„….du musst nur mal aus dir rauskommen….“

Warum denn eigentlich?

So im Großen und Ganzen bin ich ja gerne in mir. Also so phasenweise zumindest.

Was genau soll das überhaupt heißen? Und wo ist man, wenn man aus sich raus gekommen ist?

Wenn man zu dem Thema Mr.Google bemüht, bekommt man lauter Tipps, wie man seine Schüchternheit überwindet. Ich bin aber nicht schüchtern, sondern introvertiert und das ist ein riesiger Unterschied. Um es einfach auszudrücken: Ich habe keine Angst vor anderen Leuten, ich habe nur einfach keine Lust auf sie.

Natürlich habe ich auch mal meine lauten und albernen fünf Minuten. Aber noch lieber bin ich leise, höre zu, beobachte und bin „der ruhige Pol“.

Was soll daran falsch sein? Und warum muss ich daran was ändern?

Vor allem: Ich wollte selbst viele Jahre jemand anderes sein, jemand Fröhliches, Lebhaftes, Aufgeschlossenes, der sofort mit jedem ins Gespräch kommt, einen Raum zu Strahlen bringt und an den sich nachher alle erinnern.

So bin ich aber nicht und damit kann ich mittlerweile und endlich gut leben. Im Gegenteil, ich frage mich, ob ich nicht einfach zu tiefgründig, zu reflektiert bin, um so jemand zu sein. Denn darauf will ich keinesfalls verzichten.

Und schon soll ich wieder anders sein?

Mh…

Nein, ich glaube nicht. Danke