Unzuverlässigkeit ist das Letzte!

Ich bin so sauer, dass ich erstmal einen Beitrag schreiben muss. Und um den Drang zu unterdrücken mir 3 Tüten Chips, 2 Tafeln Schokolade und Currywurst/Pommes mit Mayo reinzuschieben – oder auch alles nacheinander. Das würde auch meine ganze gesunde Woche zerstören!

Mein geliebtes Yogastudio schließt im Mai, was ich ja schon lange weiß. Aber bisher habe ich mich geweigert, mich wirklich auf andere Studios einzulassen. ABer das ist auch nicht einfach. Ich möchte nicht irgendein Yoga, sondern Vinyasa, eine geschützte, warme Atmosphäre im Studio, herzliche Yogalehrer…. das passt eben nicht überall.

Letztens auf Facebook habe ich gesehen, dass direkt um die Ecke vom Büro Yogakurse angeboten werden. Ich dachte erst von einer befreundeten yogalehrerin, das wäre perfekt gewesen, aber es ist eine Freundin von ihr. Fast genauso gut – dachte ich. Ich habe mich für iene Probestunde angemeldet, über Facebook und über die Internetseite und in der Facebook-Veranstaltung zugesagt. Ich wollte wirklich, dass das gut wird. Gestern habe ich direkt eine Tasche mit meinen Klamotten gepackt, damit ich das ja nicht vergesse.

Heute war ich extra länger im Büro. Kurz vor Ostern wollten alle früh weg, aber ich bin geblieben… schließlich sollte der Kurs erst um 18:15 stattfinden.

Ich habe mich wirklich gefreut, als ich in das Studio maschiert bin. Und was höre ich dann? „Heute ist kein Yoga, Laura hat heute eine Rundmail geschickt.“ Ja, mir aber nicht und ich hatte mich extra angemeldet. „Das ist Laura!“

Dann hat er mir noch gesagt, wo sie stattdessen sein könnte und dass ich ja auch so im Studio trainieren könnte. Aber ich habe weder Lust dazu, Spazierfahrten durch die Stadt zu machen, um zu schauen, wo die Gute denn wohl ihren Kurs abhält, noch zum dritten Mal mich mit Geräten zu quälen, was mir einfach so gar keinen Spaß macht.

Ich bin so sauer, denn ich hasse Unzuverlässigkeit! Und das scheint bei der Dame ja nicht ungewöhnlich zu sein. Es heißt doch immer, es gäbe mehr Yogalehrer als Schüler und dann schießt man Schüler so in den Wind? Das Ding ist für mich gelaufen!

Und jetzt habe ich wirklich Angst, was ich ab Ende Mai machen soll.

Dafür brauchen wir Yoga! Ich zumindest.

Ratet mal, wo ich gerade war…

Nein, nicht beim Lauftrainig. Der Trainer hat zwar gesagt, er würde auch wieder mit mir spazieren gehen, aber das ist mir dann doch ein bisschen zu blöd. Stattdessen war ich seit gefühlten (und tatsächlichen) Ewigkeiten wieder beim Yoga. Dabei war ich heute mal wieder richtig fertig… Ich bin in DER Ausschreibung überhaupt eingesetzt und jetzt soll hochoffiziell abgeklärt werden, dass ich Projektassistenz machen soll und darf und dafür andere Aufgaben schieben darf und muss. Heute habe ich fast den ganzen Tag an einer Excelliste gebastelt. Sowas mache ich im Grunde gerne, aber irgendwann bekomme ich Angst, dass ich in Excel träume, weil es anstrengend ist. Ich bin vor Müdigkeit gegen die Reißwolftonne gerannt! Das Teil ist fast so groß wie ich und aus Metall. Das hat also ordentlich gescheppert. Der Weg nach Hause hat auch mal wieder ewig gedauert, da es so viele Menschen gibt, die es kaum erwarten können Dortmund zu verlassen. Also lauter Gründe, die ohne schlechtes Gewissen für einen Abend auf dem Sofa mit Katze auf dem Bauch sprachen. Aber irgendwie war heute der Reiz größer, doch noch was zu machen. Und dann bin ich eben zum Yoga. Und es war sooooo gut. Alleine schon ein paar meiner Hasen zu treffen. Ich habe das so vermisst. Und die Yogastunde war super. Ich habe auf Facebook letztens ein Bild geteilt, dass uns auf meinem allerersten Workshop zeigen. (Da andere Personen auf dem Bild sind, werde ich es euch leider nicht zeigen. Sorry.) Ich weiß npch genau wie ich durchs restliche Wochenende schwebte mit dem eindeutigen Gefühl, endlich mal richtig zu sein. Der Schwan unter Schwänen. (Die Geschichte, was es damit auf sich hat, erzähle ich ein andermal.) Das hat meine Yogalehrerin dazu inspiriert, einige Elementen für ihre heutige Stunde zu nutzen. Und ich habe erst gar nicht verstanden, warum sich die Abläufe so vertraut anfühlen. Das war richtig was fürs Herz und ich habe wieder gespürt, dass das einfach meins ist. Warum soll ich mich mit Laufen quälen, wenn ich weiß, wofür mein Herz schlägt. Weil Ausdauer eben so gut für mich wäre. Und weil mein Studio bald schließt und ich einfach nicht woanders hingehen will. Aber trotzdem… Warum nicht nehmen, was man liebt?

