeigt die Eiche in Nachbars Garten

babelpapa baut einen Balkon

Chris zeigt den Baum vor seinem Fenster

frauholle52 blickt auf ihre Terrasse

Frau Rebis begleitet ihren Baum

Gerda Kazakou nimmt uns mit in ihr Atelier

Impressions of Life blickt auf Balkon und Garten

Lovely Rita Flowermaid zeigt die Discotasche

lunarterminiert beobachtet ihren Schreibtisch

Meermond zeigt ihre Füße her

Mein Name sei MAMA nimmt uns mit unter den alten Kirschbaum

Mitzi Irsaj erinnert sich an den Ort, an dem 24 Olivenkerne im Münchner Rosengarten ruhen

Multicolorina rastet an einer Feldweg-Bank

Neues vom Schreibtisch zeigt den Park rund um die Reste des Garnisons-/Katharinenfriedhofs in Braunschweig

Petra Elsner zeigt die Bleiche am Döllnfließ

Random Randomsen hat einen geheimnisvollen Baum gewählt

rina.p macht einen Hofgang

Rubinkatze blickt über die Dächer Münchens

solera1847 nimmt uns mit auf die Gartenbaustelle

Susanne Haun zeigt ihr Atelier

tallyshome zeigt ihr Wohnzimmer-Sofa

Ulli blickt in die Weite

Wili lässt uns auf und in ihren schmucken neuen Topf gucken

wortgeflumselkritzelkram ist im Vorgarten

Projekt 52 (48)

Hallo ihr Lieben,

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Und wer sich jetzt fragt, wieso Selfie, da sieht man ja gar nichts von der Trulla – doch! Ich liege da in dem Haufen roter Decke. Wenn man genau hinguckt, sieht man oben ein bisschen Haar rausgucken. Aber mein kleiner Bodyguard ist jawohl mega süß. Das ist der Hund meines Bruders, der vorher auch schon  mal mit auf die Hängematte gesprungen ist, aber sie mochte das Schaukeln nicht so. Daher ist die kleine Principessa (so nennen wir sie, was meinen Bruder nicht immer begeistert) eben daneben sitzen geblieben.

Ich bin diese Woche so unheimlich müde. Ich könnte nur schlafen und fühle mich durchgehend erschöpft. Mein Emotionstief am Dienstag hat natürlich dazu beigetragen, aber trotzdem…. ziemlich heftig. Und meine ganzen Zweifel an mir, an meiner Arbeit, an meinen Prioritäten….. Das ist schon auch anstrengend. Letzte Nacht habe ich mehr als 12 Stunden geschlafen und heute habe ich endlich ein Gefühl von halbwegs ausgeschlafen. Jetzt gleich geht es erstmal zum Yoga und vielleicht schaffe ich es dann ja, mal ein bisschen in der Wohnung zu machen. Hier sieht es aus wie ein Schlachtfeld, weil ich zum putzen immer zu müde war.

Vielleicht melde ich mich nachher noch mal, jetzt muss ich mich beeilen, weil ich mich noch umziehen und waschen muss.

Schmutzige und faule Grüße an euch und einen schönen Sonntag!

Projekt 52 (47)

Hallo ihr Lieben,

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Ich weiß nicht warum, aber irgendwie macht Bart eine hohe Stirn. Wurde dieser Zusammenhang jemals genauer untersucht? Bart steht mir aber gar nicht mal sooo schlecht.

Heute war ich wieder beim Yoga und da heute der Fokus eher auch Technik und Ausrichtung lag, wird es diesmal wohl keinen Muskelkater geben. Da Andrea und ich heute die einzigen waren, die schon länger Yoga machen, waren wir dann oft die Vorturner, an denen die Ausrichtung gezeigt wurde. Das ist ja nicht so wirklich meins. Andererseits weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es hilft, wenn man sich die Positionen in aller Ruhe anschauen kann. Aber die anderen waren da auch noch schüchtern und haben viel Abstand gehalten. Mir ist mittlerweile wichtiger, dass alle lernen, als dass ich im Hintergrund bleiben kann. Wann ist das eigentlich passiert? Ich freue mich auch so darauf, selbst eine Ausbildung zu machen und die anderen in die richtige Position helfen zu können. Heute habe ich zugesagt, in diesem Studio erstmal eine 10er-Karte zu kaufen. Ich hätte auch ein Abo abschließen können, was letztendlich günstiger ist, aber ich habe die Hoffnung, dass Susann auch noch irgendwo Kurse anbieten wird. Aber vielleicht sollte es jetzt auch so sein, dass ich mich auf jemanden einlasse, auf den ich mich nie einlassen wollte, etwas neues kennenlerne, um offen zu werden und bleiben und mich nicht so festzufahren. Außerdem werde ich bestimmt super Kraft aufbauen, weil es da so körperbetont zugeht. Und Kraft im Äußeren und im Inneren ist nie verkehrt und beides bedingt sich gegenseitig.

Ich habe meinem Papa heute Reiki gegeben. Das hat mich wirklich gewundert, weil er „sowas“ eigentlich für totalen Blödsinn hält. Deswegen habe ich ihm auch nicht gesagt, was ich so deutlich gespürt habe. Das wäre vielleicht doch ein bisschen viel gewesen. So war es für ihn eine ganze Stunde Entspannung. Ich war sehr beeindruckt wie ruhig er werden konnte. Die Reihenfolge der Handpositionen habe ich nicht so eingehalten, wie ich es gelernt habe, aber da kann man jetzt streiten, ob ich einfach durcheinander war, oder ob es so sein sollte. Seine erste Frage war direkt, wie ich es mache, dass meine Hände so heiß werden. Also hat er deutlich gespürt, dass etwas passiert. Ich bin so froh, dass ich ihn damit erreichen konnte und er sagt, dass ich das gerne nochmal machen soll. Mal schauen, ob er irgendeine Änderung spürt, denn ich habe ihm ganz schön viel weggenommen.

Wir haben am Freitag eine Vorstellungsrunde für und mit unserer neuen Azubine gemacht, damit sie weiß, mit wem sie es so zu tun hat, da habe ich zum ersten Mal erzählt, dass ich mich mit Reiki und ähnlichem beschäftige. Die Angst, dass es als verrückt abgetan werden würde, war bisher immer zu groß. Aber am besten war eine Kollegin, die direkt sagte „Dann brauchen wir ja gar keine Notfallbonbons mehr, wenn du uns jetzt die Hände auflegst!“ Wir haben tatsächlich Notfallbonbons in der Schublade, wenn mal alles zu viel wird und Schokolade nicht mehr hilft.

Und meine Mama hat zu mir gesagt, dass sie es gut findet, dass ich einfach mache, was mich interessiert und was mir gut tut.

Ich werde meinen Weg schon machen und so langsam bekomme ich das Gefühl, dass die ganzen Abschiede und das ganze Elend im letzten Jahr nötig war, um mich endlich starten zu lassen. Aber das mache ich lieber ohne Bart. 😀

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart!