…where the magic happens

Sonntag beim Yoga hieß es: Am Donnerstag machen wir dann Liegestütze zu Tabata-Musik. Also in 4 Minuten-Intervallen. Weil Liegestütze den ganzen Körper stärken und somit eine gute Grundlage für viele anspruchsvolle Asanas oder Flows legen.

Ich hatte also entsprechende Angst vor der Stunde und war kurz davor gar nicht hinzugehen. 4 Minuten Liegestütze. Wenn ich 4 STÜCK schaffe, fühle ich mich schon wie Wonderwoman (kann die überhaupt Liegestütze?) und die 4 sind dann noch geschummelt. War aber dann doch gar nicht so wild. Weil wir nämlich keine Liegestütze gemacht haben bzw. so eingebaut, dass es eben doch irgendwie geht. Während der Yogastunde geht der Lehrer zu den Schülern und hilft in die Positionen oder korrigiert. Bei mir sehr vorsichtig, wofür ich ziemlich dankbar bin. Eine andere Schülerin sagte ihm nachher, er müsse sie nicht so zaghaft korrigieren. Ich stand daneben und sagte nichts. Denn ich kann mich darauf (noch) nicht einlassen. Aber natürlich habe auch ich meine Schwächen. „Streck die Arme durch!“, „Hasi, mach den Schritt größer. Siehst du, das geht.“

Nach der Stunde kam er zu mir und schaut mich ernst böse an. „Du! Komm endlich aus deiner Komfortzone raus! Du ist so beweglich, deine Bewegungen sind wunderschön, aber du gehst nie so weit, wie du könntest!“ Und damit hat er mich ganz schön erwischt. Denn das ist ein Grundsatzproblem von mir. Früher habe ich ständig Dinge getan, vor denen ich Angst hatte. Manchmal habe ich sie getan, genau WEIL ich Angst hatte. Jetzt breche ich lieber vorher ab, es könnte ja etwas passieren. Klar kann ich im Krieger zwei den Schritt direkt größer machen und tiefer gehen, aber dann wird es anstrengend und tut weh. Dann spüre ich meine Grenzen. Ich verlasse das „So lässt es sich aushalten“. Aber wer weiß, was dann noch kommt. Vielleicht fehlt mir dann die Kraft für den friedvollen Krieger, oder was auch immer da noch passiert. Vielleicht bin ich dann zu schlapp und muss eine Pause machen. So halte ich zumindest durch.

Letztens habe ich ein Quiz gespielt, ich lag vorne, aber ein Mitspieler holte auf. Ich wollte das Quiz abbrechen. So hab ich zwar nicht gewonnen, aber ich habe es ja selbst entschieden, muss mir also keine Schwäche, kein Verlieren eingestehen. Ich hätte aber  auch nie gewusst, ob ich nicht vielleicht doch gewonnen hätte. Beim Quiz ist es so gelaufen. Aber im Leben gebe ich dann doch eher auf. Und das zeigt sich im Yoga. So wie sich ständig alles im Yoga zeigt. „The way you do anything, is the way you do everything!“

Meinem Lehrer habe ich gesagt, dass ich genau deswegen Yoga brauche. Denn ich traue meinem Körper nicht, so wie ich mir nichts zutraue.

Vielleicht ist das der tiefere Sinn im Schließen meines geliebten Studios. Mir begegnet ein Lehrer, den ich bisher immer gemieden habe und der mich aber zwingt, meine Komfortzone zu verlassen. Immer wieder, immer ein bisschen mehr.

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Projekt 52 (46)

Hallo ihr Lieben,

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen.

Alle bisherigen Beiträge dazu findet ihr hier.

Ich liege gerade endlich mal wieder in meiner Hängematte und bin ziemlich geschafft. Ich hatte heute eine Probestunde Yoga in einer Fitnessbude. Das meine ich keinesfalls abfällig, sondern einfach um es von den typischen Fitnessstudios abzugrenzen. Das war viel individueller und hatte seinen ganz eigenen Charme. Mit Boxring, Sandsäcken und Fitnessgeräte aus den 60-ern. Die anderen meinten wie in einer amerikanischen Garage. Ich war nie in Amerika und erst recht in keiner amerikanischen Garage, also kann ich das nicht beurteilen. Jedenfalls war es alles andere als Räucherstäbchen und dem obligatorischen Buddha. Die Praxis selbst war sehr herausfordernd, kraftvoll, schweißtreibend und eher körperlich. Wir drei Yogahasen waren eindeutig die Exoten unter den Fittis, aber es war eine gute Stimmung. Ich hab selbst beim HotYoga (bei immerhin 40 Grad) nicht so geschwitzt wie heute. Aber mein Körper hat sich so gefreut und ich bin ganz stolz, dass ich so gut mithalten könnte. Es ist nicht mein Herzyoga, aber ich glaube, ich möchte da erstmal bleiben. Wir haben nachher noch super nett mit dem Besitzer gesprochen, der sehr an unserer Meinung interessiert war. Also wirklich schön.
Den Yogalehrer selbst kannte ich zwar vom sehen, hab es aber immer vermieden in seine Stunden zu gehen, weil mir die Wärme und Sympathie fehlte. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass ich mich doch auf ihn einlassen konnte, denn das war super. Ich bin aber trotzdem froh, dass er keiner ist, der viel anfasst. Damit hab ich im Moment wieder ein bisschen mehr Probleme.

Ich könnte jetzt noch vom Rest der Woche berichten, aber das hab ich alles rausgeschwitzt und diesen Zustand genieße ich jetzt einfach weiter. Morgen gibt es mit Sicherheit Muskelkater, aber ich freue mich darauf.

Macht euch noch einen schönen Sonntag. ☀

Über die Stärke…

Du und ich – und auch sonst keiner – kann so hart zuschlagen wie das Leben! Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann … Es zählt bloß, wie viele Schläge man einstecken kann und ob man trotzdem weitermacht.

Es heißt, man solle vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen.

Da ich im Moment ja dauerhaft schwere und müde Beine habe, habe ich letztens noch gedacht, dass es eigentlich ganz cool wäre, auch mal „obenrum“ ähnliches zu spüren. Ich glaube, das habe ich heute problemlos geschafft. Denn nach zwei Stunden Yoga in Tüchern, spüre ich jetzt schon meine Oberarme und Brustmuskeln. Dabei war ich direkt in der warmen Badewanne, um dem Muskelkater entgegenzuwirken. Und dann musste ich erstmal schlafen. Ich war ja darauf eingestellt, dass es anstrengender werden würde, als bisher, aber das war irre. Und vor allem fehlt mir die starke Mitte. Das ist ja sowieso ein grundsätzliches Problem – physisch und psychisch.

 

Und mein Ego sticht und sticht. Als ich damals körperlich aufbauen musste, habe ich mich über jeden Erfolg gefreut und war über jeden noch so kleinen Schritt nach vorne ganz euphorisch. Heute nicht mehr. Ich kann noch nicht loslassen. Immer und immer wieder kann ich nur daran denken, dass ich das schon mal hinter mir hatte, dass ich das schon mal konnte und noch viel mehr. Und bin sauer über mich selbst, dass ich es so weit habe kommen lassen. Außerdem ist da noch gaz große Angst es eben nicht noch einmal zu schaffen. Und dann gibt es Übungen, die verstehe ich ganz genau, ich weiß, was ich machen muss, wie ich den Körper anspannen muss, aber mir fehlt einfach die Kraft, um es wirklich zu schaffen. Da könnte ich einfach nur heulen.

Ich glaube, ich suche mir morgen direkt mal ein paar Bauchübungen heraus. Ich will einfach wieder mehr Stärke, um mich der Welt und meinen Ängsten zu stellen – Körperlich und seelisch – und vielleicht schaffe ich es sogar irgendwann netter zu mir selbst zu sein.

Blick in die Seele oder schamanischer Abend

Gestern war ich bei einem schamanischen Abend und vorher habe ich mir den Kopf zerbrochen, ob ich das wirklich will oder nicht. Ich bin im Moment hin- und hergerissen. Mein Verstand sagt mir, dass ich diesen esoterischen Quatsch lassen soll, weil es total bescheuert ist und ich dafür auch noch Geld ausgebe. Andererseits merke ich ja, dass das in mir irgendetwas auslöst und mir gut tut, und das sogar, obwohl ich es gleichzeitig schwachsinnig finde und mir vielleicht auch bescheuert vorkomme, wenn ich dynamisch meditieren soll. (Mit anderen Worten, wildes Rumgehampel und Geatme.) Aber so sehe ich eben immer wieder, ob mich etwas anspricht oder nicht. Und dieser schamanische Abend bzw. Schamanic Yoga hat es irgendwie. Gut, dass die Schamanin, Kursleiterin, Veranstalterin oder wie auch immer, man die Rolle der Dame jetzt endlich bezeichnen mag, ihre Yogaausbildung bei Yoga Vidya gemacht hat, hat mich ja schon abgeschreckt. Die sind mir persönlich zu abgedreht. Aber gut. Ich war als allererstes da, weil ich direkt aus dem Büro kam. Als sie dann kam, und mich begrüßt, wurde die Angst erst bestätigt. Die „Esos“ haben oft auch schon eine ganz andere Art zu sprechen, so als würden sie in anderen Welten schweben, was ja vielleicht auch stimmt.

Wir haben gesungen, getönt, ein ganz kleines bisschen Yoga gemacht (also Asanas), geatmet, getanzt und getrommelt. Tanzen war die dynamische Meditation, die nochmal in unterschiedliche Phasen geteilt ist. „Chaos“ war für mich kaum auszuhalten. Wie im wahren Leben – da kann ich auch nur das Chaos ertragen, dass ich selbst verursache. Vielleicht ist das auch meine Art Raum zu beanspruchen. Gestern habe ich mir eine Ecke am Fenster ausgesucht, aber meine Sachen um mich herum verteilt, als würden da drei Leute liegen. Und so mache ich das ständig, wenn auch nicht mit Absicht. Ich kann es auch überhaupt nicht leiden, wenn andere ungefragt in meinen beanspruchten Raum eindringen. Aber diese Chaosmusik, wo nichts zusammenpasste, hat mich fertig gemacht. Danach wurde es natürlich besser, denn jedes Chaos löst sich irgendwann auf. Und dann muss man loslassen können. Das gehört ja nun auch nicht gerade zu meinen Stärken.

Dann haben wir eine Meditation gemacht, bei der uns für jedes Chakra ein Tier begegnen sollte, dass wir fragen sollten, ob es eine Botschaft für uns hat, ob es etwas für uns tun will, oder ob wir etwas für das Tier tun können.

Bei mir waren es Eidechse, Katze, Pfau, Papagei (irgendein rosa Sittich), Elefant, Pferd und Schmetterling / Libelle. Die letzten zwei konnten sich nicht so ganz entscheiden.