Und ich habe gemerkt, dass ich doch gar nicht so schlaff bin, wie ich mir das selbst einrede. Okay, ich war ordentlich durchgeschwitzt und einige Positionen waren sehr zittrig, auch die Vorbeugen gingen schon mal tiefer. Aber ich kann immer noch einen Kopfstand und einen kleinen Halbmond. Ich gebe aber auch zu, dass meine Bauchmuskeln es sich zu bequem unter dem Schwabbel machen. Die größte Schwäche ist wie immer die starke Mitte, und ich glaube immer noch, dass das mehr bedeutet, als dass ich meine Muskeln mehr fordert muss.

Nach der Stunde haben wir noch lange gequatscht und auch das hat gut getan. Auch wenn ich bei den „Mutti-Geschichten“ nicht mitreden kann. Aber ich höre ja auch einfach gerne zu.

Ach ja, das war so schön.

Und wo bin ich jetzt wohl? Bereit fürs Bett. Kater Felix liegt mal wieder quer und lässt mir keinen Platz. Aber bei mir gilt ja, lieber unbequem schlafen als Katze wecken. Also gute Nacht und Namasté!

 

 

 

 

 

Reiki- und Mantraabend und wer das liest, ist schön.

Heute bzw. jetzt schon gestern war ich wieder af einem Reiki- und Mantraabend. Aber irgendwie war es diesmal komisch.

Zuerst haben wir uns gegenseitig abgeräuchert. Danach hatte ich das Gefühl, ich würde 200 kg wieder. Alles war einfach nur schwer. Sehr seltsam. Dann haben wir jeder eine Kerze angezündet, an all die Sorgen gedacht, die wir loslassen wollen und haben mit dem Spruch „Sorgen brennt nieder, Glück kehrt wieder.“ wieder ausgeblasen.

Danach wäre ich am liebsten ins Bett gegangen. Vielleicht auch, weil ich in der letzten Nacht nicht besonders viel geschlafen habe. Aber wir haben noch unsere Mantras gesungen. Dieses Mal aber viel ruhiger irgendwie… ich war also definitiv nicht alleine.

Sonst wird für mich ja gerne ein Mantra gesungen, in dem darum gebeten wird einen göttlichen Partner zu schicken. Heute wollte ich das nicht. Ich hab genug um die Ohren, da kann ich gerade überhaupt keine Liebesirrungen und -wirrungen gebrauchen. Ich hatte mir dann eins zu Dankbarkeit, Vergebung und Freude ausgesucht. Ich dachte das wären Themen, die gerade ganz gut passen könnten. Aber irgendwie hat es sich dann doch nicht so richtig angefühlt. Auch beim Reiki empfangen hatte ich nicht diese Wärme und das Gefühl gut aufgehoben zu sein  wie sonst.

Da alle so ruhig waren hat man heute deutlicher gehört, wer was singt. Ich singe ja lieber zu laufender Musik, die idealerweise so laut ist, dass ich mich selbst nur noch so gerade eben höre. Dann habe ich das Gefühl, ich singe ganz passabel. Heute hat mich eine Andere angeschaut und ich hab sofort gedacht, „Oh Gott, ich singe ganz fürchterlich!“ Wie war das nochmal mit Sorgen loslassen und niederbrennen? Wobei mit Niederbrennen kenne ich mich jetzt ja aus. Ich musste 100 € als Auflage dafür zahlen, dass das Verfahren gegen mich eingestellt wird. Die Staatsanwaltschaft sieht hinreichenden Tatverdacht der fahrlässigen Brandstiftung. Hab ich natürlich gezahlt. Wer weiß, was da sonst raus kommt.

Dafür konnte ich meinen Zettel vorhin nicht verbrennen. Jeder schreibt immer Namen von Personen auf einen Zettel, die gerade etwas Energie gebrauchen können. Am Ende werden diese Zettel verbrannt, im das Ganze der geistigen Welt zu übergeben. Ich konnte es nicht. Schon als die anderen ihre Zettel anzündeten, habe ich Angst bekommen. Ich habe Anke gebeten, das für mich zu machen und ich glaube, sie hat sofort verstanden. Und mir liefen die Tränen. Als würden endlich die Tränen kommen, die in der ganzen Zeit nicht geflossen sind…

Wir haben zwar wie immer Engelskarte, Stein und Rune gezogen (Weisheit, Rosenquarz und Ehraz hatte ich.), aber ich hatte und habe schon gar keinen Kopf mehr mich mit der Bedeutung auseinander zu setzen.

Den Buddha und die Karte habe ich beim Rausgehen gesehen. Schon beim letzten Mal, lachte mich beides so an. Dieses Mal musste das Foto sein.

Zwei freie Tage

Die letzten zwei Tage hatte ich frei.
Gestern war ich vormittags zur Hot-Stone-Massage bei Anke. Das war so toll! So schön warm und entspannend. Aber auch währenddessen haben die Gedanken gewütet. Wenig konkretes, aber eben doch auch Chaos. Anke sagte nachher sie hatte das Gefühl, dass die Emotionen wellenweise aufkommen und ich sie aber direkt abwehre. Das stimmt, aber ich mache es gar nicht bewusst. Vielleicht ist das gerade meine Art mit dem Chaos um mich herum umzugehen. Aber besonders schön finde ich es nicht. Meistens ist es doch viel besser das Drama einmal zuzulassen und dann weiterzumachen. Ich weiß auch noch nicht so richtig. Nach der Massage hat Anke mir auch noch Chakrensteine aufgelegt. „Beim Auflegen mit Heilsteinen kann man ein Chakra speziell beeinflussen, indem man die individuelle Schwingung des Edelsteins auf das Chakra wirken lässt und es so stimuliert. Die Schwingung des Chakras wird dadurch angeregt und reaktiviert, es gerät in Resonanz.“ (Quelle und weitere Infos hier)

Besonders der Stein auf dem Halschakra hat sich wesentlich schwerer angefühlt als die anderen. Das Halschakra steht für Kommunikation, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung, Inspiration, körperliche und geistige Reinigung und die Schnittstelle zwischen Verstand und Geist. Das ist gerade ja tatsächlich Thema bei mir und insofern ist es schön, nochmal zu spüren, dass ich mich darum kümmern sollte.

Im Gespräch mit Anke danach, habe ich gesagt, dass ich irgendwann auch gerne einen Reiki-Grad machen möchte und war ganz erleichtert, dass sie nicht gelacht hat. Meine Motivation ist ja eher, das weiterzugeben, wovon ich so sehr profitiere. Aber sie sagte, dass es gerade beim ersten Reiki-Grad darum geht, sich selbst Reiki zu geben, sich mit sich selbst zu beschäftigen und auch mehr Selbstbewusstsein aufzubauen. Jetzt weiß ich erst recht, dass ich das machen möchte! Aber noch ist die Zeit nicht reif. Vielleicht müssen sich erst die Wogen um mich herum glätten, aber Anke sagt, ich werde spüren, wenn es soweit ist und dann gibt es auch keine Zweifel mehr. Also schaue ich jetzt einfach, wie es weiter geht. Dann durfte ich auch noch einen Stein (Bergkristall – Klarheit. Das ist ja schon fast lächerlich, wie es passt.) und eine Engelskarte ziehen. Die Engelskarte hieß Gelassenheit und was daran für mich am schönsten ist, ist der Satz: „Deine ruhige Ausstrahlung bietet allen, die in Deine Aura eintreten, Hoffnung und Unterstützung.“ Das ist wirklich wunderschön, denn ich habe so lange mit mir selbst gehadert und fand es selbst so schlimm, dass ich so ruhig bin. Eigentlich habe ich erst im letzten Jahr gemerkt, wie sehr ich es genieße, das einfach so auszuleben und nicht dem Drang nachzugehen mich anders zu geben, um besser anzukommen, leichter Freunde zu finden usw. Ja, es verursacht Schwierigkeiten und ich lerne andere Leute nicht so schnell kennen. Aber wenn, dann ist es immer von Herzen. Ich werde mich nicht mehr verstellen. Denn wenn ich ruhig und gelassen bin, dann bin ich ich selbst. Und die Karte zeigt, dass das auch vollkommen richtig so ist.

Als ich nach Hause kam, war ich noch total im Ruhemodus, aber meine Eltern waren in heller Aufregung. Auf das warum möchte ich hier nicht eingehen, aber es war ein heftiger Bruch zu meiner Ich-bin-noch-gar-nicht-wieder-ganz-in-dieser-Welt-Stimmung.

Nachmittags habe ich ausgiebig geschlafen und da Anke mich überredet hatte, abends nochmal zum Yoga zu gehen, war ich tatsächlich wieder da. Und Hatha ist nochmal eine ganz andere Herausforderung. Heute spüre ich den großen Hintern ganz eindeutig. Aber halb so wild. Die Muskeln wurden eben schon länger nicht mehr gefordert und müssen plötzlich wieder arbeiten. Da würde ich auch protestieren. Mit der Zeit wird das auch wieder einfacher.

Heute hatte ich einen Therapietermin. Den ersten seit November und dementsprechend viel zu erzählen. Es war aber wirklich ein Erzählen und gar kein aufarbeiten. Es war fast so als hätte ich eine Freundin getroffen, nur dass es nur um mich geht. Meine Psychologin hat mich dann auch gefragt, ob ich die Therapie überhaupt noch brauchen würde. Gemeine Frage! Aber wenn ich ehrlich bin, ist es mittlerweile nur noch mein Sicherheitsnetz und die Termine die Gelegenheit hemmungslos nur von mir zu erzählen ohne mich für das Gegenüber interessieren zu müssen. (Oh Gott, das klingt schrecklich.) Und ich glaube, meine Psychologin hätte tatsächlich auch eine Freundin sein können, wenn wir uns unter anderen Umständen kennengelernt hätten. Wahrscheinlich ist es deswegen die erste Therapie, die mich wirklich unfassbar weiter gebracht hat. Ich habe noch zwei von meinen 52 genehmigten Sitzungen offen. Es wird also ernst. Es ist schon ein seltsames Gefühl. Aber sie sagte, wenn ich solche Katastrophen so gefestigt durchstehe, dann ist das schon ein sehr gutes Zeichen. Und damit hat sie eindeutig Recht. Die letzten Termine ziehen wir jetzt noch hinaus, damit ich weiter sehen kann, wie das so ist. Mein nächster Termin ist im Mai. Bis dahin muss ich das Thema Ernährung im Auge behalten. Denn ich habe richtige Fressanfälle entwickelt. Da schaufle ich alles rein, was ich finden kann und so durcheinander, dass mir schlecht wird. Als ich das Vorstellungsgespräch für meinen letzten Job hatte (Februar 2016) habe ich fast 20 kg weniger gewogen als jetzt. Und die letzten 10 kg habe ich seit dem Brand. Natürlich spielt da auch der Stress eine große Rolle und es hat für mich auch immer mit Schutz zu tun. Immer wenn ich das Gefühl habe, meine Seele schützen zu müssen, nehme ich zu. Das war schon immer so. Man wird ja auch irgendwie unsichtbar, wenn man dicker ist. (Bis wann wieder richtig extrem übergewichtig ist.) Und im letzten Jahr hatte ich oft den Wunsch mich unsichtbar zu machen. Deswegen habe ich jetzt auch die Hoffnung, dass sich das „automatisch“ wieder einpendelt, sobald das Chaos um ich herum nachlässt, aber zumindest, dass ich dann wieder Kraft habe, das ganze anzugehen. Denn ich habe ja schon mal so viel abgenommen und weiß, wie es für mich geht.

Danach habe ich noch ein paar Besorgungen in der Stadt gemacht. Ich musste mir ein paar Hosen kaufen, denn wenn man nur zwei hat, die wirklich passen ist das schon eher schwierig… Und ich habe mir eine neue Kette und ein neues Armband gekauft. Als Zeichen für den Neuanfang. Wenn das Universum oder wer auch immer, das gerade für mich vorsieht, dann ist das so. Was verloren ist, ist verloren. Trotzdem möchte ich etwas, das mir Halt gibt. Und das habe ich jetzt wieder. Ein Armband mit kleiner Lotusblüte, die ich ja sowieso liebe, und ein Lebensbaum als Symbol für die Verbindung von Himmel, Erde und Unterwelt.  Das zweite Teil ist eine Kette mit Lebensblume, die alt Schutz- und Energiesymbol gilt. Ich finde, das kann ich beides gut gebrauchen.

Mit meinem Vater habe ich mich heute gestritten, weil ich nichts liegen lassen kann, ohne dass er es umräumt. „Dann musst du halt aufräumen!“ Aber ich lebe in deren Wohnzimmer! Ich muss doch irgendwo auch was ablegen dürfen? Natürlich ist das alles nicht einfach, das verstehe ich ja, aber trotzdem. Man kann sich doch nicht beschweren, ich würde nicht aufräumen, wenn man mir die Gelegenheit gar nicht lässt. Und alles zu stapeln, dass ich alles durchwühlen muss, wenn ich was brauche, ist für mich auch kein aufräumen. Ich war so sauer, dass ich gesagt habe, dass er es nur sagen soll, wenn ich ausziehen soll. Jetzt geht er mir den ganzen Tag aus dem Weg. Ich bin ja wirklich ein absolut unordentlicher Mensch, aber ich kann mich doch nicht dafür entschuldigen, dass ich mehr Raum beanspruche als eine Zuchtsau.

Ich war heute auch in meiner Wohnung gucken. Da war aber keiner von der Renovierungsfirma. Jetzt weiß ich gar nicht, was die so meinen, wie lange es wohl noch dauert… was ich gesehen habe ist, dass alle Böden raus sind, alle Tapeten entfernt, der Holzbalken wurde ersetzt oder zumindest abgeschliffen…. es geht also voran. Und ich habe wieder gesehen, wie toll diese Wohnung ist und wie gut sie mir gefällt. Also war es eindeutig die richtige Entscheidung wieder dort einziehen zu wollen.

Und mein Fazit aus den letzten Tagen: Es findet sich. Ich freue mich auf die Dinge, die noch auf mich warten und ich habe das Gefühl, dass es nur noch toller werden kann, weil ich endlich anfange auf mich selbst zu hören und für einzustehen. Das tut wirklich unheimlich gut. Es ist noch nicht alles gut, ich habe meine Baustellen. Aber es festigt sich immer mehr das Gefühl, dass ich dem gewachsen bin und meinen Weg endlich gehen kann bzw. mich endlich traue ihn zu gehen. Und das ist ein gutes Gefühl.

 

 

Von Fröschen, Krafttieren, Heilung und geheimen Träumen

Ich hasse Freitag, den 13. Die 13 überhaupt. Warum könnt ihr hier nachlesen. Aber vielleicht passt der heutige Beitrag gerade zu diesem Datum:

Auf Instagram habe ich eine Lichtheilerin gefunden. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht so genau, was eine Lichtheilerin ist, aber sie teilt oft Bilder von Orakeln, Heilsteinen usw. was mich ja immer mehr reizt. Sie hatte ein Bild von einem Tablettenblister gepostet und man konnte angeschnitten eine Tablettenpackung erkennen. Ich habe die Packung erkannt, denn es handelt sich um die Antidepressiva, die ich auch noch nehme. (Das Absetzen ist für den Frühling geplant. Schauen wir mal, ob der Doc das auch nach dem ganzen Mist jetzt für eine gute Idee hält, aber eigentlich bin ich ganz zuversichtlich.) Jedenfalls habe ich sie daraufhin einfach angeschrieben. Sie ist wirklich super sympathisch und herzenswarm, so wie ich das bis jetzt von (fast) allen Yogis und Reikis kenne. Eines Tages hatte sie angeboten für die ersten drei die sich melden, ein Krafttier zu ziehen. Ich war Nr. 4, aber sie hat mir trotzdem eins gezogen. Dafür gibt es offenbar Kartensets, was mir gar nicht bekannt war.

Jedenfalls habe ich auf Elefanten oder Raubkatzen (meine Lieblingstiere) gehofft, eben wirklich ein starkes, kräftiges Tier, das mich mit seiner Kraft einfach mitreißen würde. Und was habe ich bekommen? Einen Frosch! Ernsthaft jetzt? Einen Frosch?! Nichts gegen Misi, der mich von Frau Holle besuchen kam. Misi, du bist immer willkommen! Aber als Krafttier? Mein  spiritueller Wegbegleiter und Seelengefährte?! Ich weiß ja nicht. Dementsprechend musste ich erstmal lachen. Aber dann habe ich mir die dazugehörige Beschreibung angeschaut.

Bedeutung der Karte:

Der Heiler in dir erwacht. Alte emotionale Verletzungen können jetzt heilen. Du meisterst schwierige Situationen, die dir zudem fruchtbare Erkenntnisse bringen. Durch den Blick in den Spiegel kannst du deine Möglichkeiten erkennen und auch, wie sich die Kräfte, welche dir zur Verfügung, stehen zum Wohle aller und zur Wandlung einsetzen lassen. Wunder geschehen.
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Erklärung:
Der Frosch bringt Entwicklung durch den Blick in den Spiegel. Schaue nach innen. Erkenne die Welt als Spiegel deiner Seele. Betrachte dein Leben als ein Stück auf einer Bühne. Welche Rolle spielst du darin? Wie gefällt es dir? Was würdest du verändern? Wie soll es weiter gehen? Wie wird es ausgehen? Richte dich neu aus, und spiele mit deinen Gestaltungsmöglichkeiten. Der Frosch kündigt eine neue, plötzliche Entwicklung an. Heilung geschieht, wenn wir anerkennen, was ist; loslassen, was vergangen ist, und unsere Kraft und unser Mitschöpfertum jetzt in diesem Augenblick voll und ganz annehmen.
Du hast heilende Kräfte, nimm sie voll und ganz an, zweifle keine Sekunde länger daran, und richte deine Aufmerksamkeit darauf. Entledige dich festgefahrenen Gedankenmustern und Verhaltensweisen. Suche Seen und fließende Gewässer auf; hier findest du die Antworten auf deine Fragen. Es ist dir bestimmt die Menschen tief in ihrem Herzen zu berühren.
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Power Affirmation:
„Es hilft und heilt die göttliche Kraft. Alles ist so, wie es ist, perfekt. Ich bin bereit, ein Leben in… (Liebe, Frieden, Fülle etc.) zu leben- jetzt!“

Ist das nicht toll? Also mich freut es wirklich und ich finde es passt ganz wunderbar. Okay, das ist jetzt nicht so, als könnte sich nicht jeder seins da reindeuten, aber egal.

