Über die Stärke…

Du und ich – und auch sonst keiner – kann so hart zuschlagen wie das Leben! Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann … Es zählt bloß, wie viele Schläge man einstecken kann und ob man trotzdem weitermacht.

Es heißt, man solle vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen.

Da ich im Moment ja dauerhaft schwere und müde Beine habe, habe ich letztens noch gedacht, dass es eigentlich ganz cool wäre, auch mal „obenrum“ ähnliches zu spüren. Ich glaube, das habe ich heute problemlos geschafft. Denn nach zwei Stunden Yoga in Tüchern, spüre ich jetzt schon meine Oberarme und Brustmuskeln. Dabei war ich direkt in der warmen Badewanne, um dem Muskelkater entgegenzuwirken. Und dann musste ich erstmal schlafen. Ich war ja darauf eingestellt, dass es anstrengender werden würde, als bisher, aber das war irre. Und vor allem fehlt mir die starke Mitte. Das ist ja sowieso ein grundsätzliches Problem – physisch und psychisch.

 

Und mein Ego sticht und sticht. Als ich damals körperlich aufbauen musste, habe ich mich über jeden Erfolg gefreut und war über jeden noch so kleinen Schritt nach vorne ganz euphorisch. Heute nicht mehr. Ich kann noch nicht loslassen. Immer und immer wieder kann ich nur daran denken, dass ich das schon mal hinter mir hatte, dass ich das schon mal konnte und noch viel mehr. Und bin sauer über mich selbst, dass ich es so weit habe kommen lassen. Außerdem ist da noch gaz große Angst es eben nicht noch einmal zu schaffen. Und dann gibt es Übungen, die verstehe ich ganz genau, ich weiß, was ich machen muss, wie ich den Körper anspannen muss, aber mir fehlt einfach die Kraft, um es wirklich zu schaffen. Da könnte ich einfach nur heulen.

Ich glaube, ich suche mir morgen direkt mal ein paar Bauchübungen heraus. Ich will einfach wieder mehr Stärke, um mich der Welt und meinen Ängsten zu stellen – Körperlich und seelisch – und vielleicht schaffe ich es sogar irgendwann netter zu mir selbst zu sein.