Ich weiß nicht, warum genau diese Tiere und da lässt sich jetzt eben darüber streiten, ob es dafür eine höhere Macht gibt, mein Unterbewusstsein oder das einfach die ersten Tiere waren, die mir eingefallen sind. Jedenfalls waren es genau die. Und die Botschaften waren immer sowas wie „Hab mehr Vertrauen in dich, in deine Stärke. Sei stolz auf dich, schau was du hast, was du kannst. Bleib nicht stehen, mach weiter. Veränderung und Transformation muss sein und du schaffst das. Nur der Elefant war der typische Elefant im Porzellanladen. Er sagte aber, dass das nicht schlimm ist und dass es manchmal gar nicht anders geht, wenn das Drumherum einfach zu eng ist, und nicht passt. Das hat mich schon schwer beeindruckt. Danach ging es auf eine schamanische Reise. Ich habe sowas vorher noch nie gemacht. Uns wurde vorher erzählt, wir sollen uns vorstellen, dass wir über unseren Lieblingsplatz in der Natur gehen und dann herabsteigen durch eine Quelle, eine Wurzel oder ähnliches. Und dann schauen wir mal was passiert. Es hieß wir begegnen unserem Kraft Tier und können dann Fragen stellen. Wir sollen uns nur klar darüber sein, dass diese immer ehrlich sein würden. Dann ging es auch schon los. Ich hatte eigentlich gedacht, wir bekommen währenddessen vielleicht noch ein bisschen Anleitung, aber nein, es wurde nur getrommelt. Ich war noch gar nicht so weit, da hatte ich schon im eine Stimme im Kopf „Du musst mich nicht suchen, ich bin doch immer bei dir!“ Mir sind die Tiere aus der Meditation vorher begegnet und ich habe einfach direkt gefragt, „Bist du mein Krafttier?“ Manche Tiere sind einfach wieder verschwunden. Der Pfau sagte, dass er mir nur eine Botschaft überbringen will. Elefanten, eins meiner absoluten Lieblingstiere, sah mich an, streichelte mich mit seinem Rüssel und sagte „Ich wäre es so gerne…“ Zwischendurch erschien ein Hase, der mich auslachte. „Guck mich doch an. Wie könnte ich dein KRAFTtier sein?“ Das Pferd musste ich gar nicht fragen, ich wusste es einfach. Es stand einfach nur da und sah mich an. Ich bin ja eh davon überzeugt, dass Pferde einem bis in die Seele blicken, wenn man sie lässt und nicht nur als Mittel zum Hobby sieht. Dann habe ich Fragen gestellt und Antworten bekommen, die ich eigentlich nicht hören wollte. Da liefen auch direkt Tränen. Das waren im Grunde keine neuen Erkenntnisse für mich, aber irgendwie war das dann doch nochmal intensiver und anders, als wenn ich selbst mir das sage. Auf dem Rückweg habe ich dann Anke und Birgit mitgenommen, damit ich nicht alleine fahren muss. Birgit hat uns noch die Füchse gezeigt, die jeden Abend auf ihrem Grundstück rumwuseln. Na ja, es war weniger gezeigt, wir haben einfach nur vom Balkon aus gewartet, bis sie sich blicken lassen. Die Babys haben wir leider nicht gesehen, aber zwei Füchse haben wir gesehen. Und das war ein schöner Abschluss.

Anke, die ja auch eine Ethno-Ausbildung hat und schamanische Reisen macht, sagt, dass sie die Reisen anders macht und generell ist sie ja einfach herzlicher. Vielleicht macht sie jetzt auch nochmal eine Reise mit uns. Und einerseits freue ich mich darauf und gleichzeitig denke ich wieder, wie verrückt das doch alles ist.

 

Projekt 52 (40)

Hallo ihr Lieben,

Jede Woche poste ich etwas Selfie-mäßiges. Darauf gekommen bin ich durch Zeilenende.

Auch GertrudTrenkelbachMarinscheMulticolorinasolera1847Wili und 365tageimleben machen mit – und sind zum Großteil schon durch mit ihren 52 Wochen.

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Die letzten zwei Tage habe ich mit Anke verbracht, um in meinen ersten Reiki-Grad einstimmen zu lassen, so dass ich jetzt mir und auch anderen Reiki geben kann.

So richtig verstehen kann ich ja nach wie vor nicht, was beim Reiki passiert, also rational verstehen. In einer Zeit, in der es mir nicht gut ging, hat Anke mich gefragt, ob ich nicht zum Mantrasingen kommen möchte. Dort wurde auch Reiki gegeben. Ich habe mich so warm, geborgen und einfach gut aufgehoben gefühlt und ging immer wieder zu den Treffen. Ab und zu war ich bei Anke zu Massagen, in denen sie auch ein bisschen Reiki anwandte. Leise und vorsichtig meldete sich das Gefühl, dass ich das auch anwenden und weitergeben möchte. Als dann das Yogastudio schloss, und Anke mich fragte, ob wir nicht zusammen eine Ausbildung zum Yogalehrerin machen wollen, wurde das Gefühl ganz laut. „Aber vorher will ich Reiki lernen.“ Und jetzt war es eben soweit.

Hach, es fällt mir schwer in Worte zu fassen, wie die Tage abgelaufen sind, denn dass diese Energie fließt, ist rational nicht zu erfassen. Aber ich habe das Gefühl, ganz viel empfangen zu haben, ganz viel gelöst zu haben und ich bin einfach dankbar, für das, was ich erleben durfte. Was mich besonders beeindruckt hat, ist, dass ich gestern selbst Reiki weitergeben durfte und Anke dafür extra jemandem vom Yoga eingeladen hatte. Andrea war eher skeptisch, und ich habe deutlich gespürt, dass sie sich ein bisschen wehrt, aber irgendwann löste sich etwas, sie wurde ganz nervös und es flossen Tränen. Wow, das war unglaublich… Nachher sagte sie, es hätte sich angefühlt als hätte ich sie in den Kiefer gedrückt, aber das stimmt gar nicht. Ich hatte die Hände über ihren Hals gehalten.