Um meine Deutung zu beschreiben wiederhole ich zwar vieles, aber manche Themen lassen einen eben nicht so schnell los.

Ich leide ja leider unter Depressionen und habe aber in meiner Therapie riesige Fortschritte gemacht und viel dazu gelernt. Dazu habe ich noch 25 kg abgenommen und hatte das Gefühl, dass sich unheimlich viel geändert hat. Aber von außen wurde mir das einerseits bestätigt, aber eben nicht von meinem Freunden und Leuten, die mich wirklich gut kennen. Das hat mich irgendwie so traurig gemacht, dass ich ein deutliches Zeichen brauchte. Ich habe mir die langen Haare abschneiden lasse, mir eine neue Brille zugelegt, den Job gewechselt und bin im Herbst umgezogen. Dann kam das ABER. Ich habe meine langen Haare unheimlich vermisst (mache ich immer noch), die Brille war unheimlich teuer, aber nicht wirklich was anderes. Der Job macht mich so unglücklich, dass ich gekündigt habe und zurück in die alte Firma gehe (Nur noch zwei Wochen!!! Yippie) Dann hat es ja auch noch in meiner Wohnung gebrannt und ich wohne bei meinen Eltern von denen ich eigentlich mehr Abstand wollte. Ach, und zugenommen habe ich mittlerweile auch wieder. Nicht nur ein bisschen, sondern die kompletten 25kg. Also habe ich im letzten Jahr vor allem gelernt, dass sich nichts erzwingen lässt und die Veränderungen, die sich langsam und leise anschleichen meist viel mehr wert sind, als die großen, vermeintlich spektakulären. Auch mit dem Gewicht söhne ich mich aus bzw. ich merke, dass das gar nicht so viel aussagt, wie ihm zugeschrieben wird. (Wobei man an der aktuellen Werbung ja meinen könnte, es gäbe keine größere Schande als zu viel zu wiegen.) Ich bin trotzdem schön und trotzdem eine ziemliche Granate 😀 (Ich hoffe hier auf den Grundsatz: „Gedanken schaffen Realität“. Irgendwann klappt das bestimmt.) Also ich habe das Gefühl, dass bei mir im Moment auch wirklich ganz viel Heilung stattfindet und sich gerade kristallisiert, was mir selbst wirklich wichtig ist. Und durch diese Brandgeschichte und dazu noch die Situation auf der Arbeit, spüre ich gerade, dass ich viel stärker bin, als ich es mir jemals zugetraut hätte. Und was mich auch wirklich sehr berührt hat, ist diese Aussage „Du hast heilende Kräfte“ Schon ganz, ganz lange habe ich den Wunsch, anderen Menschen zu helfen, damit sie nicht so leiden müssen, wie ich es in den schlimmsten Zeiten getan habe. Nur habe ich dafür noch nicht den richtigen Kanal gefunden. Lange schwirrte die Idee vom Yogalehrer in meinem Kopf, weil ich denke, dass Yoga mir das Leben gerettet hat. Aber ich bin mir nicht sicher, ob dieses im Mittelpunkt Stehen, so meins ist. Bei der letzten Yogastunde habe ich wieder gedacht, dass ich das unbedingt will, aber es gibt einfach große Zweifel. Im Moment gibt es die Idee mit Reiki, aber auch das ist noch nicht ausgereift und ich habe auch noch relativ wenig Erfahrung damit. Eine Freundin vom Yoga ist Reiki Meisterin und veranstaltet regelmäßig Mantra- und Reiki Abende. Ich würde so gerne weitergeben, wovon ich so profitiere und auch diese Herzenswärme ausstrahlen. Denn ich weiß, dass sie irgendwo in mir steckt und nur darauf warten ausgelebt zu werden. Da hat mich der Frosch nochmal bestärkt. Fließende Gewässer und Seen sind sowieso immer ein großer Anzugspunkt und ich glaube, dass Wasser im Grunde alles heilt. Und ganz lächerlich passend: Ich habe einen Persönlichkeitstest gemacht (eigentlich nur aus Langeweile auf der Arbeit und es kam raus, dass ich INFP bin, also der Vermittler, Idealist, aber eben auch HEILER. 😀 Also passender hätte der Frosch gar nicht sein können

Mit oder ohne Frosch – jetzt gehen endlich die Renovierungsarbeiten in meiner Wohnung los bzw. erstmal Entsorgung, aber ich habe heute Morgen einen Schlüssel abgegeben. Die Firma achtet nochmal darauf, ob sie Wertsachen findet, ich werde auf dem Laufenden gehalten und soll einmal die Woche vorbei kommen und sofort sagen, wenn mir irgendetwas nicht gefällt. Das finde ich super und ich hoffe darauf, dass sie mir auch eine Lampe aufhängen können, für die selbst die 4m Leiter zu kurz war! Ich freue mich so sehr, dass es voran geht!

 

Projekt 52 (12)

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch Gertrud TrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847 und Wili machen mit – zum Großteil auch viel länger als ich.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

Ich bin gerade erst von der lieben Romina nach Hause gekommen, aber da schon Sonntag ist, kann ich ja auch schon mal posten. Außerdem bekomme ich gerade einen Koffeinschock von der vielen Cola. Ich bin ganz zittrig. Oder ich bin so hellwach, weil ich den halben Samstag verschlafen habe. Unglaublich, aber es hat gut getan.

Falls man es nicht sieht (ich sehe es auch nicht :D), ich habe eine neue Haarfarbe. Honigbraun. Aber es ist schon sehr ähnlich zu vorher. Hauptsache die Beweise für mein wahres Alter sind verschwunden.

Diese Woche war vor allem geprägt durchs warten und durchhalten. Aber dazu habe ich in meinem letzten Beitrag schon genug geschrieben, deswegen lasse ich das Thema Arbeit hier aus.

Aber abgesehen von der Arbeit, habe ich ich privat extrem zurück gezogen. Andere Menschen finde ich im Moment extrem anstrengend und manchmal, wenn ich so einen großen (emotionalen) Druck spüre, kann ich mir nur schwer was positives gönnen und vor allem habe ich Angst anderen zur Last zur fallen. Denn ich kann schwer auszuhalten und gemein sein, wenn man die üblichen Sprüche ablässt wie „Nimm dein Glück doch einfach in die Hand“ Also verstecke ich mich lieber vor anderen, denn noch mehr Druck, kann ich nun wirklich nicht gebrauchen.  Romina z.B. hätte ich um ein Haar abgesagt. Das tut mir so leid! Aber manchmal kann ich nicht anders. Warum müssen andere darunter leiden? Und ich habe ein unheimlich schlechtes Gewissen, dass ich für sie und mein Patenkind keine Kleinigkeit zu Nikolaus hatte. Warum ich da so? Irgendwie habe ich sowas wie kleine Geschenke, Mitbringsel aus dem Urlaub usw. überhaupt nicht auf dem Schirm!

Selbst beim Yoga war ich nicht. Ich weiß genau, dass mir das helfen würde – es hilft mir immer bei allem. Mein Yoga hat mich nur zwei Mal enttäuscht. Einmal mit einem Yogi, der einfach ein ziemliches Arschloch war und einmal als ein Yogalehrer, der sich ganz offensichtlich darstellen wollte. „Ihr macht das alle falsch! Natürlich könnt ihr das nicht, ich mache das schon viel länger als ihr….“ Ähm ja. Genau das liebe ich doch so am Yoga, dass es eben nicht um Leistung geht! Jeder macht so, wie er es gerade braucht und kann. Das ist genial. Yoga hat mir auf meinem Weg schon unglaublich geholfen, gerade auch im Kampf gegen meine Depression. Deswegen sage ich nicht umsonst, dass Yoga mein Leben gerettet hat. Und ich zähle nicht nur Yoga an sich dazu, sondern auch das wundervolle Studio mit seiner gemütlichen und heimeligen Atmosphäre, meine Yogahasen, bei denen man einfach sein darf mit allem, was man gerade so mit sich rumträgt. Und nicht zuletzt meine geliebte Susann – Leiterin des Studios und meine Lieblingslehrerin. Ich habe noch nie einen so fröhlichen und herzlichen Menschen erlebt, der mich dermaßen inspiriert. Nun ist es so, dass Susann das Studio im nächsten Frühjahr aufgeben will. Ich kann die Gründe nachvollziehen, aber es tut mir im Herzen weh! Für mich fällt so eine extrem wichtige Stütze weg! Und ich kann nicht einfach irgendwoanders hin. Das ist bei weitem nicht das Gleiche. Mag ja sein, dass es auch gut werden kann, aber es ist nicht MEIN Anker. Und deswegen habe ich das Gefühl, ich darf mich nicht mehr so sehr darauf einlassen, sonst ist es noch schlimmer, wenn das plötzlich weg bricht. Ich weiß da einfach nicht, was ich machen soll.