Und jetzt sollte ich drei Wochen lang jeden Tag mit mir selbst üben und mir selbst Reiki geben. In dieser Zeit sollte ich auch keinen Alkohol trinken und kein Fleisch essen. Gar kein Problem. Ich freue mich sogar ein bisschen, dass ich nochmal einen Grund habe, um auf Fleisch zu verzichten.

Und jetzt bin ich ganz gespannt, wie es so weiter geht. Das Ganze war für mich nochmal die Bestätigung, dass man einfach auch mal fühlen sollte und gar nicht immer alles rational verstehen muss.

Das sind übrigens die Reiki Lebensregeln, die ich kennengelernt habe und gerne berücksichtigen möchte.

Gerade heute freue dich.

Gerade heute sei frei und glücklich.

Ehre deine Lehrer, deine Eltern und die Älteren.

Verdiene dein Brot ehrlich.

Sei ehrfürchtig und liebevoll gegenüber allem Leben.

 

 

 

Was ist das Gute im Schlechten?

Auf meinen Beitrag über meine letzte Yogastunde, hat Jule geantwortet und mir die Frage im Titel gestellt, die sie aus ihrer Coachingausbildung kennt:

Was ist das Gute im Schlechten?

Diese Frage musste ich erstmal verarbeiten. Ich wollte auch erstmal überhaupt gar nichts Gutes daran entdecken. Erst musste ich meine Trauer, den Verlust verarbeiten. Und dann ist mir wieder eingefallen, dass ein ehemaliger Arbeitskollege erzählt hat, dass ihm genau diese Frage gestellt wurde, als seine Frau an Krebs verstorben war und ihn mit vier Kindern zurück lassen musste. Und auch er hatte eine Antwort darauf gefunden. Und wenn er das mit einem viel größerem Verlust schafft, dann kann ich in meiner Trauer auch etwas finden.

Und ich glaube, dass das jetzt einfach eine Herausforderung ist, mich nicht auszuruhen und mich darauf verlassen, dass das einfach immer für mich ist. Ich neige leider dazu mich auf sowas auszuruhen und mich selbst nicht mehr so anzustrengen. Aber wenn ich die Leute nicht verlieren will, dann muss ich auch selbst etwas dafür tun. Vielleicht hilft das jetzt auch dabei herauszufinden, was wirklich der Faktor ist, der mir so geholfen hat. Also Yoga oder eher das Drumherum? Wenn ich das herausfinden kann, dann glaube ich, dass mich das einen ganz großen Schritt weiterbringen kann.

Wahrscheinlich hätte ich ohne das Ende des Yogastudios auch nicht den Mut entwickelt, jetzt de großen Schritte zu gehen. Eine Ausbildung zum Yogalehrer, den ersten Reiki-Grad. Jetzt gerade weiß ich, dass ich gut aus mich aufpassen muss und nutzen muss, was mich stärkt, damit ich nicht in ein Loch falle. Also will ich nicht nur Konsument sein, sondern selbst mehr in der Hand haben. Diese Not hätte ich sonst ja nicht unbedingt gehabt. Natürlich war die Idee da, das „irgendwann mal“ zu machen. Aber ich in mir nicht sicher, ob der Moment gekommen wäre, dass ich das wirklich angehe.

Das sind zumindest die Dinge, die mir bisher eingefallen sind. In den nächsten Tagen kommt möglicherweise noch etwas dazu oder relativiert sich wieder… Die Zeit wird es zeigen.

Liebe Jule,

ich danke dir sehr für die Frage, die mich echt zum Nachdenken angeregt hat. Und das Beste daran ist, sie hat mir einen Teil der Schwere genommen und ein Gefühl von „es wird schon weitergehen“ gegeben. Und dafür bin ich dir sehr dankbar.