Donnerstag hatte der Freund meiner Schwester Geburtstag und es war ein entspannter, familiärer Abend. Dafür habe ihc sogar eine Stunde früher angefangen zu arbeiten. Und ich hasse es früh aufzustehen! Sonst mache ich ihm gerne Choco Crossies mit weißer Schokolade, aber dieses Jahr gab es Cookies&Cream Fudge mit gefühlten 10.000  Kalorien. Aber lecker. Ich hätte die warme Masse schon löffeln können.

Am Freitag hatte ich ein Gespräch mit einer Pfarrgemeindereferentin, weil ich ja darüber nachdenke, meine verpasste Firmung nachzuholen. Es gibt allgemeine Kurse über das Christentum, den auch Leute besuchen, die sich taufen lassen wollen. Diesen werde ich im nächsten Herbst besuchen. Das wird bestimmt interessant! Und bei der Gemeindereferentin kann ich mich immer wieder melden, um Fragen zu besprechen. Also alles super. Ich bin gespannt, wie es da weiter geht. Übrigens hat sie mir nochmal bestätigt, dass in der Kirche neben der ich wohne und in der jeden Tag die Glocken läuten so gut wie gar keine Gottesdienste stattfinden. Tja, religiös zu sein ist eben nicht besonders in. Deswegen hat sich die Dame auch so riesig gefreut, dass sich jemand von sich aus meldet und wieder Bezug zur Kirche sucht.

Abends war ich dann bei Anke zum Mantrasingen. Es war so schön. Dieses Mal wusste ich schon besser was passiert, weswegen ich mich viel mehr darauf einlassen konnte. Von meiner ersten Begegnung mit Reiki und meinem ersten Mantraabend habe ich ja schon  mal berichtet. Anke sucht mir immer so schöne Mantren oder Mantras (?) aus, die die Anderen für mich singen und ich fühle mich so warm, geborgen und gut aufgehoben. Da wird sofort wieder mein Wunsch geweckt, sowas auch selbst vermitteln zu können. Aber ich weiß gar nicht, ob ich schon weit genug bin vom Nehmer zum Geber zu wechseln. Leider ist mir Sanskrit noch nicht so geläufig und ich kann mir die schönen Texte nicht merken, um mir zu Hause nochmal was anzuhören. Aber das kommt bestimmt mit der Zeit. Meine Engelskarte, die ich gezogen habe, fordert mich zum Blick nach Innen auf und die Rune Uruz zeigt, dass ich mir meine Stärken bewusst machen und Durchhalten muss. Also geht es wohl erstmal wie gehabt weiter gehen. Anke stellt auch Ketten selbst her und heute Nacht habe ich sogar von den Ketten geträumt. Ich glaube, ich muss da mal mit Anke sprechen, was ein guter Stein für mich wäre und ob sie mir was bastelt. Ach, ein Mantra, dass für mich gesungen wurde, soll helfen, den richtigen Mann zu finden. Danach sagte eine Andere, sie hätte eine Vision gehabt und ich würde denjenigen welchen auf einem Weihnachtsmarkt bzw auf einem Parkplatz treffen. Alle haben direkt überlegt, wo ein Weihnachtsmarkt auf einem Parkplatz stattfindet und ihnen ist einer eingefallen. Ich glaube, da muss ich morgen mal Ausschau halten…

Ansonsten werden wir sehen, was die nächste Woche bringt.

Erstmal wünsche ich uns allen einen schönen dritten Advent.

Heute endlich wieder Yoga

Eigentlich müsste ich mich umziehen und zum Yoga fahren. Aber ich habe keine Lust. Aber weil ich in den letzten Wochen gemerkt habe, welche Auswirkungen es hat, wenn ich nicht hingehe, werde ich mir trotzdem aufraffen.

Die Depri-Uschi hat es ohne Yoga viel leichter sich an mich heranzuschleichen und das gönne ich ihr nicht. Außerdem freue ich mich riesig, die anderen Yogahasen zu sehen. Es sind so herzliche Menschen und jeder ist willkommen – so wie er ist. Und wo man das schon? Nur dass ich so zugenommen habe und körperlich nicht mehr so fit bin, ist mir selbst peinlich. Aber ich denke einfach an Ganesha. Der ist auch dick und trotzdem ein – wenn nicht DER – Lieblingsgott vieler Hindus. Da er so gerne Süßigkeiten mag, ist er mir auch besonders sympathisch! Ganesha gilt als Beseitiger (oder Beseiter?) von Hindernissen und auch das kann ich gerade gut gebrauchen!

Also auf, auf. Ich mache mich auf den Weg.

Übrigens scheint meine Seite ein wenig zu spinnen, daher würde ich mich freuen, wenn mir jemand Feedback gibt, damit ich sehe, ob ihr auf meine Seite kommt.

Danke! Und Namasté